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Die finnische Stadt Tampere wird im internationalen Vergleich,
was die Entwicklung der Informationsgesellschaft betrifft,
zur absoluten Weltelite gezählt. Manuel Castels, renommierter
Forscher auf diesem Gebiet und Professor an der Universität
Berkeley, hat Finnland als Musterbeispiel in der Anwendung
der neuesten Theorien über regionale Entwicklung hervorgehoben.
Besonders interessant erscheint dem Professor das 200 000
Einwohner zählende Tampere, das sich in der Entwicklung
der Informationsgesellschaft wahrhaft kräftig ins Zeug
gelegt hat.
Forschung und Produktentwicklung haben in Tampere ausgezeichnete
Ergebnisse gebracht. Aus der Stadt mit herkömmlicher
Industrie ist eine Vorreiterin auf vielen Gebieten, besonders
aber in den Teilbereichen der IT geworden. So wurden in Tampere
der Nokia Communicator, der auf Stelzen laufende Harvester
und die weltweit ersten Implantate aus Biomaterial, das sich
im Körper auflöst, aus der Wiege gehoben.
In Tampere hat auch der global führende Mobiltelefonhersteller
Nokia sein Forschungszentrum, wo über drahtlose Multimediatechnologie,
Digitalsignaltechnologie sowie über drahtlose Technologien
der Zukunft und ihre Möglichkeiten geforscht wird. Der
Konzern beschäftigt heute in Tampere schon über
4000 Mitarbeiter.
Stark mitbestimmend für den Erfolg der Region Tampere
sind ihre vorzüglichen Ausbildungsmöglichkeiten.
Die Studienprogramme der Uni und der TH Tampere wurden schon
in den 90er Jahren verstärkt auf die Bedürfnisse
der Wirtschaft abgestellt. Das kräftige Wachstum der
finnischen Metall- und Elektronikindustrie und der schnelle
Einzug der IT in die Gesellschaft haben die örtliche
Uni und TH zu verstärktem Engagement in Forschung und
Ausbildung besonders in den Bereichen drahtlose IT, Signaltechnologie,
digitale Medientechnologie, Hydrauliktechnologie, Automatisierungstechnologie
und Optoelektronik veranlasst.
Die Uni und die TH Tampere arbeiten sehr eng mit Unternehmen
und Kompetenzzentren zusammen und versuchen so zur Stärkung
der Wettbewerbsfähigkeit der Region beizutragen. Die
Universität hat rund 15 000, die Technische Hochschule
rund 10 000 Studenten und Studentinnen.
eTampere - Ergebnis von Kooperation
Die Stadt Tampere wurde in den letzten Jahren systematisch
zu einer innovativen Forschungs- und Entwicklungsumgebung
der Bereiche Informations- und Kommunikationstechnologie,
Gesundheitstechnologie, Maschinenbau und Automatisierung entwickelt.
Das neue eTampere-Programm ist ein breit angelegtes Kooperationsvorhaben,
in das die Ausbildungs- und Forschungsstätten, die Wirtschaft,
Organisationen und andere Körperschaften der Region ihre
eigenen Sachkenntnisse und Entwicklungsleistungen einbringen.
Ziel dieses Programmes ist es, den Raum Tampere zu einer wahren
Informationsgesellschaftsregion der Zukunft zu entwickeln.
Die Ausgaben für das Fünfjahresprogramm werden auf
130 Mio. Euro veranschlagt.
Das Kompetenzzentrum Hermia mit seinen 3000 Beschäftigten
repräsentiert eine Konzentration technischen Könnens
in enger Verbindung mit der TH Tampere und dem Technischen
Forschungszentrum von Finnland (VTT). Das Zentrum beherbergt
150 Firmen und Forschungsorganisationen und wurde im November
2001 als eines der gelungensten Unternehmens- und Innovations-Entwicklungszentren
der EU eingestuft.
SONSTIGE FINNFACTS ARTIKEL:
>> Netti-Nysse-Bus
stellt Informationsgesellschaft vor (11.3.2002)
>>
Die Erfolgsfaktoren der finnischen Informationsgesellschaft
(10.12.2001)


>>
www.tampere.fi
>> www.etampere.fi
>> www.hermia.fi
>> www.uta.fi
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