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Der auch als Nobelpreis der Papierindustrie bezeichnete
hoch geschätzte Marcus-Wallenberg-Preis geht nun bereits
zum zweiten Mal in Folge nach Finnland, diesmal an Paul Olof
Meinander, Geschäftsführer der Firma POM Technology
Oy. Die mit rund 218 000 Euro dotierte Auszeichnung wird diesmal
für eine Innovation verliehen, die die Wasserkreisläufe
der Papiermaschine reduziert, die Emissionen verringert und
zudem Energie spart.
Die von Meinander entwickelte Innovation, das POM System,
erlaubt eine erheblich kleinere Baugröße und eine
einfachere Konstruktion der Nasspartie als bisher. Die Wasserkreisläufe
und damit die zu behandelnden Wassermengen können gegenüber
dem heutigen Niveau um 70 bis 90 Prozent reduziert werden.
Mit Einsatz dieser Innovation wird der gesamte Papierfabrikationsprozess
hochgradig stabil, ist leichter unter Kontrolle zu halten
und außerdem sauberer. Auch die Runnability, die Papierqualität
erfahren eine Verbesserung. Die Beschleunigung des Sortenwechsels
in der Papiermaschine bringt erhebliche Kosteneinsparungen
bei gleichzeitiger Zunahme der Produktionskapazität.
In Fachkreisen wird diese Neuerung als seit langem erste
wirklich echte Papiermaschinenerfindung bezeichnet. Ein
kleines, sauberes und behendes System, das die Probleme beseitigt,
die von einer großen Anlage verursacht werden"
- so charakterisiert Paul Olof Meinander seine Erfindung.
In 25 Objekten im Einsatz
Die Innovation ist in der Papierindustrie als Alternative
zu den bisherigen Lösungen akzeptiert und steht bereits
in 25 Objekten in Europa, Asien und Nordamerika im Produktionseinsatz.
Die erste Anwendung erfolgte in den deutschen Werken Albbruck
des finnischen Myllykoski-Konzerns.
Vergeben wird der mit zwei Millionen Schwedenkronen dotierte
Preis von der unabhängigen Marcus-Wallenberg-Stiftung
zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in der
Papierindustrie nun bereits zum 21. Mal. König Carl XVI.
Gustav wird ihn im Herbst 2004 im Rahmen eines Festakts in
Stockholm überreichen.
Im vergangenen Jahr ging diese Auszeichnung für eine
Innovation zur Förderung der Umwelt- und Kosteneffizienz
in der Zellstoffindustrie an eine Forschungsgruppe, der die
finnischen Wissenschaftler(innen) Johanna Buchert, Maija Tenkanen
und Tapani Vuorinen und die Schwedin Anita Teleman angehörten.


>>
www.pom.fi
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