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Vernetzte Technologieprogramme als Lokomotive
Finnland investiert in Wachstum und Erneuerung

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10.9.2004
 

 
 

Finnlands Rolle als Musterland der Forschung und Entwicklung basiert neben hohen F&E-Investitionen der Unternehmen und der öffentlichen Hand auch auf breiter, vernetzter Zusammenarbeit. "Dieses Modell hat uns Erneuerung und Wachstum ermöglicht und vor allem ´Weltrekordtempo´ in den erfolgten Strukturwandel der Industrie gebracht", sagt Martti af Heurlin, Chefdirektor des Zentrums für Technologieentwicklung (TEKES).

Finnland leistet sich, aufs BIP bezogen, die drittgrößten F&E-Aufwendungen in der Welt. Nach Investitionssummen liegen Industrie und Gewerbe an der Spitze.

TEKES spielt seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle in der Entwicklung zahlreicher Branchen in Finnland. "Diese Organisation hat längst eine anerkannte Position als Förderer des finnischen Innovationswesens im Umfeld des internationalen Wettbewerbs", konstatiert Martti af Heurlin.

TEKES aktiviert und finanziert hochkarätige Forschungs- und Produktentwicklungsprojekte sowohl von Forschungsinstituten als auch von Unternehmen. Im Mittelpunkt der Technologieprogramme stehen die Wohlfahrt der Gesellschaft, der Ausbau des Exportes, die Erweiterung der industriellen Basis und die Schaffung neuer Unternehmen und Arbeitsplätze.

Funktionierendes Innovationsumfeld

Die in Finnland eingeschlagene Technologiepolitik hat, so Heurlin, breite gesellschaftliche Unterstützung durch politische Parteien, Wirtschaft, Forschungsorganisationen wie auch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände gefunden. Durch aktive Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Partnern auf operativer Ebene wurde eine solide Basis für eine erfolgreiche Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationstätigkeit geschaffen.

Der Anteil der kooperativen Firmen an der Gesamtzahl der innovierenden Unternehmen ist in Finnland Spitzenklasse. Man kann sagen, dass praktisch 90 Prozent aller TEKES-Vorhaben auf die eine oder andere Weise vernetzt sind", sagt Heurlin.

"Das finnische Innovationsumfeld ist auch im internationalen Vergleich dynamisch und reaktionsfähig. Zwischen den verschiedenen Akteuren herrschen enge, offene Wechselbeziehungen und Zusammenarbeit. Neue nationale Programme und Initiativen lassen sich schnell in Gang bringen", setzt Petri Peltonen, bei TEKES für internationale Netzwerke zuständig, hinzu.

Vernetzung ist eine Stärke, für ein kleines Land aber auch die natürliche Aktionsart. "Kompetenz, Technologien und deren effiziente Anwendung gehören bekanntlich zu den wichtigsten Faktoren der Wettbewerbsfähigkeit. Und in unserer in der Globalisierung begriffenen Welt haben Kooperation und Partnerschaften bei der Schaffung und Anwendung neuen Wissens und Könnens noch höheren Stellenwert als zuvor", unterstreicht Peltonen.

Zunehmende Internationalität

Die internationale Vernetzung der TEKES-Technologieprogramme ist seit einigen Jahren im Zunehmen, was sich u.a. in der wachsenden Zahl internationaler F&E-Projekte äußert. Gegenwärtig ist etwa die Hälfte der von TEKES finanzierten Projekte international vernetzt - Tendenz steigend.

"In den europäischen Forschungs- und Technologieentwicklungs-Kooperationsprogrammen war Finnland in Anbetracht der Landesgröße einer der aktivsten Teilnehmer. TEKES wirkt mit seinen Programmen auch an mehreren europäischen Vorhaben zur Vernetzung nationaler Programme mit", merkt Peltonen an.

Auch die Zusammenarbeit mit außereuropäischen Ländern ist wichtig. TEKES verfügt über seine Auslandseinheiten über starke Netze im F&E-Sektor u.a. der USA und Japans, aber man ist auch bestrebt, die Zusammenarbeit mit anderen interessierenden Technologieländern, z.B. China, auszubauen.

Arbeiten an der Zukunft

Bei TEKES macht man sich gegenwärtig auch Gedanken über die zukünftigen Technologieprogramm-Schwerpunkte: Was für Wissen und Können, welche Technologien benötigen Wirtschaft und Gesellschaft in den nächsten 5 bis 15 Jahren?

"Als Grundlage für Kompetenz und Technologien bedürfen wir auch weiterhin daten- und kommunikationstechnologischen Grundkönnens und dessen breit gefächerter Anwendung, aber wir brauchen auch Biotechnologie und deren breitere, anderseits aber auch selektivere Entwicklung, Materialtechnologie und Nanotechnologie", zählt Heurlin auf.

In dem globalen Umfeld sind auch neue und erneuerte Produkte, Prozesse und Geschäftskonzepte relevante Themen. Sie interessieren besonders in ihrer Anwendung u.a. auf Lebensumwelt, Energie, Gesundheit, Wellness, Sicherheit, Arbeit und Freizeitgestaltung.

TEKES und seine Technologieprogramme

TEKES stellt jährlich 200 Mio. Euro für Technologieprogramme bereit. Bei diesen handelt es sich um umfangreiche Projektgesamtheiten, ausgerichtet auf jene wichtigsten Technologiebereiche, in denen in Finnland anerkannter Bedarf an nationalen Investitionen besteht.

Vorbereitet werden die Technologieprogramme in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Universitäten, Forschungsinstituten und Hochschulen. Sie haben eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren und sind mit einem Budget von 10 bis 120 Mio. Euro ausgestattet. TEKES trägt im Allgemeinen etwa die Hälfte der Kosten des Programms.

Angestrebt wird die Verwirklichung auch internationaler Forschungs- und Produktentwicklungsvorhaben, deren Ergebnisse die finnische Industrie dann an den globalen Märkten nutzen kann.

 



 

 
 


Angestrebt wird die Verwirklichung auch internationaler Forschungs- und Produktentwicklungsvorhaben, deren Ergebnisse die finnische Industrie dann an den globalen Märkten nutzen kann.

 

 
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