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Gegenüber heute wird die Schule der Zukunft erhebliche Unterschiede aufweisen was Unterricht, Unterrichtstechnologie, Lernweisen und Lernumgebung anbelangt. Es ist nun an der Zeit, dass die Digital-Ära, die sozialen Medien und diversen Netzwerke auch in die Schulen einziehen. In Finnland wird die erste Schule der Zukunft im Jahr 2010 ihre Tore öffnen.
„Die Schule der Zukunft“ ist ein Entwicklungsvorhaben der nordfinnischen Stadt Oulu, das auf Schülerwissen und -können und auf Schulen abzielt, die den Anforderungen unseres Jahrtausends gerecht werden. Ausgangspunkt des Projektes ist der angestaute Wandlungsbedarf, denn das finnische Schulwesen hat sich in seinem Kern seit langem nicht verändert.
In der heutigen Digitalzeit bewegen sich die Kinder routiniert in den sozialen Medien, suchen sich Wissen zusammen, vernetzen sich und verändern so die Position des Schulwesens wie auch der Lehrer als Wissensträger“, erklären Projektleiter Pasi Mattila und sein Mitarbeiter Jukka Miettunen.
„Durch Niederreißen von Klassenzimmergrenzen in den verschiedenen Lernumgebungen und Nutzung von Technologien und neuen pädagogischen Ideen werden die Lernergebnisse weiter verbessert, die Schulinnovation gefördert und ein freundlicheres Schulklima geschaffen. Auch die gesellschaftlichen Aspekte und die Schul-Wellness sind wichtige Faktoren.“
Zahlreiche Veränderliche
Mit dem Vorhaben wird eine Veränderung der Arbeitskultur der finnischen Schulen durch Weiterentwicklung des Unterrichts- und Führungswesens, der unterrichtsunterstützenden Maßnahmen, der Lehrtechnologie und deren Anwendung sowie der Lernumgebungen und des Schulenbaus bezweckt.
„Die Umorientierung der Arbeitskultur erfordert ein Umstellungstraining als Vorbereitung, eine Revidierung der Einstellungen sowie neue Arbeitsweisen und gesellschaftliche Führung“, sagt Miettunen.
„Wir möchten die verschiedenen Akteure des Unternehmens- und des Forschungssektors dazu aufrufen, gemeinsam an der Entwicklung der Schule der Zukunft mitzuwirken. Für die Mitarbeit werden Hersteller von Einrichtungsgegenständen, Verlage, Anwendungsentwickler, Gerätehersteller, Systembetreiber sowie Architekten und sonstige Planer benötigt.“
Tomorrow´s Skills Today
Ein in Oulu im Stadtteil Ritaharju im Bau befindliches Mehrzweckgebäude wird eine der zwölf Schulen der Zukunft Finnlands beherbergen. Ausgewählt wurde die Schule aus 200 Bewerbern als Teil des weltweiten, unter Federführung von Microsoft laufenden „Innovative School“-Programms.
„Strategische Partnerschaft mit Unternehmen ist in der Welt des Unterrichts noch ein relativ neuer und befremdlicher Gedanke, an den man sich erst gewöhnen muss. Das Netzwerk und Modell von Microsoft sind dazu angetan, die Kluft zwischen Schulwelt und Unternehmenswelt überbrücken zu helfen und das Miteinander zu fördern“, formuliert Mattila.
Die Ritaharju-Schule soll eine „Schule mitten im Dorf“ werden, die gleichzeitig auch Räumlichkeiten für die gesamte Siedlungsgemeinschaft bietet. Die in der Nähe des Technologiedorfs Oulu und der Universität befindliche Schule wird auch für Forschungs- und Produktenwicklungszwecke, also als eine Art „Living Lab“ für Innovationen des Unterrichtswesens zur Verfügung stehen.
Die Stadt Oulu wurde mit ihrem Projekt „Schule der Zukunft“ und dem Thema „Tomorrow´s Skills Today“ zu der 2010 stattfindenden Weltausstellung „Better City, Better Life“ in Shanghai eingeladen.
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Finnische Schüler(innen) Spitzenklasse
Die Kompetenz der 15-Jährigen Finnlands in Naturwissenschaften, Mathematik und Lesen ist im internationalen Vergleich Spitzenklasse, geht aus den Ende vergangenen Jahres veröffentlichten Ergebnissen der PISA-Studie 2006 hervor.
Das finnische Ergebnis ist signifikant besser als das aller anderen an der Studie beteiligt gewesenen Länder und gleichzeitig die höchste Punktzahl, die jemals in dieser Untersuchung erreicht wurde. Auffallend ist die Gleichmäßigkeit des Kompetenzniveaus. Der Anteil der schwachen Schüler(innen) liegt in Finnland im Vergleich zu den anderen OECD-Ländern niedrig. Auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen sind mit die niedrigsten der Teilnehmerländer.
Das PISA-Programm ist eine alle drei Jahre stattfindende Erhebung über die Kompetenz der Jugendlichen. In die Studie von 2006 waren 155 finnische Schulen und fast 5300 finnische Schüler(innen) einbezogen.
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