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Hilft die Technologie bei der Erledigung alltäglicher
Dinge, bei der Erholung, der Informationsbeschaffung und der
Nutzung von Dienstleistungen, so zeigen auch Senioren Interesse
dafür. In Zukunft wird der weitaus größte
Teil der über 60-Jährigen routiniert die vom Computer
gebotenen Möglichkeiten nutzen.
Das Technische Forschungszentrum von Finnland (VTT) hat zusammen
mit Kooperationspartnern für Senioren den Prototyp eines
im Internet und im digitalen Fernsehen funktionierenden Net-Service
entwickelt. Die leicht zu nutzenden Dienste unterstützen
Senioren bei ihren täglichen Erledigungen und beim Kontakthalten
zum Beispiel zu Angehörigen und Freunden.
"Unsere Untersuchung zeigte eindeutig, dass die Menschen
vorgerückten Alters an den von der neuen Technologie
gebotenen Möglichkeiten interessiert sind, besonders
wenn sie dadurch in ihrem selbständigen Leben, beim Treffen
von Entscheidungen, beim Wohnen in den eigenen vier Wänden
und überhaupt in der Nutzung von Dienstleistungen unterstützt
werden", sagt Tuula Petäkoski-Hult, wissenschaftliche
Mitarbeiterin bei VTT.
Zunehmende Nachfrage
Bei dem von VTT entwickelten Schnittstellenkonzept fanden
die Bedürfnisse und die Handlungsfähigkeit alternder
Menschen weitgehende Berücksichtigung. Besonders ist,
so Frau Petäkoski-Hult, der Wechselwirkung zwischen Mensch
und Computer und den mit der Nutzung von Diensten verbundenen
Anforderungen Beachtung zu schenken:
"Bei der Planung der Schnittstellen und der Inhalte
der Dienste muss die individuelle, physische, psychische und
soziale Handlungsfähigkeit der Menschen in Rechnung gestellt
werden. Für fast alle lässt sich ein passender Modus
der Computerbenutzung und damit der Inanspruchnahme von Diensten
finden."
Speziell für Senioren konzipierte Net-Dienste gibt es
heute noch kaum. "Als ich vor zwei Jahren auf einer Gerontechnologie-Konferenz
in Miami die Ziele unseres Projektes darlegte, wurde von anderer
Seite nichts Entsprechendes zur Sprache gebracht."
Zwar liegen noch keine Nachfrageuntersuchungen vor, aber
die bisherigen Reaktionen lassen auf Bedarf schließen.
"Wir rechnen mit wachsendem Interesse, denn alternde
Menschen wollen möglichst lange in ihrer eigenen Wohnung,
in vertrauter Umgebung leben. Die Technologie kann sie dabei
unterstützen und neue Inhalte und Alternativen in ihr
Leben und ihre Hobbys bringen. Die Nachfrage wird hier zu
Lande wie auch anderswo wachsen", prophezeit Frau Petäkoski-Hult.


>>
www.vtt.fi
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