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Auszeichnung für Internationalisierung
Staatspräsidentin Tarja Halonen hat im Februar den Firmen Etteplan und Proventia Emission Control sowie dem MobileMonday-Community-Konzept den finnischen Internationalisierungspreis verliehen. Diese Auszeichnung dient dem Zweck, Unternehmen, die ihre Fähigkeiten bereits unter Beweis gestellt haben, ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.
Etteplan ist auf Expertendienstleistungen der Bereiche Industrietechnik und Technische Information spezialisiert. Das Unternehmen mit seinem klaren Dienstleistungsmodell, seinem zielstrebigen Wirken und seinem sich ständig entwickelnden Arbeitsfeld hat international expandiert und verfügt bereits über mehr als 50 Geschäftsstellen in Finnland, Schweden, Italien und China.
Das Unternehmen Proventia Emission Control ist bekannt als Experte für die Reinigung von Diesel- und Kraftwerksabgasen und als Entwickler von Reinigerkonzepten. Wegen der immer strengeren Umweltbestimmungen und der zunehmenden Abgasprobleme besteht weltweite Nachfrage nach hoch entwickelten Konzepten. Die Hauptmärkte der Firma finden sich in Europa und Asien.
Das MobileMonday-Community-Konzept erreicht Fachleute der Mobilbranche in aller Welt. „In diesem Jahr finden in 70 Städten in allen Teilen der Welt über 700 MobileMonday-Veranstaltungen mit mehr als 90 000 Teilnehmern statt. Damit ist MobileMonday der weltweit führende Event-Veranstalter der Mobilbranche“, erklärt Geschäftsführer Jari Tammisto.
Finnisches Nanocellulose-Zentrum gegründet
Das seit Anfang März tätige Finnische Nanocellulose-Zentrum (Suomen Nanoselluloosakeskus) ist einzigartig in der Welt. Mit dieser Einrichtung wird das Ziel verfolgt, der Cellulose neue Einsatzmöglichkeiten als Roh- und Werkstoff zu erschließen.
Anwendungsobjekte sind zum Beispiel Spezialpapiere, Papierbeschichtungen, Verpackungen und Baumaterial. Auch Unternehmen der Bau-, Automobil-, Möbel-, Elektronik-, Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie können durch Einsatz maßgeschneiderten Fasermaterials ihre Wertschöpfung erhöhen.
Durch Nutzung neuer Technologien kann die Holz verarbeitende Industrie in dem im Wandel begriffenen Aktionsumfeld ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Die Kooperationspartner sind bestrebt, durch Kombination von Grundlagenforschung und angewandter Forschung mit Kommerzialisierungs- und Business-Kompetenz in den nächsten Jahren die Schaffung neuer, rentabler Produkte für den Weltmarkt zu beschleunigen.
Hinter dem Vorhaben steht ein Forschungs- und Industriekonsortium, dem das Technische Forschungszentrum von Finnland (VTT), die Technische Universität Helsinki und der Holzkonzern UPM angehören.
Ökostadt für China
VTT hat mit vorläufigen Ermittlungen über die Planung und den Bau einer Ökostadt im Bezirk Mentougou westlich von Peking begonnen. Das Gebiet ist als beliebtes Touristenobjekt des Landes ein bedeutendes Schaufenster zur Welt. Verwirklicht wird das Projekt in finnisch-chinesischer Zusammenarbeit.
Die von VTT durchzuführenden Ermittlungen umfassen die Ausarbeitung eines für das Areal passenden Ökostadt-Konzepts, die Erstellung der Durchführungspläne und die erforderlichen technologischen Entwicklungsmaßnahmen. Aufgabe ist es, eine Stadt auf umweltschonende Weise in einem Gebiet von erheblichen Umweltwerten zu bauen. Die Ökokommune soll einen Teil der gegenwärtigen Stadt- und Dorfstruktur bilden.
VTT hatte im Frühjahr 2007 in China ein finnisches High-Tech-Ökostadt-Konzept (Finnish High Tech Ecocity®) vorgestellt, das u. a. ökologische Stadtplanung, energieeffizientes und abfallarmes Wohnen, geschlossenes Wassersystem, integrierte Telekommunikation, emissionsarmen Individualverkehr, effektive Müllentsorgung sowie örtliche auf Sonnen-, Wind- und Bioenergie basierende emissionsfreie Energieerzeugung umfasst.
Für die Verwirklichung des Vorhabens ist die von VTT gegründete Firma Global EcoSolutions zuständig, deren Geschäftsidee darin besteht, gemeinsam mit örtlichen Partnerunternehmen bei Gebietsbebauungen in aller Welt umweltfreundliche Technologien zu integrieren und umzusetzen.
Verhandlungen über Ökostadt- sowie Energie- und Umwelttechnologievorhaben führt das Unternehmen gegenwärtig u. a. in Finnland, Estland, China, Mitteleuropa, Rumänien und Russland.
Sichere intelligente Autos im Kommen
Die intelligenten Autos der Zukunft kommunizieren mit dem Fahrer, der Umgebung und sogar mit anderen Kraftfahrzeugen und verbinden Sicherheit mit Wirtschaftlichkeit.
Im Rahmen des europäischen PReVENT-Projekts wurde ein erster Prototyp eines integrierten Fahrgestells entwickelt. Das Auto wird so mit Sicherheitssystemen bestückt, dass es den Nahbereich in jeder Richtung ständig zu beobachten und den Fahrer bei Bedarf vor außerhalb des Blickfeldes bleibenden toten Winkeln und Gefahren zu warnen vermag.
Ziel ist es, die Umgebung des Fahrzeugs durch ein komplexes Sensornetz so abzudecken, dass die aus den verschiedenen Richtungen drohenden Gefahren rechtzeitig erkannt werden können. Der Wagen kann den Fahrer zum Beispiel warnen, wenn er sich einer Kurve mit zu hoher Geschwindigkeit nähert, oder sich weigern anzufahren, wenn sich im vorderen nicht einsehbaren Bereich zum Beispiel ein Kind befindet.
Intelligente Autos entwickelt VTT in Zusammenarbeit mit der europäischen Automobilindustrie, mit Lieferanten von Teilsystemen und mit Forschungsinstituten. Aus Finnland ist an dem Vorhaben u. a. der Reifenhersteller Nokian Renkaat beteiligt.
Als erste Kfz-Hersteller setzen u. a. Audi, BMW, DaimlerChrysler, Ford, Peugeot, Renault, Volkswagen und Volvo die neue Technologie in die Praxis um.
http://www.prevent-ip.org/
Innovationszentrum in St. Petersburg
Das im Februar in St. Petersburg eröffnete Innovationszentrum FinNode hat die Aufgabe, die Zusammenarbeit zwischen Finnland und Russland in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovationswesen zu vertiefen.
Den russischen Partnern bietet diese Einrichtung Gelegenheit, kompetente finnische Akteure zu treffen. Das Zentrum fördert die Entwicklung sowohl wissenschafts- als auch nachfrageorientierter Innovationen. Auf dem Programm stehen zum Beispiel die Entwicklung von Nanotechnologien und Nanomaterialien betreffende sowie mit dem Bauwesen und der Verbesserung der Energieeffizienz von Immobilien verbundene Projekte.
FinNode Russland ist Teil eines Netzes von finnischen Innovationszentren, das entsprechende Einrichtungen auch in Shanghai und im Silicon Valley in Kalifornien umfasst.
Security 2007 -2013
Die Märkte für Sicherheitsprodukte und –dienstleistungen wachsen schneller als die Wirtschaft im Allgemeinen. Die Finnish Funding Agency for Technology and Innovation (TEKES) als Finanzier und Initiator von Forschungs- und Entwicklungsprojekten hat im vergangenen Jahr ein Security-Programm aufgelegt.
Das mit einem Gesamtbudget von 160 Mio. Euro ausgestattete Programm läuft bis 2013 und dient dem Ziel, internationale Geschäftstätigkeit im Sicherheits-Bereich zu schaffen und einschlägige Forschung, deren Ergebnisse von der Branche genutzt werden können, zu initiieren.
Die finnische Industrie verfügt auf mehreren Gebieten über erhebliche Kompetenz, die im Security-Geschäft noch keine Anwendung findet. Die Vernetzung dieser Kompetenz mit Hilfe des Programms ermöglicht die Schaffung neuer Produkte, Systeme und Dienstleistungen und die Bildung eines eigenen technologieübergreifenden, international wettbewerbsfähigen Security-Clusters.
Das Programm deckt die Bereiche nationale Sicherheit, Unternehmenssicherheit und Sicherheit im Alltag. Das Themenspektrum ist breit gefächert und umfasst Führungssysteme des Krisenmanagements, Sicherheitsplanung für Produktionsprozesse der Industrie, Logistiksicherheit sowie die Sicherheit des Einzelnen unterstützende Systeme und Dienstleistungen.
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