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Die Weltwirtschaft begann sich Anfang dieses Jahres zu beleben,
angeführt von den USA, wo nach langer ununterbrochener
Talfahrt die Industrieproduktion anzusteigen begann und dabei
auch die Industrie von Euroland mitzog. Allerdings währte
der Aufschwung nur ein halbes Jahr, und in den letzten Monaten
hat sich das Volumen der Industrieproduktion wieder etwas
verringert. Die Situation ist heikel. Schon allein die Ungewissheit
darüber, ob die USA in Irak angreifen werden oder nicht,
veranlasst Unternehmen und Haushalte zur Vorsicht, macht Voraussagen
über die zukünftige Entwicklung schwierig und sorgt
für unruhige Finanzmärkte. Diese vermehrte Unsicherheit
verzögert die Belebung der globalen Wirtschaft. Ein Krieg
könnte die Weltwirtschaft in eine neue Rezession stürzen.
In Finnland wieder schwächere Konjunkturerwartungen
der Industrie
Die Entwicklung der finnischen Wirtschaft im ersten Halbjahr
ging konform mit den Erwartungen. Export und Industrieproduktion
begannen zu wachsen, die Gesamtproduktion im zweiten Quartal
um 2,5 Prozent, gemessen am entsprechenden Vorjahresvolumen.
Im Herbst schien beim Wachstum der Ausfuhr und der Industrieproduktion
eine Phase der Stagnation erreicht. Noch im dritten Quartal
stieg die Gesamtproduktion wahrscheinlich um ca. 2 Prozent
gegenüber dem entsprechenden Vorjahresvolumen. Das vom
Finnischen Industrie- und Arbeitgeberverband (TT) im November
veröffentlichte Konjunkturbarometer verheißt wenig
Gutes für das letzte Quartal dieses und das erste Quartal
kommenden Jahres. Die Industrieunternehmen konnten ihre Auftragsbücher
nicht im erhofften Maße füllen und mussten ihre
im August noch hohen Markterwartungen inzwischen zurückschrauben.
Wirtschaftswachstum Finnlands 2003 schwächer als
bisher prognostiziert
Laut Prognose des Finnischen Instituts für Wirtschaftsforschung
(ETLA) wird sich in Finnland das Wachstum der Gesamtproduktion
im Jahr 2003 auf 2,5 bis 3 Prozent und damit deutlich langsamer
als früher geschätzt beschleunigen. Die Elektronikindustrie
wirkt weiterhin als Exportlokomotive. Der Export der übrigen
Branchen wird infolge schwach bleibender Nachfrage nur langsam
zunehmen. Wegen der ungewissen wirtschaftlichen Aussichten
erhöhen sich auch die Investitionen nur mäßig.
Die Haushalte sind, was ihre eigene Wirtschaft anbelangt,
weiterhin recht zuversichtlich, was auf eine kräftige
Zunahme des privaten Verbrauchs hoffen lässt. Bei der
Verringerung der Arbeitslosenzahl ist vorläufig ein Stillstand
eingetreten.
Die wichtigsten volkswirtschaftlichen Variablen
gegenüber dem Vorjahr
%, Etla-Schätzung, Dezember 2002 (P=Prognose) |
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2001 |
2002 |
2003 |
| BIP |
0,7 |
1,7 |
2,7 |
| Import |
0,1 |
-1,0 |
3,8 |
| Export |
-2,2 |
1,6 |
3,7 |
| Privater Konsum |
1,1 |
2,4 |
2,9 |
| Öffentlicher Konsum |
2,1 |
1,5 |
1,0 |
| Privatinvestitionen |
4,6 |
-2,8 |
2,9 |
| Öffentliche Investitionen |
0,8 |
0,0 |
0,0 |
| Inflation |
2,6 |
1,7 |
1,9 |
| Industrieproduktion |
-0,5 |
2,1 |
3,1 |
| Bäschäftigungsgrad |
9,1 |
9,2 |
9,3 |
>>
www.etla.fi

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