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In Finnland wurde im April eine neue Regierung gebildet.
Das zweite Kabinett von Ministerpräsident Matti Vanhanen
ist Finnlands 70. Regierung.
Die neue Regierung - ein Mehrheitskabinett - wird von der
Zentrumspartei, der Nationalen Volkspartei, den Grünen
und der Schwedischen Volkspartei gestellt und umfasst insgesamt
20 Minister.
Vereinigende Punkte des blau-grünen Regierungsprogramms
sind: Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur, Verantwortung
und Freiheit, Fürsorge und Anspornung sowie Bildung und
Kompetenz.
Mehr Arbeitskräfte
Mit ihrer Politik will die neue Regierung durch Steigerung
der Produktivität und der Beschäftigung das Wachstum
der Wirtschaft fördern. Voraussetzung dafür sind
Verbesserungen beim Arbeitskräfteangebot, bei der Kompetenz
und der Innovativität sowie eine Erneuerung wirtschaftlicher
Strukturen.
Die Regierung arbeitet zielstrebig hin auf eine Zunahme des
Arbeitskräfteangebots, auf ein besseres Zueinanderfinden
von Arbeitskräfteangebot und -nachfrage und auf nachhaltige
Senkung der Arbeitslosigkeit auf ein Niveau unter fünf
Prozent. Während der Regierungsperiode sollen 80 000
bis 100 000 neue Jobs geschaffen werden.
Die Regierung wird auch vermehrte Anstrengungen zur Verbesserung
der Voraussetzungen für unternehmerische Tätigkeit
und zur Schaffung einer noch günstigeren Basis für
privatwirtschaftliche Firmen unternehmen. Finnland soll zum
weltweit besten Umfeld für Unternehmertum und Innovationstätigkeit
werden.
Innovationen im Visier
Die Regierung wird das Innovationssystem reformieren und
ihm zusätzliche Ressourcen zuführen. Das Hauptgewicht
wird auf der Ausbildungs-, Forschungs- und Technologiepolitik
liegen. Neben den Technologie-Innovationen soll auch die Bedeutung
der Geschäfts-, Design- und Organisations-Innovationen
eine Betonung erfahren.
Ziel ist es, den Anteil der F&E-Finanzierung im Laufe
der Legislaturperiode auf vier Prozent des BIP aufzustocken.
Dabei soll besonders der Dienstleistungssektor zusätzliche
Mittel erhalten.
Laut Regierungsprogramm hat Finnland Möglichkeiten,
u.a. im Bereich Umwelttechnologie als starker internationaler
Akteur zu wirken. Um dies zu sichern, wird in die F&E-Tätigkeit
und die kommerzielle Förderung auf dem Gebiet der erneuerbaren
Energie und sonstiger Umwelttechnologien investiert.


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