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Wallenberg-Preis geht abermals an Finnland
Papierherstellung mit immer weniger Wasser

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1.3.2004
 

 
 

Der auch als Nobelpreis der Papierindustrie bezeichnete hoch geschätzte Marcus-Wallenberg-Preis geht nun bereits zum zweiten Mal in Folge nach Finnland, diesmal an Paul Olof Meinander, Geschäftsführer der Firma POM Technology Oy. Die mit rund 218 000 Euro dotierte Auszeichnung wird diesmal für eine Innovation verliehen, die die Wasserkreisläufe der Papiermaschine reduziert, die Emissionen verringert und zudem Energie spart.

Die von Meinander entwickelte Innovation, das POM System, erlaubt eine erheblich kleinere Baugröße und eine einfachere Konstruktion der Nasspartie als bisher. Die Wasserkreisläufe und damit die zu behandelnden Wassermengen können gegenüber dem heutigen Niveau um 70 bis 90 Prozent reduziert werden.

Mit Einsatz dieser Innovation wird der gesamte Papierfabrikationsprozess hochgradig stabil, ist leichter unter Kontrolle zu halten und außerdem sauberer. Auch die Runnability, die Papierqualität erfahren eine Verbesserung. Die Beschleunigung des Sortenwechsels in der Papiermaschine bringt erhebliche Kosteneinsparungen bei gleichzeitiger Zunahme der Produktionskapazität.

In Fachkreisen wird diese Neuerung als seit langem erste wirklich echte Papiermaschinenerfindung bezeichnet. „Ein kleines, sauberes und behendes System, das die Probleme beseitigt, die von einer großen Anlage verursacht werden" - so charakterisiert Paul Olof Meinander seine Erfindung.

In 25 Objekten im Einsatz

Die Innovation ist in der Papierindustrie als Alternative zu den bisherigen Lösungen akzeptiert und steht bereits in 25 Objekten in Europa, Asien und Nordamerika im Produktionseinsatz. Die erste Anwendung erfolgte in den deutschen Werken Albbruck des finnischen Myllykoski-Konzerns.

Vergeben wird der mit zwei Millionen Schwedenkronen dotierte Preis von der unabhängigen Marcus-Wallenberg-Stiftung zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in der Papierindustrie nun bereits zum 21. Mal. König Carl XVI. Gustav wird ihn im Herbst 2004 im Rahmen eines Festakts in Stockholm überreichen.

Im vergangenen Jahr ging diese Auszeichnung für eine Innovation zur Förderung der Umwelt- und Kosteneffizienz in der Zellstoffindustrie an eine Forschungsgruppe, der die finnischen Wissenschaftler(innen) Johanna Buchert, Maija Tenkanen und Tapani Vuorinen und die Schwedin Anita Teleman angehörten.

Sonstige links:

>> www.pom.fi

 

 
 


Das POM System ermöglicht eine erheblich kleinere Baugröße und eine einfachere Konstruktion der Papiermaschinen-Nasspartie und damit eine beträchtliche Verringerung der erforderlichen Wassermengen.

 

 
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