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In Kürze 1/2008
 

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Jukka Ahtela
Direktor, Hauptverband der Finnischen Wirtschaft (EK)

Die große Zukunft des Dienstleistungssektors

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26.3.2008
 

 
 

Die zunehmende Bedeutung der Dienstleistungen als Motor der Wirtschaft wird allgemein anerkannt, repräsentieren sie doch zwei Drittel des Bruttosozialprodukts und der Arbeitsplätze der EU. So auch in Finnland, wo der Dienstleistungsbereich seit je in vieler Beziehung einen niedrigeren Entwicklungsgrad aufwies als im übrigen Europa. Bei der Beurteilung der Bedeutung dieses Sektors muss nun allerdings berücksichtigt werden, dass es oft unmöglich ist, Dienstleistungen und industrielle Aktivitäten voneinander zu unterscheiden. Bei vielen traditionellen Industrieunternehmen machen die den Kunden gebotenen Dienstleistungen heute einen deutlich größeren Anteil am Geschäftsvolumen aus als die Maschinen oder Anlagen.

Aus der Sicht des Business ist das Potenzial der Dienstleistungen gewaltig. Die Sozial- und Gesundheitsleistungen, die Ausbildung, die Energieversorgung, die Umweltleistungen, der Verkehr und das Finanzwesen sind nur einige Beispiele. Wenigstens ebenso bedeutsam sind die eigentlichen Business-Dienstleistungen (Wartung, Montage, IT, Consulting usw.), die sich außerdem durch eine besonders ausgeprägte internationale Dimension auszeichnen.

Bei Betrachtungen über Mittel zur Förderung des Dienstleistungsgeschäfts kann zwischen einer nationalen Ebene, einer EU-Ebene und einer globalen Ebene unterschieden werden. Auf nationaler Ebene spielt das vom öffentlichen Sektor gebotene Marktpotenzial eine beachtliche Rolle. Vor allem viele kommunale Dienstleistungen können heute effizienter und vielseitiger von Privatunternehmen geboten werden. Hier wäre verstärkte Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Unternehmen gefragt.

In der EU machen die Dienstleistungen nur rund 20 Prozent des Handels zwischen den Mitgliedsländern aus. Die Dienstleistungsmärkte in Europa sind ausgesprochen national. Die gegenwärtig in der Durchführungsphase stehende Dienstleistungsrichtlinie hatte ursprünglich die umfassende Beseitigung nationaler Beschränkungen und der auf Dienstleistungen gerichteten Bürokratie zum Ziel. Das verwässerte Endergebnis der Richtlinie war in dieser Beziehung eine Enttäuschung, bedeutete aber für die Mitgliedsländer immerhin ein nachdrückliches Signal und auch die Verpflichtung, die Reglementierung der Dienstleistungstätigkeit auf nationaler Ebene zu lockern.

Bei der Öffnung der weltweiten Dienstleistungsmärkte geht es darum, einheitliche, faire und prognostizierbare Spielregeln zu schaffen. Eine Schlüsselstellung kommt dabei der WTO zu, deren Bemühungen, die Doha-Runde zu Ende zu führen, sich gegenwärtig wieder in einer kritischen Phase befinden. Daneben muss die Dereglementierung der Dienstleistungen aber auch ein deutlicher Schwerpunkt in den von der EU geführten bilateralen Freihandelsverhandlungen sein.

 




 
 

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