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Wachsender Farb- und Lackverbrauch in den neuen EU-Ländern

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28.5.2004
 

 
 

Mit zunehmender Bautätigkeit erhöht sich auch der Verbrauch an Anstrichfarben, und die neuen Mitgliedsländer der Europäischen Union haben da einiges nachzuholen: Werden in den nordischen Ländern im Jahr etwa 20 Liter Farbe pro Kopf verbraucht, so sind es in den baltischen Länder weniger als fünf Liter und auch im östlichen Mitteleuropa nur 10 Liter.

Der Tikkurila-Konzern als bedeutendster Anstrichstoff-Hersteller der nordischen Länder produziert Farben und Beschichtungsmittel für Normalverbraucher, Handwerker und die Industrie. In der erweiterten Europäischen Union sieht das Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten. Neben Russland sind die Wachstumserwartungen besonders auf Lettland und Litauen gerichtet.

Tikkurila hat gute Voraussetzungen für eine Expansion, verfügt man doch bereits über jahrelange Baltikum-Erfahrung. Die ersten Schritte in Richtung der neuen Beitrittsländer wurden bereits 1989 unternommen, als das Unternehmen im damaligen Sowjet-Estland ein Joint-Venture gründete. Heute verfügt Tikkurila in Estland, Lettland und Polen über Produktionsbetriebe und in Litauen und Ungarn über Vertriebsgesellschaften.

Starke Stellung in Polen

An die polnische Möbelindustrie liefert Tikkurila schon seit den 1980er Jahren Anstrichmittel; heute ist das Unternehmen in Polen der drittgrößte Hersteller von Farben für den Handel und die Bauindustrie. Mit dem Erwerb der Geschäftssparte Metallindustrielacke von Akzo Nobel Coatings im vorvorigen Winter hat der Konzern dort auch seine Position bei Industrielacken gestärkt.

„Die polnische Bauindustrie litt in den letzten Jahren an einer schwachen Wirtschaftslage. Der Wettbewerb, vor allem in der unteren Preisklasse, ist enorm. Dennoch konnten wir unseren Absatz gleichmäßig erweitern", erläutert Janno Paju, der den polnischen Tikkurila-Betrieb bis Ende April leitete und seit Anfang Mai als Regionalleiter Osteuropa von Tikkurila Decon tätig ist.

Von der EU-Erweiterung erhofft sich Janno Paju vermehrte Investitionen, neue Arbeitsplätze und Kaufkraft.

Eine bekannte Marke im Baltikum

„Die nach dem Beitritt verfügbaren zusätzlichen EU-Gelder können zu auch großen Bauvorhaben führen. Das Wachstum der Bauindustrie wird bei uns vor allem in zunehmender Nachfrage nach Industrielacken und Beschichtungsmitteln für Fußböden sichtbar", erklärt Ari Kimmo, für die baltischen Länder zuständiger Exportleiter bei Tikkurila Coatings Oy.

In Estland ist die Marke Tikkurila wohlbekannt. Einen guten Ruf hat man sich vor allem als Lieferant von Farben und Lacken für die lokale Möbel- und Tischlerindustrie erworben. Von den in Estland und Lettland unter der Marke Vivacolor hergestellten Anstrichstoffen für Handel und Baugewerbe finden rund 80 Prozent im Baltikum Absatz.

In Ungarn etablierte Tikkurila 1991 in Budapest die erste Vertriebsgesellschaft; heute beliefert das Unternehmen dort bereits über hundert Einzelhändler. In Tschechien und der Slowakei werden Tikkurila-Anstrichfarben seit 1994 über Importfirmen vertrieben.

Sonstige links:

>> www.tikkurila.fi
>> In der erweiterten Europäischen Union ist Lokalkenntnis ein Trumpf (28.5.2004)

 

 
 


Das neue Farbsystem Tikkurila Symphony wurde im Jahr 2003 in Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei erfolgreich eingeführt. Foto: Tikkurila

 

 
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