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Design gepaart mit Benutzerfreundlichkeit

Um Innovationen in geschäftlichen Erfolg umzumünzen, wird mehr benötigt als nur technische Exzellenz. Dazu bedarf es auch eines hochklassiges Design- und Business-Know-hows. Sowie Traditionen wie auch Bereitschaft zur Erneuerung. Und natürlich Kreativität und Praxisnähe.

Gestalterische Kompetenz ergibt sich aus dem engen und tiefgreifenden Zusammenspiel von Design, Technologie und Marketing. In Finnland gilt Design als kreatives Kraftpotenzial und als Förderer der nationalen Wettbewerbsfähigkeit. Zudem ist man in Finnland stolz auf das heimische Design.

Design fördert Wettbewerbsfähigkeit

Bei internationalen Vergleichen ergab sich zwischen Design und Wettbewerbsfähigkeit eines Landes eine verblüffende Wechselwirkung: je wettbewerbsfähiger ein Land, desto größer die Designintensität.

Auch in Finnland wurde in letzter Zeit der Designfaktor verstärkt zur Steigerung der Wettbewerbfähigkeit eingesetzt. Das Design wird bewusst als ein Teil des nationalen Innovationssystems und seiner Erneuerung begriffen. Dies spiegelt sich auch in der Tätigkeit der Spitzenuniversitäten.

In vielen finnischen Unternehmen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass gezielter Einsatz von Formgebung die Wettbewerbsfähigkeit und den Absatz von Produkten, egal ob Waren oder Dienstleistungen, zu steigern vermag. Das Design ergänzt die technischen Eigenschaften des Produkts und macht es verständlich und begehrenswert. Design schafft Mehrwert für das Erzeugnis.

Vom Feuilleton auf die Wirtschaftsseiten

Finnland ist eine bedeutende Designnation, obwohl seine Bevölkerung nicht einmal ein Promille der Weltbevölkerung ausmacht. Das flexible Ausbildungssystem bringt talentierte Designer hervor, die kreative, analytische und systematische Teamarbeit gelernt haben. Die industriellen Formgeber leben in einem Umfeld, in dem das Design in den Zeitungen den Sprung vom Feuilleton auf die Wirtschaftsseiten geschafft hat.

Eine intensivierte Designforschung zielt auf neue Informationen und Know-how zur Steigerung der Innovationsfähigkeit des Landes ab. Die neue Designlandschaft wird durch Daten weiterentwickelt – das Design wird immer Know-how- und datenintensiver.

Erfahrung kombiniert mit Technologie

Die goldene Ära der finnischen Formgebung in den 1950-60er Jahren erregte weltweit großes Aufsehen. Damals etablierte sich der Begriff Skandinavisches Design, das in seinen Grundzügen vital weiterlebt: Funktionalität, Klarheit, Klarlinigkeit, Ehrlichkeit und Reduzierung der Formensprache.

Das finnische Design zeichnet sich durch eine konzise und naturnahe, sich ständig erneuernde und ideenreiche Formensprache aus. Sie setzt auf Funktionalität, ohne Emotionen zu vernachlässigen. Viele so entstandene Produkte und Dienstleistungen sind zugleich benutzerfreundlich und vermitteln Erlebnisse. Das Design lebt branchenübergreifend in Objekten wie Stoffen und Maschinen oder etwa in virtuellen Gestalten.

 

Aktualisiert 2006

 
 

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