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Mit zunehmender Bautätigkeit erhöht sich auch
der Verbrauch an Anstrichfarben, und die neuen Mitgliedsländer
der Europäischen Union haben da einiges nachzuholen:
Werden in den nordischen Ländern im Jahr etwa 20 Liter
Farbe pro Kopf verbraucht, so sind es in den baltischen Länder
weniger als fünf Liter und auch im östlichen Mitteleuropa
nur 10 Liter.
Der Tikkurila-Konzern als bedeutendster Anstrichstoff-Hersteller
der nordischen Länder produziert Farben und Beschichtungsmittel
für Normalverbraucher, Handwerker und die Industrie.
In der erweiterten Europäischen Union sieht das Unternehmen
neue Geschäftsmöglichkeiten. Neben Russland sind
die Wachstumserwartungen besonders auf Lettland und Litauen
gerichtet.
Tikkurila hat gute Voraussetzungen für eine Expansion,
verfügt man doch bereits über jahrelange Baltikum-Erfahrung.
Die ersten Schritte in Richtung der neuen Beitrittsländer
wurden bereits 1989 unternommen, als das Unternehmen im damaligen
Sowjet-Estland ein Joint-Venture gründete. Heute verfügt
Tikkurila in Estland, Lettland und Polen über Produktionsbetriebe
und in Litauen und Ungarn über Vertriebsgesellschaften.
Starke Stellung in Polen
An die polnische Möbelindustrie liefert Tikkurila schon
seit den 1980er Jahren Anstrichmittel; heute ist das Unternehmen
in Polen der drittgrößte Hersteller von Farben
für den Handel und die Bauindustrie. Mit dem Erwerb der
Geschäftssparte Metallindustrielacke von Akzo Nobel Coatings
im vorvorigen Winter hat der Konzern dort auch seine Position
bei Industrielacken gestärkt.
Die polnische Bauindustrie litt in den letzten Jahren
an einer schwachen Wirtschaftslage. Der Wettbewerb, vor allem
in der unteren Preisklasse, ist enorm. Dennoch konnten wir
unseren Absatz gleichmäßig erweitern", erläutert
Janno Paju, der den polnischen Tikkurila-Betrieb bis Ende
April leitete und seit Anfang Mai als Regionalleiter Osteuropa
von Tikkurila Decon tätig ist.
Von der EU-Erweiterung erhofft sich Janno Paju vermehrte
Investitionen, neue Arbeitsplätze und Kaufkraft.
Eine bekannte Marke im Baltikum
Die nach dem Beitritt verfügbaren zusätzlichen
EU-Gelder können zu auch großen Bauvorhaben führen.
Das Wachstum der Bauindustrie wird bei uns vor allem in zunehmender
Nachfrage nach Industrielacken und Beschichtungsmitteln für
Fußböden sichtbar", erklärt Ari Kimmo,
für die baltischen Länder zuständiger Exportleiter
bei Tikkurila Coatings Oy.
In Estland ist die Marke Tikkurila wohlbekannt. Einen guten
Ruf hat man sich vor allem als Lieferant von Farben und Lacken
für die lokale Möbel- und Tischlerindustrie erworben.
Von den in Estland und Lettland unter der Marke Vivacolor
hergestellten Anstrichstoffen für Handel und Baugewerbe
finden rund 80 Prozent im Baltikum Absatz.
In Ungarn etablierte Tikkurila 1991 in Budapest die erste
Vertriebsgesellschaft; heute beliefert das Unternehmen dort
bereits über hundert Einzelhändler. In Tschechien
und der Slowakei werden Tikkurila-Anstrichfarben seit 1994
über Importfirmen vertrieben.


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www.tikkurila.fi
>> In der erweiterten Europäischen
Union ist Lokalkenntnis ein Trumpf (28.5.2004)
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