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Existenzbedingung der Forstindustrie:
Erschließung neuer Faserquellen

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01.10.2007
 

 
 

Die Papierindustrie benötigt neben dem Holz neue Rohstoffe. Der Forstkonzern UPM stellt gegenwärtig in seinem Forschungszentrum in Asien Untersuchungen über Stroh, Schilf und Bambus als Faserlieferanten an.

„Die Sicherung der Verfügbarkeit des für die Halbstoff- und Papierherstellung benötigten Rohstoffs ist für die Zukunft der Forstindustrie eine Existenzbedingung", betont Forschungs- und Entwicklungsdirektor Pekka Hurskainen.

Die Papierindustrie Chinas ist in starkem Wachstum begriffen. Heute wird bereits jede dritte Papiermaschineninvestition der Welt in China getätigt, das im vergangenen Jahr auf einen Papier- und Kartonausstoß von 68 Millionen Tonnen kam.

Als bedeutendster Engpass der Produktion dort ist die Rohstoffversorgung zu nennen. Da das Land nicht über ausreichende Holzbestände verfügt, werden bereits jetzt jährlich über 12 Millionen Tonnen non-wood-Fasern für die Papierherstellung eingesetzt, d.h. es handelt sich dabei um eine beachtliche Rohstoffquelle für die dortige Forstindustrie.

UPM hat sein Asiatisches Forschungszentrum in Changhu, China, gegründet um sich besser mit neuen Rohstoffen wie Stroh, Schilf und Bambus vertraut zu machen.

In zwei Jahren konkrete Ergebnisse

Hauptziel der dortigen Forschungsarbeit ist es, technisch und wirtschaftlich funktionierende Lösungen zu finden, mit denen sich neue Faserarten unter Einsatz moderner Technologie besser als bisher für die Halbstoffherstellung nutzen lassen.

Die in China gegenwärtig in Betrieb befindlichen „Strohpapierfabriken" sind klein und veraltet und außerdem schlimme Umweltverschmutzer. Eine Herausforderung auf dem Gebiet der neuen Fasertechnik besteht u.a. darin, zu klären, wie sich das Silikat der verschiedenen Schilfarten eliminieren lässt und die Fasern in schnellen Papiermaschinen zum „Funktionieren" gebracht werden können.

„Einschlägige Untersuchungen laufen bei uns da seit zwei Jahren, und in zwei bis drei Jahren erwarten wir konkrete Ergebnisse", berichtet Hurskainen.

Ein bemerkenswerter Durchbruch

Im Forschungsprogramm von UPM wird örtliches chinesisches Know-how mit finnischer Papierherstellungskompetenz kombiniert. Das Forschungszentrum Asien ist u.a. mit chinesischen Universitäten eng vernetzt.

„Unser dortiges Forschungszentrum ist die erste bedeutende von einem ausländischen Forstkonzern betriebene, auf diesem Sektor tätige Forschungsstätte in Asien", sagt Hurskainen.

UPM betreibt auch in Finnland, Deutschland und den USA Forschungsarbeit, die von dem asiatischen Zentrum gute Unterstützung erfährt.

 



>> www.upm-kymmene.com

 

 
 

UPM-Kymmene
Das UPM-Forschungszentrum Asien stellt Untersuchungen über die Faserstoffgewinnung aus Stroh, Schilf und Bambus an und hilft so mit, den steigenden Bedarf an non-wood-Fasern zu decken.

 

 
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