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Neben der Kernkraft ist die Bioenergie ein wichtiges Mittel,
dem wachsenden Strombedarf und den zunehmend schärferen
Klimaforderungen zu entsprechen. Die Europäische Kommission
hat denn auch das Ziel gesetzt, den Einsatz von regenerativer
Energie und von Bioenergie bis zum Jahr 2010 zu verdoppeln.
In den europäischen Ländern entfallen gegenwärtig
im Durchschnitt rund fünf Prozent der Energieerzeugung
auf Bioenergie. In Finnland geschieht ein Fünftel der
Strom- und Wärmeerzeugung auf der Basis von Biobrennstoffen,
denn diese fallen in der Papier- und Holzindustrie wie auch
in der Waldwirtschaft in reichlichem Maße als Nebenprodukte
an.
"Da die Papierfabriken vom Holz nur die Zellulose nutzen,
stehen die restlichen Bestandteile wie auch der Schlagabraum
zur Nutzung im Chemikalienkreislauf der Zellstoffwerke und
in der sonstigen Energieerzeugung zur Verfügung. Das
hat in Finnland eine Menge mit Bioenergie verbundene Industrie
und Forschung ins Leben gerufen", erklärt Kai Sipilä,
Forschungsprofessor im Technischen Forschungszentrum von Finnland
(VTT).
Bioenergie erweckt Hoffnungen
Das von der EU finanzierte Network of Excellence zielt auf
die Verdichtung und Beschleunigung der auf die einzelnen Länder
verstreuten Bioenergie-Forschung. In diesem Kompetenznetz
wirken acht europäische Länder und rund 150 Wissenschaftler.
Organisiert wird das nun seit drei Jahren bestehende Netz
vom VTT aus Finnland.
Die Forscher blicken hoffnungsvoll auf die Bioenergie. Prof.
Sipilä ist überzeugt, dass Finnland zukünftig
die Biobrennstoffe auch stärker kommerziell nutzen wird
und weist besonders auf das große Interesse an Biotreibstoffen
hin.
"Mit zunehmendem Einsatz Grünen Stroms und Grüner
Brennstoffe wachsen natürlich die Märkte. Auch der
Emissionshandel hat die Stellung der Bioenergie günstig
beeinflusst. Daraus könnten sich für die Forst-
und Energiecluster neue Geschäftsmöglichkeiten in
Europa wie auch weltweit ergeben.
Es geht nun vorrangig darum, die Forschungsarbeit noch effizienter
zu gestalten, die europäische Forschungszusammenarbeit
zu erweitern und die Nutzanwendung der Ergebnisse zu beschleunigen.
Ein breiter Mehreinsatz von Bioenergie hätte beträchtliche
positive Auswirkungen auf die Bremsung des Klimawandels, die
Entwicklungsmöglichkeiten der Holz verarbeitenden Industrie,
die energetische Nutzung von Feldpflanzen und die Schaffung
neuer Arbeitsplätze", unterstreicht Prof. Sipilä.


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www.vtt.fi
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