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Die Europäische Organisation für Kernforschung CERN vertraut in der Strahlenmessung und beim Strahlenschutz ihres Personals auf die Messgeräte der finnischen Firma Rados Technology. Das von der Firma entwickelte Verfahren ist weltweit patentiert.
Die im Bereich der Radiometrie weltweit bekannte Firma Rados Technology hat bereits im Jahr 2005 einen Kooperationsvertrag mit CERN geschlossen. Inzwischen trägt jeder mit Strahlung in Berührung kommende CERN-Mitarbeiter ein in Finnland entwickeltes Beta- und Gammastrahlungs-Dosimeter am Revers. Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt.
Das Dosimeter misst die Strahlendosis und wird von Personen, die in strahlenüberwachten Räumen - u. a. in Kernkraftwerken und Krankenhäusern - getragen. Mit dem Gerät wird die persönliche Strahlendosis überwacht, die einen festgelegten Grenzwert nicht überschreiten darf.
„Der Träger des von Rados entwickelten Geräts kann seine Strahlendosis fast in Echtzeit verfolgen, früher war das nur mit Verzögerung möglich“, erläutert Geschäftsführer Timo Salomaa.
Eine bekannte Marke
Die an CERN gelieferten Dosimeter basieren auf der „Direction Ion Storage“-Technologie (DIS), dem Ergebnis intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Firma Rados.
„Diese weltweit patentierte Technologie ist das revolutionierendste Messverfahren für ionisierende Strahlung seit den 1950er Jahren“, sagt Salomaa.
Rados fertigt neben persönlichen Dosimetern auch portable Strahlungsmessgeräte und Systeme zur Überwachung ganzer Bereiche. Abnehmer sind neben Forschungszentren und der Kernkraftindustrie zum Beispiel auch Behörden und Krankenhäuser.
Von den europäischen Kernkraftwerken setzen über 60 Prozent Produkte von Rados ein, und weltweit befinden sich Rados-Geräte in über hundert Kernkraftwerken im Einsatz. Mehr als 80 Prozent der Produktion gehen in den Export.
Auch Polizei und James Bond
Wegen der immer häufigeren Bedrohungen und des zunehmenden Unsicherheitsgefühls sind vor allem in den USA die Märkte für das elektronische Dosimeter gewaltig gewachsen. So gehört heute zum Beispiel in New York zur Ausrüstung jedes Polizisten ein Strahlenmesser von Rados.
Als Referenz für Rados kann sogar der 007-Agent James Bond angeführt werden. Der Produzent der Filme fragte damals bei Rados an, ob er für die laufenden Dreharbeiten eines James-Bond-Films ein Strahlenmessgerät mieten könne. Man wurde sich handelseinig, und so findet sich in dem Film „Die Welt ist nicht genug“ eine Szene, in der Bond, als er in einen Tunnel stürmt, sich einen Rados-Strahlungsmesser schnappt.
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