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Außergewöhnlich unsichere Perspektiven der Weltwirtschaft

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4.12.2002
 

 
 

Die Weltwirtschaft begann sich Anfang dieses Jahres zu beleben, angeführt von den USA, wo nach langer ununterbrochener Talfahrt die Industrieproduktion anzusteigen begann und dabei auch die Industrie von Euroland mitzog. Allerdings währte der Aufschwung nur ein halbes Jahr, und in den letzten Monaten hat sich das Volumen der Industrieproduktion wieder etwas verringert. Die Situation ist heikel. Schon allein die Ungewissheit darüber, ob die USA in Irak angreifen werden oder nicht, veranlasst Unternehmen und Haushalte zur Vorsicht, macht Voraussagen über die zukünftige Entwicklung schwierig und sorgt für unruhige Finanzmärkte. Diese vermehrte Unsicherheit verzögert die Belebung der globalen Wirtschaft. Ein Krieg könnte die Weltwirtschaft in eine neue Rezession stürzen.

In Finnland wieder schwächere Konjunkturerwartungen der Industrie

Die Entwicklung der finnischen Wirtschaft im ersten Halbjahr ging konform mit den Erwartungen. Export und Industrieproduktion begannen zu wachsen, die Gesamtproduktion im zweiten Quartal um 2,5 Prozent, gemessen am entsprechenden Vorjahresvolumen. Im Herbst schien beim Wachstum der Ausfuhr und der Industrieproduktion eine Phase der Stagnation erreicht. Noch im dritten Quartal stieg die Gesamtproduktion wahrscheinlich um ca. 2 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresvolumen. Das vom Finnischen Industrie- und Arbeitgeberverband (TT) im November veröffentlichte Konjunkturbarometer verheißt wenig Gutes für das letzte Quartal dieses und das erste Quartal kommenden Jahres. Die Industrieunternehmen konnten ihre Auftragsbücher nicht im erhofften Maße füllen und mussten ihre im August noch hohen Markterwartungen inzwischen zurückschrauben.

Wirtschaftswachstum Finnlands 2003 schwächer als bisher prognostiziert

Laut Prognose des Finnischen Instituts für Wirtschaftsforschung (ETLA) wird sich in Finnland das Wachstum der Gesamtproduktion im Jahr 2003 auf 2,5 bis 3 Prozent und damit deutlich langsamer als früher geschätzt beschleunigen. Die Elektronikindustrie wirkt weiterhin als Exportlokomotive. Der Export der übrigen Branchen wird infolge schwach bleibender Nachfrage nur langsam zunehmen. Wegen der ungewissen wirtschaftlichen Aussichten erhöhen sich auch die Investitionen nur mäßig. Die Haushalte sind, was ihre eigene Wirtschaft anbelangt, weiterhin recht zuversichtlich, was auf eine kräftige Zunahme des privaten Verbrauchs hoffen lässt. Bei der Verringerung der Arbeitslosenzahl ist vorläufig ein Stillstand eingetreten.

 

Die wichtigsten volkswirtschaftlichen Variablen gegenüber dem Vorjahr
%, Etla-Schätzung, Dezember 2002 (P=Prognose)
  2001 2002 2003
BIP 0,7 1,7 2,7
Import 0,1 -1,0 3,8
Export -2,2 1,6 3,7
Privater Konsum 1,1 2,4 2,9
Öffentlicher Konsum 2,1 1,5 1,0
Privatinvestitionen 4,6 -2,8 2,9
Öffentliche Investitionen 0,8 0,0 0,0
Inflation 2,6 1,7 1,9
Industrieproduktion -0,5 2,1 3,1
Bäschäftigungsgrad 9,1 9,2 9,3


>> www.etla.fi

 

 
 


 

 
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