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Forstcluster als Wettbewerbsvorteil
Finnland versteht sich auf Papier

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1.3.2004
 

 
 

Die finnischen Holzkonzerne repräsentieren mit ihrer Kompetenz europäische Spitze und stellen auch im globalen Maßstab bedeutende Faktoren dar. Dieser Erfolg basiert zu einem Großteil auf der langen Tradition ihrer vorzüglichen Forschungs- und Ausbildungssysteme und auf enger Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschungsinstituten und Hochschulen. Der Forstcluster, dieses von Unternehmertum und hoher Kompetenz geprägte Netzwerk, ist zu einem Wettbewerbstrumpf Finnlands geworden.

„Die finnische Papierindustrie ist sowohl was ihre Technologie als auch ihre Produktentwicklung anbelangt Weltspitze", sagt Jouko M. Jaakkola, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Finnischen Forstindustrie und Geschäftsführer von M-real. Als Kernpunkt im Erhalt der starken Kompetenz und guten Wettbewerbsfähigkeit der Branche nennt er Investitionen in die Ausbildung, Forschung und Produktentwicklung.

Als Papier- und Kartonproduzent rangiert Finnland in der Weltstatistik an sechster, mit seinem 15-prozentigen Anteil am Papier- und Kartonexport aber an zweiter Stelle. Für die finnische Volkswirtschaft bedeutete und bedeutet die Papierindustrie einen wichtigen Industriezweig", resümiert Jaakkola.

Papieringenieure für die Welt

Einerseits langfristige Investitionen in die Ausbildung von Papierfachleuten in Finnland und anderseits Abstriche bei dieser Lehrtätigkeit in anderen Ländern ließen Finnland zu einem zentralen Ausbildungsland auf diesem Gebiet werden.

Als wichtigste Neuerung in den letzten Jahren ist das Anlaufen des „Master of Science"-Ausbildungsprogramms an der TU zu nennen - einer ungewöhnlich hochkarätigen Schulungseinheit, die auch im Ausland Interesse erregt.

„Finnland ist global führend in der Ausbildung von Papieringenieuren, davon zeugt auch die Tatsache, dass heute fast zwei Drittel der Papieringenieure Europas ihren Abschluss in Finnland machen", argumentiert Jaakkola.

Forschung - internationale Klasse

Auch mit ihrer F&E-Tätigkeit ist die finnischen Papierindustrie in den letzten zwanzig Jahren zur Weltspitze vorgestoßen. Orientierte man sich früher in der Produktionstechnologie und Forschung am Ausland, so ist inzwischen Finnland zum „Gebenden" geworden.

„Finnland kann auch auf diesem Gebiet mit einer starken Tradition aufwarten. Durch Konzentration der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Branche haben sich neue Möglichkeiten ergeben. Starke Unternehmen, renommierte Anlagenlieferanten und überhaupt die zu diesem Cluster gehörende Industrie investieren heute in Finnland", fährt Jaakkola fort.

Papierkompetenz im Jahr 2020

„Die Globalisierung schafft neue Produktmärkte und gleichzeitig die Voraussetzungen für noch bessere Nutzung des technischen Wissens und Könnens. Deshalb müssen wir unsere Kompetenz ständig weiterentwickeln und darauf bedacht sein, unsere Preise wettbewerbsfähig zu halten", betont Jaakkola.

Der zunehmende Kampf um qualifizierte Arbeitskräfte bedeutet auch für die finnische Papierindustrie eine Herausforderung. Und da die Holzressourcen begrenzt sind, geht die Entwicklung hin zu einem immer höheren Veredlungsgrad. Wichtig ist auch die Sicherung der Kosteneffizienz über die gesamte Produktionskette vom Wald bis hin zum Kunden.

„Im Jahr 2020 werden die in Finnland wurzelnden Holzindustrieunternehmen ihre Position als weltweite Branchenführer weiter gestärkt haben. Der Ausbau des Vorsprungs wird dabei auf innovativer Technologieentwicklung, Kosteneffizienz und der einzigartigen Synergie des finnischen Forstclusters basieren", prognostiziert Jouko M. Jaakkola.

 

Sonstige links:

>> Papierland Finnland

 

 
 


Finnland ist der zweitgrößte Papierexporteur der Welt.
Photo: UPM-Kymmene

 

 
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