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Das vernetzte Finnland - eine Art Zukunftslabor

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11.3.2002
 

 
 

Finnland war erfolgreich in der landesweiten Organisation des Entwicklungsprozesses von Innovationsumgebungen und in der Mobilisierung der in den Hoch-, Fach- und Berufsschulen vorhandenen beachtlichen Kompetenzressourcen zu noch engerer Zusammenarbeit mit den Unternehmen.

Die finnischen Technologiezentren sind in starker Expansion begriffen und konzentrieren sich auf die Spezialkompetenz ihrer Region. Die Expansion gründet sich auf Wachstum der Unternehmen, aber auch auf immer stärkere Konzentration gewisser Unternehmenstypen um solche Zentren. Zukünftige Wachstumsbranchen in den Technologiezentren sind neben der IT der Biosektor - besonders die Biopharmazie -, die materialtechnischen Anwendungen in ihren verschiedenen Formen und die Newmedia.

In Finnland bestehen bereits 19 Technologiezentren mit insgesamt 1600 Unternehmen und Organisationen und rund 17 000 Beschäftigten. Jedes dieser Zentren hat ein erkennbares eigenes Technologieprofil.

Ziel der Zentren ist es, Wissen und Kompetenz von internationaler Spitzenklasse für unternehmerische Tätigkeit, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und für die regionale Entwicklung zu nutzen. Alles geschieht auf Wettbewerbsbasis. Um in den Rang eines Kompetenzzentrums zu gelangen sind Konzentration von internationalem Spitzenkönnen, Innovativität, Effektivität und leistungsfähige Organisation erforderlich. Die Kompetenzzentren konkurrieren auch um die vom Staat jährlich ausgeschriebene finanzielle Grundausstattung - die Gewähr für kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Zentren.

Das finnische Modell

Das finnische Modell des Kompetenzzentrumsbetriebs und die breite Nutzung von Technologiezentren stößt schon seit Jahren auf reges internationales Interesse.

Finnland hat auch eine andere Hochschulstruktur, in der besonders die regionale Spezialisierung und Arbeitsteilung hervorsticht, die eine intensivere Nutzung der begrenzten Ressourcen des kleinen Landes ermöglicht. Ein Nachteil ist die dezentralisierte Verwaltung; die über die EU laufenden Ressourcen fallen in die Ressorts von fünf bis sechs Ministerien, und die Fokussierung machte denn auch Sonderregelungen erforderlich.

Aufgabe der Technologieparks in Finnland ist es, die Gründung, Entwicklung und Internationalisierung von Technologiefirmen zu fördern und deren Wachstum besonders dann zu beschleunigen, wenn wirklich gute Voraussetzungen für die betreffende Unternehmertätigkeit gegeben sind. High-Tech-Arbeitsplätze wurden geschaffen, immer mehr Firmen entstanden, und die verfügbare Technologie wird immer schneller über bereits bestehende Unternehmen nutzbar gemacht.

Intensive Nutzung regionaler Ressourcen

In dem finnische Vernetzungsmodell spiegelt sich ein nationaler Willensausdruck wider, der auch im Regierungsprogramm zum Ausdruck kommt. Die finnischen Ministerien beteiligen sich an der nationalen und regionalen Entwicklung von Innovationsumgebungen, und als Partner der Technologiezentren wirken mit: Hoch-, Fach- und Berufsschulen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen, Ministerien und ihnen unterstellte Institutionen, die Akademie der Wissenschaften, die Finnische Nationalstiftung für Forschung und Entwicklung (Sitra), das Zentrum für Technologische Entwicklung (TEKES), Städte und Gemeinden, die Zentren für Arbeitskräfte und Gewerbe, Regionalgemeindeverbände und kompetenzintensive Unternehmensgruppen.

Die Finanzlage der Technologiezentren ist relativ gut. Die Aufwendungen für angewandte Forschung und Produktentwicklung in Finnland betragen über 3 Prozent des BIP - ein international hohes Niveau. Mit seinen F&E-Investitionen rangiert Finnland in der OECD an zweiter Stelle.

Was ist ein Technologiezentrum?

Die Technologiezentren bieten Unternehmen oder deren Produktentwicklungsabteilungen Eigentums- und/oder Mietgeschäftsräume sowie Dienstleistungen in den Bereichen Betrieb, Ausbildung, Consulting, Produktentwicklung und Marketing. Der Service der Zentren entspricht den Anforderungen von High-Tech-Unternehmen. Ziel der Technologieparks ist die Förderung der Gründung, Entwicklung und Internationalisierung von Unternehmen.

Das Kompetenzzentrenprogramm hat zum Ziel:
- Erkennung regionaler Stärken und Bewirken wirtschaftlichen Wachstums;
- Schaffung neuer wettbewerbsfähiger Produkte, Dienstleistungen, Unternehmen und Arbeitsplätze auf der Grundlage von Spitzenkompetenz;
- Erhöhung der Attraktivität von Regionen besonders für internationale Investoren und Spitzenkräfte;
- Ständige Stärkung und Erneuerung der in der Region vorhandenen Kompetenz.

 

Sonstige links:

>> www.intermin.fi
>> www.tekel.fi

 

 
 


 

 
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