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Zum Glück haben es Finnlands Ingenieure stets verstanden,
ins Ausland zu reisen und sich umzuschauen, wie Könner
agieren. In die Heimat zurückgekehrt, setzten sie das
Erschaute und Gelernte in Nutzanwendungen um.
Mein Großvater, Heikki H. Herlin, arbeitete in
den 1920er Jahren in der Zeichenabteilung der großen
amerikanischen Aufzugsfirma Otis. Sein Vater, Harald Herlin,
war zur gleichen Zeit Eigentümer der finnischen Aufzugsfirma
Kone. Es dürfte klar sein, dass Heikki H. Herlin seinem
Vater Kopien ihm zugänglicher Zeichnungen zukommen ließ",
schreibt Niklas Herlin in der Festschrift Ruukin avain, die
die Geschichte der finnischen Technologieindustrie zum Gegenstand
hat.
Später übernahm Heikki H. Herlin die Leitung des
Familienbetriebes, der sich bald zu einem beachtlichen Unternehmen
der Branche entwickelte. Das Verdienst dafür gebührt
der gesamten Belegschaften, allen Fachleuten und auch jener
Lehre, die der Chef im Dienst des großen amerikanischen
Konkurrenten erhielt.
Immer bessere Papiermaschinen
Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg Finnland zum globalen Zentrum
des Papiermaschinenbaus auf. Einer der Veteranen der finnischen
Papiermaschinenindustrie ist Matti Kankaanpää -
ein Ingenieur, der, bevor er in Finnland antrat, bei der US-Firma
Beloit arbeitete. Beloit war damals weltweit die Nummer eins
im Papiermaschinenbau.
Natürlich hat M. Kankaanpää die finnische
Papiermaschinenindustrie nicht allein aufgebaut, sondern konnte
sich auf eine ganze Reihe kompetenter finnischer Ingenieure
und auf die einheimische Papierindustrie stützen, denn
Finnland war ja schon damals ein bekannter Papierlieferant",
führt N. Herlin aus.
Die Papierfabrikanten wünschten neben den Importmaschinen
auch eine finnische Alternative, und so zerlegten Papiermacher
im Verein mit Konstrukteuren eine importierte Papiermaschine
in ihre Bestandteile und zerbrachen sich den Kopf darüber,
was daran verbessert werden könnte.
Ideengenerator und Entwickler
Die finnische Metall- und Elektronikindustrie plante und
teilte sich in den Bau der ersten finnischen Kernkraftwerke
- auf der Basis russischer Ideen. Der Nutzen war gewaltig,
die Lehren, die sich daraus ergaben, noch viel gewaltiger.
Die finnische Technologieindustrie ist zwar groß
was Ideen und Entwicklung anbelangt, aber sie bedurfte auch
des Kopierens, der Zusammenarbeit und besonders der Kreativität,
um mit beschränkten Ressourcen gute Ware herzustellen",
schreibt N. Herlin.
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Der Verband für Finnische Technologieindustrien,
der im Oktober sein hundertjähriges Bestehen feierte,
fungiert als Kooperationsforum und Aktionsfeldentwickler
der bedeutendsten Industriebranche des Landes. Der Verband
hat 1200 Unternehmen als Mitglieder, die 90 Prozent
der gesamten Technologieindustrie ausmachen. Tätig
sind die Mitgliedsfirmen in der Elektronik- und elektrotechnischen
Industrie, in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau
und Metallwaren sowie in der Stahl- und Metallindustrie.
Über 70 Prozent der Produkte der Unternehmen werden
in alle Welt exportiert.
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www.teknologiateollisuus.fi
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