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Immer mehr Elektronik im Gesundheitswesen

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07.08.2007

 

 
 

Die Möglichkeiten, mit der Gesundheit verbundene Dinge auf elektronischem Wege zu erledigen, werden allmählich zum Alltag. Im Krankenpflegebezirk Helsinki und Uusimaa hat man vor, im Jahr 2008 die ersten elektronischen Dienstleistungen für Patienten anzubieten.

Die finnischen Gesundheitszentren gehen bereits in diesem Jahr zur elektronischen Terminreservierung über. Als Pilotstädte fungieren Oulu und Espoo.

Janne Aaltonen, Verwaltungsoberarzt des Krankenpflegebezirks Helsinki und Uusimaa (HUS), hält die Einführung der Terminreservierung über Computer für einen guten Anfang einer breiteren Nutzung des elektronischen Wegs bei der Erledigung gesundheitlicher Angelegenheiten.

„Die Grundversorgung, wo IT schon lange gang und gäbe ist, startet natürlicherweise vor den Spezialgebieten."

Aktive Patienten

In Zukunft wird man es mit immer älteren, aber auch technologisch versierten und aktiven Patienten zu tun haben. Die Nachfrage nach medizinischen Dienstleistungen wächst mit der Alterung der Bevölkerung, dem Ansteigen des Anforderungsniveaus und der Einführung neuer Behandlungstechnologien. Auch die Behandlungskosten gehen nach oben.

Können im Gesundheitswesen Ressourcen von Aufgaben abgezogen werden, die keine medizinische Ausbildung erfordern, so können diese Mittel zusätzlich dort eingesetzt werden, wo man sie dringend benötigt. Zum Beispiel die Aufnahme von Patientendaten, die Anmeldung und die Verteilung von Informationen lassen sich auf ziemlich einfache Weise verwirklichen.

Mehr positive Verantwortung

Aaltonen sieht in der elektronischen Erledigung gesundheitlicher Angelegenheiten zahlreiche Möglichkeiten. Schon in nächster Zukunft werden solche elektronische Dienstleistungen zum Alltag geworden sein.

„Der Patient kann selbst Einfluss auf die ihn betreffenden Dinge nehmen. Gleichzeitig trägt er mehr Verantwortung für sich und seine Behandlung, die er möglicherweise sogar als besser empfindet."

Verzögert wurden solche elektronischen Erledigungen bisher u.a. durch Datensicherheitsprobleme und mangelnde Verfügbarkeit der erforderlichen Technik. „Als stärkste Bremse wirkte allerdings die Einstellung der Menschen. Man ging davon aus, die Patienten können und wollen diese elektronischen Möglichkeiten nicht nutzen. Dieses Vorurteil hat sich bereits in vielen Ländern als falsch erwiesen."

>> Die elektronischen Rezepte werden Wirklichkeit

 

Gesundheitswesen geht mit der Zeit
Neue elektronische Dienstleistungsumgebung

Der Mensch will Art und Weise und Zeitpunkt seiner Erledigungen frei und mühelos wählen können. In dem vom Gesundheitswesen geschaffenen elektronischen Netz treffen sich die Interessen von Dienstleistungsproduzenten und -nutzern.

Die Firma Elisa Oyj hat für den Krankenpflegebezirk Helsinki und Uusimaa (HUS) eine funktionelle und technische Definition und eine Nutzenbeurteilung eines dem Patientenverkehr dienenden elektronischen Netzes erstellt.

„Im Gesundheitswesen besteht zunehmender Bedarf an für elektronische Erledigung geeigneten Lösungen, die neue Aktionsmodelle und deren Entwicklung unterstützen. Da sich die Nutzungsgewohnheiten der Konsumenten geändert haben, liegt ein klarer Auftrag zur Schaffung elektronischer Dienstleistungen vor", konstatiert Anna-Mari Ylihurula, Vertriebsdirektorin bei Elisa.

Die Einführung elektronischer Dienstleistungen setzt voraus, dass bei ihrer Planung die Gesichtspunkte der Benutzerfreundlichkeit, der Sicherheit und der Auswirkungen auf die Prozessabläufe berücksichtigt werden.

„Bei dem Netz zur Erledigung gesundheitlicher Angelegenheiten wurden diese Punkte ganz besonders berücksichtigt", betont Frau Ylihurula.

 



>> www.hus.fi

 

 
 

Gesundheitswesen
Unter elektronischer Erledigung gesundheitlicher Angelegenheiten ist die elektronische Kommunikation zwischen Patienten und Gesundheits-fürsorgestellen zum Beispiel per Internet, E-Mail oder SMS zu verstehen.

 

 
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