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Emissionsrechte wurden reduziert

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01.10.2007
 

 
 

Die Europäische Kommission hat die den finnischen Unternehmen in den Jahren 2008 - 2012 zuzuteilenden CO2-Emissionsrechte beschnitten. In der Wirtschaft hält man diese Entscheidung für bedauerlich, denn die Betriebe erhalten nun deutlich weniger Rechte als sie benötigen.

„Wegen der zu knappen Emissionsrechte müssen die Unternehmen Mehrkosten und eine Schwächung ihrer Wettbewerbsfähigkeit hinnehmen. Besonders betroffen sind davon die im weltweiten Konkurrenzkampf stehenden energieintensiven Branchen" konstatiert Jouni Tolonen, Sachverständiger für Energie- und Klimafragen beim Hauptverband der Finnischen Wirtschaft (EK).

Laut Kommissionsbeschluss vom Juni dürfen den vom Emissionshandel betroffenen finnischen Unternehmen im Durchschnitt zusammen 37,9 Mio. Tonnen CO2 im Jahr zugebilligt werden; Finnland hatte 39,6 Mio. Tonnen vorgeschlagen.

„Die Reduzierung um zwei Millionen Tonnen Kohlendioxid bedeutet für die Wirtschaft rund 40 Mio. Euro Mehrkosten im Jahr", rechnet Tolonen vor.

Unfaire Bezugswerte

Aus finnischer Sicht ist diese Entscheidung deshalb ungerecht, weil die Kommission in ihrer Beurteilung der Verteilungspläne als Bezugsjahr das Jahr 2005 wählte, in dem die Emissionen Finnlands ungewöhnlich niedrig lagen, bedingt durch hohes Wasserkraftangebot, einen langen Betriebsstillstand der Forstindustrie und ungewöhnlich warmes Wetter.

„Der Hauptverband der Finnischen Wirtschaft findet diese Abstriche bedauerlich, denn der finnische Verteilungsplan zielte namentlich darauf ab, die Klimaverpflichtungen von Kyoto zu erfüllen", betont Tolonen.

Der Beschluss der Kommission traf auch in anderen EU-Ländern auf Kritik. „Wegen ihres Reduktionsbeschlusses kann die Kommission vor den EG-Gerichtshof zitiert werden. Sechs EU-Länder haben bereits erklärt, das zu tun."

In Finnland sind 150 Unternehmen sowie rund 500 Produktionsbetriebe der Industrie und des Energiesektors vom EU-Emissionshandel betroffen.

 

Emissionshandel - was ist das?

  • Der Emissionshandel ist ein Instrument zur Verwirklichung und zur Lenkung der Klimapolitik in der Praxis. Der EU-Emissionshandel ist ein Mittel der Union, den Klimavertrag von Kyoto umzusetzen. Der Handel betrifft anfangs die Kohlendioxidemissionen.

  • Die in den Bereich des Emissionshandels fallenden Unternehmen können dort Emissionsrechte kaufen, wo sich das Reduzieren der Emissionen vorteilhafter als bei ihnen gestaltet.

  • Übersteigen die Emissionen eines Unternehmens die ihm zugeteilten Emissionsrechte, so muss es entweder seine Emissionen reduzieren oder zusätzliche Rechte am Markt kaufen. Nutzt das Unternehmen seine Rechte nicht voll aus, kann es den Überschuss verkaufen.

  • Vom Emissionshandel betroffen sind die Stahl-, Zellstoff-, Papier-, Zement-, Kalk-, Glas- und Keramikindustrie, die Ölraffinerien, die Kokereien und die Feuerungsanlagen über 20 Megawatt.

 





 

 
 

Helsinki Energy
Der Hauptverband der Finnischen Wirtschaft (EK) strebt einen globalen Emissionshandel an, der den Unternehmen gleichwertige Wettbewerbsbedingungen sichert. (Foto: Helsinki Energy)

 

 
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