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Ein kürzlich in Finnland entwickeltes digitales Messsystem
für Abwasserleitungen untersucht diese automatisch ohne
dass sich dabei jemand die Hände schmutzig zu machen
braucht. Der Bediener der Anlage sitzt vielmehr bequem oben
während der mit Kamera ausgestattete Roboter unten im
Kanalisationsnetz die Dreckarbeit verrichtet. Mit seiner Fischaugenlinse
untersucht der Apparat die Kanal- oder Rohrwand schnell und
zuverlässig und meldet eventuelle bedrohliche Schadstellen.
Also kein allsommerliches Aufreißen von Straßen
mehr!
Die Firma Painehuuhtelu Oy und das Technische Forschungszentrum
von Finnland (VTT) haben mehrere Technologien kombiniert und
so ein System geschaffen, das den Zustand von Kanalisationsnetzen
digital misst und so der Entstehung großer Schäden
vorbeugt. Das System umfasst einen Scanner, eine Beleuchtungseinrichtung
und einen Roboter mit verstellbaren Reifen. Als oberirdische
Komponenten hat die Anlage - z.B. in einem Lieferwagen - eine
Steuerungseinheit und einen Computer.
Einen Kilometer pro Tag
Der Roboter bewegt sich flott, ohne jede Unterbrechungen
durchs Kanalisationsnetz und registriert dabei den Befund
millimetergenau. Die Messergebnisse werden auf einer CD gespeichert,
die die Daten von bis zu 1 km Strecke fasst. Die so gewonnenen
Unterlagen können mit Betrachtungssoftware des VTT visualisiert
werden. Schäden in der Leitung sind sofort zu erkennen.
Das System schafft pro Tag eine Strecke von bis zu 1 km.
Dank dem Fischauge des Roboters lässt sich sogar die
gesamte Strecke zwischen zwei Inspektionsschächten auf
einmal auf den Bildschirm des Computers bringen, und zwar
von oben, unten, rechts und links aufgenommen; Nickbewegungen
des Roboters sind dazu nicht erforderlich.
Die finnische Firma Painehuuhtelu Oy befasst sich u.a. mit
der Weiterentwicklung, dem Einsatz und dem Vertrieb des Systems.


>>
www.vtt.fi
>>
www.painehuuhteluptv.fi
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