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Tampere - eine wahre Informationsgesellschaft der Zukunft

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15.4.2002
 

 
 

Die finnische Stadt Tampere wird im internationalen Vergleich, was die Entwicklung der Informationsgesellschaft betrifft, zur absoluten Weltelite gezählt. Manuel Castels, renommierter Forscher auf diesem Gebiet und Professor an der Universität Berkeley, hat Finnland als Musterbeispiel in der Anwendung der neuesten Theorien über regionale Entwicklung hervorgehoben. Besonders interessant erscheint dem Professor das 200 000 Einwohner zählende Tampere, das sich in der Entwicklung der Informationsgesellschaft wahrhaft kräftig ins Zeug gelegt hat.

Forschung und Produktentwicklung haben in Tampere ausgezeichnete Ergebnisse gebracht. Aus der Stadt mit herkömmlicher Industrie ist eine Vorreiterin auf vielen Gebieten, besonders aber in den Teilbereichen der IT geworden. So wurden in Tampere der Nokia Communicator, der auf Stelzen laufende Harvester und die weltweit ersten Implantate aus Biomaterial, das sich im Körper auflöst, aus der Wiege gehoben.

In Tampere hat auch der global führende Mobiltelefonhersteller Nokia sein Forschungszentrum, wo über drahtlose Multimediatechnologie, Digitalsignaltechnologie sowie über drahtlose Technologien der Zukunft und ihre Möglichkeiten geforscht wird. Der Konzern beschäftigt heute in Tampere schon über 4000 Mitarbeiter.

Stark mitbestimmend für den Erfolg der Region Tampere sind ihre vorzüglichen Ausbildungsmöglichkeiten. Die Studienprogramme der Uni und der TH Tampere wurden schon in den 90er Jahren verstärkt auf die Bedürfnisse der Wirtschaft abgestellt. Das kräftige Wachstum der finnischen Metall- und Elektronikindustrie und der schnelle Einzug der IT in die Gesellschaft haben die örtliche Uni und TH zu verstärktem Engagement in Forschung und Ausbildung besonders in den Bereichen drahtlose IT, Signaltechnologie, digitale Medientechnologie, Hydrauliktechnologie, Automatisierungstechnologie und Optoelektronik veranlasst.

Die Uni und die TH Tampere arbeiten sehr eng mit Unternehmen und Kompetenzzentren zusammen und versuchen so zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Region beizutragen. Die Universität hat rund 15 000, die Technische Hochschule rund 10 000 Studenten und Studentinnen.

eTampere - Ergebnis von Kooperation

Die Stadt Tampere wurde in den letzten Jahren systematisch zu einer innovativen Forschungs- und Entwicklungsumgebung der Bereiche Informations- und Kommunikationstechnologie, Gesundheitstechnologie, Maschinenbau und Automatisierung entwickelt. Das neue eTampere-Programm ist ein breit angelegtes Kooperationsvorhaben, in das die Ausbildungs- und Forschungsstätten, die Wirtschaft, Organisationen und andere Körperschaften der Region ihre eigenen Sachkenntnisse und Entwicklungsleistungen einbringen. Ziel dieses Programmes ist es, den Raum Tampere zu einer wahren Informationsgesellschaftsregion der Zukunft zu entwickeln. Die Ausgaben für das Fünfjahresprogramm werden auf 130 Mio. Euro veranschlagt.

Das Kompetenzzentrum Hermia mit seinen 3000 Beschäftigten repräsentiert eine Konzentration technischen Könnens in enger Verbindung mit der TH Tampere und dem Technischen Forschungszentrum von Finnland (VTT). Das Zentrum beherbergt 150 Firmen und Forschungsorganisationen und wurde im November 2001 als eines der gelungensten Unternehmens- und Innovations-Entwicklungszentren der EU eingestuft.

SONSTIGE FINNFACTS ARTIKEL:
>> Netti-Nysse-Bus stellt Informationsgesellschaft vor (11.3.2002)

>> Die Erfolgsfaktoren der finnischen Informationsgesellschaft (10.12.2001)

Sonstige links:

>> www.tampere.fi
>> www.etampere.fi
>> www.hermia.fi
>> www.uta.fi

 

 
 


Tampere, seit langem Standort herkömmlicher Industrien, dringt zielstrebig in die technologische Spitzengruppe vor.
Foto: Stadt Tampere

 

 
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