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Die finnischen Holzkonzerne repräsentieren mit ihrer
Kompetenz europäische Spitze und stellen auch im globalen
Maßstab bedeutende Faktoren dar. Dieser Erfolg basiert
zu einem Großteil auf der langen Tradition ihrer vorzüglichen
Forschungs- und Ausbildungssysteme und auf enger Zusammenarbeit
zwischen Industrie, Forschungsinstituten und Hochschulen.
Der Forstcluster, dieses von Unternehmertum und hoher Kompetenz
geprägte Netzwerk, ist zu einem Wettbewerbstrumpf Finnlands
geworden.
Die finnische Papierindustrie ist sowohl was ihre Technologie
als auch ihre Produktentwicklung anbelangt Weltspitze",
sagt Jouko M. Jaakkola, Vorstandsvorsitzender des Verbands
der Finnischen Forstindustrie und Geschäftsführer
von M-real. Als Kernpunkt im Erhalt der starken Kompetenz
und guten Wettbewerbsfähigkeit der Branche nennt er Investitionen
in die Ausbildung, Forschung und Produktentwicklung.
Als Papier- und Kartonproduzent rangiert Finnland in der
Weltstatistik an sechster, mit seinem 15-prozentigen Anteil
am Papier- und Kartonexport aber an zweiter Stelle. Für
die finnische Volkswirtschaft bedeutete und bedeutet die Papierindustrie
einen wichtigen Industriezweig", resümiert Jaakkola.
Papieringenieure für die Welt
Einerseits langfristige Investitionen in die Ausbildung von
Papierfachleuten in Finnland und anderseits Abstriche bei
dieser Lehrtätigkeit in anderen Ländern ließen
Finnland zu einem zentralen Ausbildungsland auf diesem Gebiet
werden.
Als wichtigste Neuerung in den letzten Jahren ist das Anlaufen
des Master of Science"-Ausbildungsprogramms an
der TU zu nennen - einer ungewöhnlich hochkarätigen
Schulungseinheit, die auch im Ausland Interesse erregt.
Finnland ist global führend in der Ausbildung
von Papieringenieuren, davon zeugt auch die Tatsache, dass
heute fast zwei Drittel der Papieringenieure Europas ihren
Abschluss in Finnland machen", argumentiert Jaakkola.
Forschung - internationale Klasse
Auch mit ihrer F&E-Tätigkeit ist die finnischen
Papierindustrie in den letzten zwanzig Jahren zur Weltspitze
vorgestoßen. Orientierte man sich früher in der
Produktionstechnologie und Forschung am Ausland, so ist inzwischen
Finnland zum Gebenden" geworden.
Finnland kann auch auf diesem Gebiet mit einer starken
Tradition aufwarten. Durch Konzentration der Forschungs- und
Entwicklungstätigkeit der Branche haben sich neue Möglichkeiten
ergeben. Starke Unternehmen, renommierte Anlagenlieferanten
und überhaupt die zu diesem Cluster gehörende Industrie
investieren heute in Finnland", fährt Jaakkola fort.
Papierkompetenz im Jahr 2020
Die Globalisierung schafft neue Produktmärkte
und gleichzeitig die Voraussetzungen für noch bessere
Nutzung des technischen Wissens und Könnens. Deshalb
müssen wir unsere Kompetenz ständig weiterentwickeln
und darauf bedacht sein, unsere Preise wettbewerbsfähig
zu halten", betont Jaakkola.
Der zunehmende Kampf um qualifizierte Arbeitskräfte
bedeutet auch für die finnische Papierindustrie eine
Herausforderung. Und da die Holzressourcen begrenzt sind,
geht die Entwicklung hin zu einem immer höheren Veredlungsgrad.
Wichtig ist auch die Sicherung der Kosteneffizienz über
die gesamte Produktionskette vom Wald bis hin zum Kunden.
Im Jahr 2020 werden die in Finnland wurzelnden Holzindustrieunternehmen
ihre Position als weltweite Branchenführer weiter gestärkt
haben. Der Ausbau des Vorsprungs wird dabei auf innovativer
Technologieentwicklung, Kosteneffizienz und der einzigartigen
Synergie des finnischen Forstclusters basieren", prognostiziert
Jouko M. Jaakkola.



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