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Das Bruttosozialprodukt Finnlands ist in den letzten fünf
Jahren um durchschnittlich rund drei Prozent jährlich
gewachsen. Etwa 2,5 Prozentpunkte davon sind der Verbesserung
der Produktivität zu verdanken, die denn auch zweifellos
die zentrale Quelle des wirtschaftlichen Wachstums ist, und
deren Bedeutung in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird.
Die starken Jahrgänge Finnlands erreichen früher
als diejenigen im übrigen Europa das Rentenalter. In
den nächsten zwanzig Jahren wird sich die Zahl der Pensionäre
beträchtlich erhöhen, während sich gleichzeitig
die den Arbeitsmärkten zur Verfügung stehende Bevölkerung
reduziert. Der Arbeitsmarkt verliert jährlich mehr Menschen
als Nachwuchs nachrückt. Die Alterung der Bevölkerung
bringt somit zwei Herausforderungen mit sich: Erstens, die
öffentlichen Ausgaben werden schneller als bisher zunehmen,
und das lässt sich nur durch zügiges Wirtschaftswachstum
finanzieren, und zweitens, das geringere Angebot an Arbeitskräften
beeinträchtigt unweigerlich auch die Wachstumsmöglichkeiten
der Wirtschaft. Produktivitätssteigerung wird also zu
einem immer wichtigeren Faktor.
Qualität ist wichtiger als Quantität
Wie lässt sich nun zukünftig weiterer Produktivitätsanstieg
erreichen? Laut Definition bessert sich die Produktivität
dann, wenn mit dem gleichen Arbeitsaufwand mehr erreicht wird.
Produktivitätssteigerung bedeutet nicht, dass wir mehr
oder schneller arbeiten müssten. Es geht vielmehr vor
allem darum, dass wir nach und nach Dinge besser zu machen
in der Lage sind, weil wir dank der technologischen Entwicklung
über bessere und leistungsfähigere Arbeitsmittel
- zum Beispiel Computer - verfügen, kompetenter sind,
intelligenter handeln und auch lernen, die Arbeit immer rationeller
zu gestalten.
Mit Hokuspokus lässt sich die Produktivität nicht
erhöhen. Die technologische Entwicklung, das Anheben
des Ausbildungs- und Kompetenzniveaus der Bevölkerung
und die Verbreiterung der Ausbildungsbasis nehmen eine Schlüsselrolle
ein. Das Ausbildungsniveau der Finnen ist in den letzten Jahrzehnten
geradezu hochgeschnellt, und ein Ende dieses Trends ist noch
nicht abzusehen. Es erscheint heute unglaublich, dass noch
Anfang der 1970er Jahre nur die knappe Hälfte der 20-
bis 30-Jährigen und lediglich ein Fünftel der über
40-Jährigen eine Mittelstufenausbildung hatte. Im Jahr
2000 waren es bereits mehr als 80 Prozent der unter 40-Jährigen!
Im gleichen Zeitraum erhöhte sich in dieser Altersklasse
der Anteil der Schulabgänger mit Abitur von 20 auf 55
Prozent und der Anteil der Hochschulabsolventen von 10 auf
ungefähr 30 Prozent. Die auf die Arbeitsmärkte drängende
junge Generation hat im Schnitt ein beträchtlich höheres
Bildungsniveau als die in den Ruhestand gehenden starken Jahrgänge.
Es bestehen also gute Voraussetzungen für weiteren kräftigen
Anstieg der Produktivität auch in Zukunft.
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Die wichtigsten volkswirtschaftlichen Variablen
gegenüber dem Vorjahr
%, Medianwert, 31.8.-8.10.2007 (P=Prognose)
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2007P
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2008P
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BIP
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4,3
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3,1
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Import
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4,5
|
5,0
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Export
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6,2
|
5,0
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Privater Konsum
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3,6
|
3,0
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Öffentlicher Konsum
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1,3
|
1,5
|
|
Investitionen
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5,0
|
3,9
|
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Inflation
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2,5
|
2,8
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Industrieproduktion
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6,2
|
4,4
|
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Bäschäftigungsgrad
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6,8
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6,4
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