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Finnland hat eine lange Tradition

Mehr Bioenergie erforderlich

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10.11.2006
 

 
 

Neben der Kernkraft ist die Bioenergie ein wichtiges Mittel, dem wachsenden Strombedarf und den zunehmend schärferen Klimaforderungen zu entsprechen. Die Europäische Kommission hat denn auch das Ziel gesetzt, den Einsatz von regenerativer Energie und von Bioenergie bis zum Jahr 2010 zu verdoppeln.

In den europäischen Ländern entfallen gegenwärtig im Durchschnitt rund fünf Prozent der Energieerzeugung auf Bioenergie. In Finnland geschieht ein Fünftel der Strom- und Wärmeerzeugung auf der Basis von Biobrennstoffen, denn diese fallen in der Papier- und Holzindustrie wie auch in der Waldwirtschaft in reichlichem Maße als Nebenprodukte an.

"Da die Papierfabriken vom Holz nur die Zellulose nutzen, stehen die restlichen Bestandteile wie auch der Schlagabraum zur Nutzung im Chemikalienkreislauf der Zellstoffwerke und in der sonstigen Energieerzeugung zur Verfügung. Das hat in Finnland eine Menge mit Bioenergie verbundene Industrie und Forschung ins Leben gerufen", erklärt Kai Sipilä, Forschungsprofessor im Technischen Forschungszentrum von Finnland (VTT).

Bioenergie erweckt Hoffnungen

Das von der EU finanzierte Network of Excellence zielt auf die Verdichtung und Beschleunigung der auf die einzelnen Länder verstreuten Bioenergie-Forschung. In diesem Kompetenznetz wirken acht europäische Länder und rund 150 Wissenschaftler. Organisiert wird das nun seit drei Jahren bestehende Netz vom VTT aus Finnland.

Die Forscher blicken hoffnungsvoll auf die Bioenergie. Prof. Sipilä ist überzeugt, dass Finnland zukünftig die Biobrennstoffe auch stärker kommerziell nutzen wird und weist besonders auf das große Interesse an Biotreibstoffen hin.

"Mit zunehmendem Einsatz Grünen Stroms und Grüner Brennstoffe wachsen natürlich die Märkte. Auch der Emissionshandel hat die Stellung der Bioenergie günstig beeinflusst. Daraus könnten sich für die Forst- und Energiecluster neue Geschäftsmöglichkeiten in Europa wie auch weltweit ergeben.

Es geht nun vorrangig darum, die Forschungsarbeit noch effizienter zu gestalten, die europäische Forschungszusammenarbeit zu erweitern und die Nutzanwendung der Ergebnisse zu beschleunigen. Ein breiter Mehreinsatz von Bioenergie hätte beträchtliche positive Auswirkungen auf die Bremsung des Klimawandels, die Entwicklungsmöglichkeiten der Holz verarbeitenden Industrie, die energetische Nutzung von Feldpflanzen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze", unterstreicht Prof. Sipilä.



>> www.vtt.fi

 

 
 


 

 
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