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Die Firma Tikkurila hat ein neues auf Aushärten durch
UV-Licht basierendes Oberflächenbehandlungsverfahren
entwickelt. Das mit dem Innovationspreis ausgezeichnete Verfahren
ersetzt in der Möbelindustrie bisher verwendete lösemittelbasierte
Beschichtungsstoffe.
Das System umfasst UV-härtende wasserbasiert Beschichtungsstoffe,
eine Spritzkabine mit Overspray-Rückgewinnung und eine
neuartige UV-Härtungsanlage für dreidimensionale
Gegenstände. Das Aushärten des Wasserlackes geschieht
in einem sauerstofffreien, mit Kohlendioxid gefüllten
Ofen.
Als Vorteile dieses wirtschaftlichen Verfahrens sind u.a.
zu nennen: hohe Oberflächenqualität, niedriger Energie-
und CO2-Verbrauch, geringe Emissionen flüchtiger organischer
Verbindungen und fast abfallfreie Produktion.
Zeit- und Geldeinsparung
"Mit dem Verfahren lassen sich 40 bis 50 Prozent Material-
und Abfallentsorgungskosten einsparen", erklärt
Kari Soljamo, Leiter Produktentwicklung bei Tikkurila. "Die
Investitionskosten liegen niedrig, denn die Spritzkabine und
die Härtungsanlage können in bereits vorhandene
Produktionslinien eingebaut werden."
Dank diesem Verfahren reduzieren sich die Spritzverluste,
denn der Großteil des Oversprays wird aufgefangen und
wiederverwendet. "Trafen beim herkömmlichen Verfahren
80 Prozent des Lackes daneben und 20 Prozent auf den Stuhl,
so verhalten sich diese Anteile bei dem neuen Verfahren genau
umgekehrt."
Einsparungen ergeben sich auch infolge der kürzeren
Produktionszeit. Die Produkte können nach dem UV-Härten
sofort verpackt werden. Dank der niedrigen Härtungstemperatur
kann das Verfahren auch auf wärmeempfindliche Unterlagen
wie Kiefer und Kunststoff angewendet werden.
Zum richtigen Zeitpunkt
Die erste Anlage für den industriellen Einsatz wird
seit Herbst 2005 getestet, und die Entwicklungsarbeit geht
bis Herbst 2006 weiter. "Die Anlage funktioniert ausgezeichnet.
Gegenwärtig demonstrieren wir das Verfahren unserer Kundschaft
und stellen Marktanalysen an. Insgesamt fand die Innovation
ausgesprochen positive Aufnahme", freut sich Soljamo.
Tikkurila wurde für diese Neuerung im Herbst 2005 in
Spanien mit dem "RADTech European"-Preis ausgezeichnet.
Der Wettbewerb stand allen UV- und Elektronenstrahlhärtung
von Beschichtungen anwendenden Unternehmen offen. Diese Technologien
finden in vielen Bereichen der Industrie zunehmend Anwendung,
dafür sorgen die ständig zunehmenden Forderungen
nach Verringerung des Einsatzes organischer Lösemittel.
Zeitlich traf die Lancierung des Verfahrens passend mit der
VOC-Richtlinie der EU über den Einsatz organischer Lösemittel
und die Begrenzung der Emissionen flüchtiger organischer
Verbindungen zusammen. Tikkurila vermag nun den mit herkömmlichen
Polyurethan-, Nitrocellulose- und säurehärtenden
Produkten arbeitenden Möbelherstellern ein neues, kosteneffizientes
Verfahren zu bieten.


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www.tikkurila.fi
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