Finnfacts
Suchen
EnglishFrancaisChineseRussian

Nacrichten Medienreignisse
Mediendienst Innovationen und Industrie
Finnland-Story
Wir über Uns
Kontaktaufnahme


Aktuelles
 

Neue, preisgünstige Medikamente

Feedback über den Artikel.
10.9.2004
 

 
 

Die Abteilung Biotechnologie des Technischen Forschungszentrums von Finnland (VTT) und das belgische Flander Interuniversity Institute for Biotechnology (VIB) haben ein neues, effizientes Biotech-Verfahren zur Produktion von Pharmaka entwickelt, das schon in nächster Zeit u.a. die Herstellung von Krebsmedikamenten verbilligen wird.

"Die Industrie hatte bisher keine ausreichenden Möglichkeiten, sich alle benötigten pflanzlichen Arzneistoffmoleküle zu beschaffen, weil der Rohstoff nur in begrenzten Mengen zur Verfügung steht oder dessen chemische Herstellung schwierig oder sogar unmöglich ist", sagt Kirsi-Marja Oksman-Caldentey, Hauptwissenschaftlerin bei VTT Biotechnologie.

In dem von Frau Oksman-Caldentey geleiteten Projekt wird untersucht, wie sich diese begehrten Verbindungen durch Modifikation des Stoffwechsels der Pflanzenzellen herstellen lassen. Es handelt sich dabei um die erste systematische Forschungsarbeit zur Analyse der Biosynthese in Pflanzenzellen.

Das Verfahren wird kommerzialisiert

Heute ist ein Viertel der Arzneimittel, die entweder als solche in Form reiner Verbindungen verabreicht oder aus denen auf chemischem Wege passende Derivate hergestellt werden, pflanzlicher Herkunft. "Dazu gehören zum Beispiel Morphin, Kodein und eine Reihe Krebsmedikamente. Aus der Madagaskar-Immergrün-Pflanze (Catharanthus roseus) zum Beispiel gewinnt man eine Verbindung, die zur Behandlung von Brustkrebs in fortgeschrittenem Stadium und von Leukämie eingesetzt wird", erläutert Frau Oksman-Caldentey.

Mit dem von VTT und VIB entwickelten Verfahren lassen sich in Zellkulturen auf schnelle und effiziente Weise wertvolle Verbindungen für Arzneizwecke gewinnen.

"Die lebenden Pflanzenzellen stellen komplizierte chemische Verbindungen her. Durch Steuerung des Stoffwechsels der Zelle kann Einfluss auf den Ertrag an gewünschten wertvollen Stoffen genommen werden. Aber auch die Gewinnung völlig neuer Verbindungen ist mit der neuen Technologie möglich", schildert Frau Oksman-Caldentey.

Die neue Herstellungsweise könnte in Zukunft Alternativen zu mehreren extrem teuren Arzneimitteln bieten. Die bisherigen Forschungsergebnisse, so Frau Oksman-Caldentey, sind jedenfalls vielversprechend.

Sonstige links:

>> www.vtt.fi

 

 
 


Das Isolieren von Arzneistoffen aus Pflanzen gestaltet sich wegen der extrem niedrigen Konzentrationen schwierig.

 

 
Sitemap