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Finnland war erfolgreich in der landesweiten Organisation
des Entwicklungsprozesses von Innovationsumgebungen und in
der Mobilisierung der in den Hoch-, Fach- und Berufsschulen
vorhandenen beachtlichen Kompetenzressourcen zu noch engerer
Zusammenarbeit mit den Unternehmen.
Die finnischen Technologiezentren sind in starker Expansion
begriffen und konzentrieren sich auf die Spezialkompetenz
ihrer Region. Die Expansion gründet sich auf Wachstum
der Unternehmen, aber auch auf immer stärkere Konzentration
gewisser Unternehmenstypen um solche Zentren. Zukünftige
Wachstumsbranchen in den Technologiezentren sind neben der
IT der Biosektor - besonders die Biopharmazie -, die materialtechnischen
Anwendungen in ihren verschiedenen Formen und die Newmedia.
In Finnland bestehen bereits 19 Technologiezentren mit insgesamt
1600 Unternehmen und Organisationen und rund 17 000 Beschäftigten.
Jedes dieser Zentren hat ein erkennbares eigenes Technologieprofil.
Ziel der Zentren ist es, Wissen und Kompetenz von internationaler
Spitzenklasse für unternehmerische Tätigkeit, zur
Schaffung von Arbeitsplätzen und für die regionale
Entwicklung zu nutzen. Alles geschieht auf Wettbewerbsbasis.
Um in den Rang eines Kompetenzzentrums zu gelangen sind Konzentration
von internationalem Spitzenkönnen, Innovativität,
Effektivität und leistungsfähige Organisation erforderlich.
Die Kompetenzzentren konkurrieren auch um die vom Staat jährlich
ausgeschriebene finanzielle Grundausstattung - die Gewähr
für kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Zentren.
Das finnische Modell
Das finnische Modell des Kompetenzzentrumsbetriebs und die
breite Nutzung von Technologiezentren stößt schon
seit Jahren auf reges internationales Interesse.
Finnland hat auch eine andere Hochschulstruktur, in der besonders
die regionale Spezialisierung und Arbeitsteilung hervorsticht,
die eine intensivere Nutzung der begrenzten Ressourcen des
kleinen Landes ermöglicht. Ein Nachteil ist die dezentralisierte
Verwaltung; die über die EU laufenden Ressourcen fallen
in die Ressorts von fünf bis sechs Ministerien, und die
Fokussierung machte denn auch Sonderregelungen erforderlich.
Aufgabe der Technologieparks in Finnland ist es, die Gründung,
Entwicklung und Internationalisierung von Technologiefirmen
zu fördern und deren Wachstum besonders dann zu beschleunigen,
wenn wirklich gute Voraussetzungen für die betreffende
Unternehmertätigkeit gegeben sind. High-Tech-Arbeitsplätze
wurden geschaffen, immer mehr Firmen entstanden, und die verfügbare
Technologie wird immer schneller über bereits bestehende
Unternehmen nutzbar gemacht.
Intensive Nutzung regionaler Ressourcen
In dem finnische Vernetzungsmodell spiegelt sich ein nationaler
Willensausdruck wider, der auch im Regierungsprogramm zum
Ausdruck kommt. Die finnischen Ministerien beteiligen sich
an der nationalen und regionalen Entwicklung von Innovationsumgebungen,
und als Partner der Technologiezentren wirken mit: Hoch-,
Fach- und Berufsschulen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen,
Ministerien und ihnen unterstellte Institutionen, die Akademie
der Wissenschaften, die Finnische Nationalstiftung für
Forschung und Entwicklung (Sitra), das Zentrum für Technologische
Entwicklung (TEKES), Städte und Gemeinden, die Zentren
für Arbeitskräfte und Gewerbe, Regionalgemeindeverbände
und kompetenzintensive Unternehmensgruppen.
Die Finanzlage der Technologiezentren ist relativ gut. Die
Aufwendungen für angewandte Forschung und Produktentwicklung
in Finnland betragen über 3 Prozent des BIP - ein international
hohes Niveau. Mit seinen F&E-Investitionen rangiert Finnland
in der OECD an zweiter Stelle.
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Was ist ein Technologiezentrum?
Die Technologiezentren bieten Unternehmen oder deren
Produktentwicklungsabteilungen Eigentums- und/oder Mietgeschäftsräume
sowie Dienstleistungen in den Bereichen Betrieb, Ausbildung,
Consulting, Produktentwicklung und Marketing. Der Service
der Zentren entspricht den Anforderungen von High-Tech-Unternehmen.
Ziel der Technologieparks ist die Förderung der
Gründung, Entwicklung und Internationalisierung
von Unternehmen.
Das Kompetenzzentrenprogramm hat zum Ziel:
- Erkennung regionaler Stärken und Bewirken wirtschaftlichen
Wachstums;
- Schaffung neuer wettbewerbsfähiger Produkte,
Dienstleistungen, Unternehmen und Arbeitsplätze
auf der Grundlage von Spitzenkompetenz;
- Erhöhung der Attraktivität von Regionen
besonders für internationale Investoren und Spitzenkräfte;
- Ständige Stärkung und Erneuerung der in
der Region vorhandenen Kompetenz.
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