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Produktivitätssteigerung - der Schlüssel zu mehr Wohlstand

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17.12.2007
 

 
 


Das Bruttosozialprodukt Finnlands ist in den letzten fünf Jahren um durchschnittlich rund drei Prozent jährlich gewachsen. Etwa 2,5 Prozentpunkte davon sind der Verbesserung der Produktivität zu verdanken, die denn auch zweifellos die zentrale Quelle des wirtschaftlichen Wachstums ist, und deren Bedeutung in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Die starken Jahrgänge Finnlands erreichen früher als diejenigen im übrigen Europa das Rentenalter. In den nächsten zwanzig Jahren wird sich die Zahl der Pensionäre beträchtlich erhöhen, während sich gleichzeitig die den Arbeitsmärkten zur Verfügung stehende Bevölkerung reduziert. Der Arbeitsmarkt verliert jährlich mehr Menschen als Nachwuchs nachrückt. Die Alterung der Bevölkerung bringt somit zwei Herausforderungen mit sich: Erstens, die öffentlichen Ausgaben werden schneller als bisher zunehmen, und das lässt sich nur durch zügiges Wirtschaftswachstum finanzieren, und zweitens, das geringere Angebot an Arbeitskräften beeinträchtigt unweigerlich auch die Wachstumsmöglichkeiten der Wirtschaft. Produktivitätssteigerung wird also zu einem immer wichtigeren Faktor.

Qualität ist wichtiger als Quantität

Wie lässt sich nun zukünftig weiterer Produktivitätsanstieg erreichen? Laut Definition bessert sich die Produktivität dann, wenn mit dem gleichen Arbeitsaufwand mehr erreicht wird. Produktivitätssteigerung bedeutet nicht, dass wir mehr oder schneller arbeiten müssten. Es geht vielmehr vor allem darum, dass wir nach und nach Dinge besser zu machen in der Lage sind, weil wir dank der technologischen Entwicklung über bessere und leistungsfähigere Arbeitsmittel - zum Beispiel Computer - verfügen, kompetenter sind, intelligenter handeln und auch lernen, die Arbeit immer rationeller zu gestalten.

Mit Hokuspokus lässt sich die Produktivität nicht erhöhen. Die technologische Entwicklung, das Anheben des Ausbildungs- und Kompetenzniveaus der Bevölkerung und die Verbreiterung der Ausbildungsbasis nehmen eine Schlüsselrolle ein. Das Ausbildungsniveau der Finnen ist in den letzten Jahrzehnten geradezu hochgeschnellt, und ein Ende dieses Trends ist noch nicht abzusehen. Es erscheint heute unglaublich, dass noch Anfang der 1970er Jahre nur die knappe Hälfte der 20- bis 30-Jährigen und lediglich ein Fünftel der über 40-Jährigen eine Mittelstufenausbildung hatte. Im Jahr 2000 waren es bereits mehr als 80 Prozent der unter 40-Jährigen! Im gleichen Zeitraum erhöhte sich in dieser Altersklasse der Anteil der Schulabgänger mit Abitur von 20 auf 55 Prozent und der Anteil der Hochschulabsolventen von 10 auf ungefähr 30 Prozent. Die auf die Arbeitsmärkte drängende junge Generation hat im Schnitt ein beträchtlich höheres Bildungsniveau als die in den Ruhestand gehenden starken Jahrgänge. Es bestehen also gute Voraussetzungen für weiteren kräftigen Anstieg der Produktivität auch in Zukunft.


Die wichtigsten volkswirtschaftlichen Variablen gegenüber dem Vorjahr
%, Medianwert, 31.8.-8.10.2007 (P=Prognose)

 

2007P

2008P

BIP

4,3

3,1

Import

4,5

5,0

Export

6,2

5,0

Privater Konsum

3,6

3,0

Öffentlicher Konsum

1,3

1,5

Investitionen

5,0

3,9

Inflation

2,5

2,8

Industrieproduktion

6,2

4,4

Bäschäftigungsgrad

6,8

6,4

 



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