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Tikkurila erhielt Innovationspreis
Bessere Möbelflächen

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28.4.2006
 

 
 

Die Firma Tikkurila hat ein neues auf Aushärten durch UV-Licht basierendes Oberflächenbehandlungsverfahren entwickelt. Das mit dem Innovationspreis ausgezeichnete Verfahren ersetzt in der Möbelindustrie bisher verwendete lösemittelbasierte Beschichtungsstoffe.

Das System umfasst UV-härtende wasserbasiert Beschichtungsstoffe, eine Spritzkabine mit Overspray-Rückgewinnung und eine neuartige UV-Härtungsanlage für dreidimensionale Gegenstände. Das Aushärten des Wasserlackes geschieht in einem sauerstofffreien, mit Kohlendioxid gefüllten Ofen.

Als Vorteile dieses wirtschaftlichen Verfahrens sind u.a. zu nennen: hohe Oberflächenqualität, niedriger Energie- und CO2-Verbrauch, geringe Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen und fast abfallfreie Produktion.

Zeit- und Geldeinsparung

"Mit dem Verfahren lassen sich 40 bis 50 Prozent Material- und Abfallentsorgungskosten einsparen", erklärt Kari Soljamo, Leiter Produktentwicklung bei Tikkurila. "Die Investitionskosten liegen niedrig, denn die Spritzkabine und die Härtungsanlage können in bereits vorhandene Produktionslinien eingebaut werden."

Dank diesem Verfahren reduzieren sich die Spritzverluste, denn der Großteil des Oversprays wird aufgefangen und wiederverwendet. "Trafen beim herkömmlichen Verfahren 80 Prozent des Lackes daneben und 20 Prozent auf den Stuhl, so verhalten sich diese Anteile bei dem neuen Verfahren genau umgekehrt."

Einsparungen ergeben sich auch infolge der kürzeren Produktionszeit. Die Produkte können nach dem UV-Härten sofort verpackt werden. Dank der niedrigen Härtungstemperatur kann das Verfahren auch auf wärmeempfindliche Unterlagen wie Kiefer und Kunststoff angewendet werden.

Zum richtigen Zeitpunkt

Die erste Anlage für den industriellen Einsatz wird seit Herbst 2005 getestet, und die Entwicklungsarbeit geht bis Herbst 2006 weiter. "Die Anlage funktioniert ausgezeichnet. Gegenwärtig demonstrieren wir das Verfahren unserer Kundschaft und stellen Marktanalysen an. Insgesamt fand die Innovation ausgesprochen positive Aufnahme", freut sich Soljamo.

Tikkurila wurde für diese Neuerung im Herbst 2005 in Spanien mit dem "RADTech European"-Preis ausgezeichnet. Der Wettbewerb stand allen UV- und Elektronenstrahlhärtung von Beschichtungen anwendenden Unternehmen offen. Diese Technologien finden in vielen Bereichen der Industrie zunehmend Anwendung, dafür sorgen die ständig zunehmenden Forderungen nach Verringerung des Einsatzes organischer Lösemittel.

Zeitlich traf die Lancierung des Verfahrens passend mit der VOC-Richtlinie der EU über den Einsatz organischer Lösemittel und die Begrenzung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen zusammen. Tikkurila vermag nun den mit herkömmlichen Polyurethan-, Nitrocellulose- und säurehärtenden Produkten arbeitenden Möbelherstellern ein neues, kosteneffizientes Verfahren zu bieten.

Sonstige links:

>> www.tikkurila.fi

 

 
 


Das innovative Oberflächenbehandlungsverfahren von Tikkurila ist eine wirtschaftliche Alternative zu den herkömmlichen Verfahren.

 

 
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