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Bessere Raumduft durch Holz

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19.1.2004
 

 
 

Untersuchungsergebnisse zeigen, dass durch Feuchtigkeit bindende Baustoffe wie Holz und Holzwerkstoffe die Raumluftfeuchte und deren Schwankungen erheblich beeinflusst werden können. Diese Erscheinung hat mehrere vorteilhafte Auswirkungen auf die Qualität der Raumluft.

Die Ergebnisse basieren auf der bereits abgeschlossenen ersten Stufe einer vom Technischen Forschungszentrum von Finnland (VTT) durchgeführten mehrjährigen internationale Studie. Die zweite Stufe der Studie wird im ersten Halbjahr 2004 zum Abschluss gebracht. Beteiligt an der Untersuchung sind die Abteilung Bau- und Siedlungstechnik des VTT, das Institut für HLS- und Hochbautechnik der TU Helsinki und das Fraunhofer Institut Bauphysik, Deutschland. Geleitet wird das Projekt von einem aus Industrie- und Kapitalgebervertretern zusammengesetzten Gremium.

Die Raumklima-Forschung brachte in den letzten Jahren eine Menge Aufschluss über die direkten und indirekten Auswirkungen der Luftfeuchte auf die Raumluftqualität. Man weiß heute recht genau, innerhalb welcher Grenzen sich die relative Luftfeuchte halten sollte und welche Folgen ein Über- bzw. Unterschreiten dieser Grenzen hat.

Bauweise mitbestimmend

Feuchtegehalt und Temperatur charakterisieren den Zustand der Raumluft. Die Feuchte ist nicht konstant, sondern unterliegt im Tagesverlauf bei Veränderung der Feuchtigkeitserzeugung trotz Lüftung schnellen Schwankungen. Der Rhythmus der Veränderungen wird hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten bestimmt; im Hinblick auf die Qualität der Raumluft und die Behaglichkeit wäre es jedoch wünschenswert, die relative Luftfeuchte über möglichst lange Zeitabschnitte im empfohlenen Bereich zu halten.

Die oben genannte Studie zeigt, dass auf die Schwankungen der relativen Raumluftfeuchte durch vorübergehendes Speichern von Feuchtigkeit in hygroskopischen, das heißt „atmenden" Baumaterialien Einfluss genommen werden kann. Material und Konstruktionen können sogar eine stärkere dämpfende Wirkung auf die Luftfeuchteschwankungen haben als sachgemäße Lüftung. Die Konstruktionen spielen außerdem eine wichtige Rolle im Hinblick auf gleichmäßige Raumlufttemperatur innerhalb des gewünschten Bereichs. Unter diesem Blickwinkel betrachtet wäre es angebracht, sowohl Feuchtigkeit bindende und abgebende Werkstoffe als auch Wärme speichernde Konstruktionslösungen einzusetzen.

Schimmelpilze gedeihen in feuchter Luft

Hohe relative Luftfeuchte (über 60 Prozent) im Verbund mit relativ hoher Temperatur (über 25 °C) beeinträchtigt erheblich die Behaglichkeit und das Gefühl reiner Luft und Frische. Diese Erscheinung ist besonders im Sommer zu beobachten: Die Haut Schlafender fühlen sich klebrig an, weil kein ausreichendes Verdunsten des Schweißes erfolgt. Sogar völlig reine Luft beginnt dann dumpfig zu wirken.

Bakterien und Viren gedeihen sowohl bei niedriger als auch bei hoher, Schimmelpilze und Staubmilben nur bei hoher relativer Luftfeuchte. Infektionen der Atemwege nehmen bei trockener Luft zu, allergische Reaktionen und Asthma bei feuchtem und trockenem Klima.

Sachverständige:
Erkki Kokko, Bauphysik-Consulter, Rakennusneuvonta Kokko Ky
Pekka Nurro, Wood Focus Oy
Keijo Kolu, UPM-Kymmene Holzindustrie



 

 
 


UPM-Kymmene bietet hochwertige Lösungen für den Holzbau. Für Hausfassaden werden oft WISA-Pro-Paneling und WISA-Special-Sperrholz eingesetzt.
Foto: UPM-Kymmene

 

 
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