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Chemie erhielt eigenes Kompetenzzentrumsprogramm

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23.7.2003
 

 
 

In der westfinnischen Küstenstadt Kokkola hat sich eine regionale Chemie- und Chemieindustrie-Kompetenzkonzentration profiliert, deren Programm auf systematische Weiterführung der Entwicklungsarbeit ausgerichtet ist.

Im Raum Kokkola wirken mehrere Spitzenunternehmen der Chemiebranche: Kemira Chemicals Oy betreibt dort die größte Calciumchlorid-Fabrik der EU-Region, OMG Kokkola Chemicals Oy ist der weltgrößte Kobaltproduzent, und das Werk Kokkola von Outokumpu Zinc Oy verfügt über die zweithöchste Zinkproduktionskapazität in Europa. Auf Chemie stützen sich im benachbarten Pietarsaari auch der Kunststofffolienhersteller KHW Plast Oy und die Holz verarbeitenden Betriebe von UPM-Kymmene, dem größten Druckpapierhersteller der Welt und auch bedeutendsten Arbeitgeber der Stadt. Weiter ist der Bau finnischer Glasfiberboote zu 85 Prozent in dieser Region konzentriert.

Das Programm des Kompetenzzentrums Kokkola ist auf den Einsatz von Chemie in der Industrie abgestellt und vernetzt verschiedenen Produktionszweigen gemeinsame chemische Technologien, chemisches Grundkönnen und Kompetenz von Einzelbetrieben. Schwerpunktbereiche sind die Chemie der anorganischen Salze, Metallchemie, organische Chemie und Polymerchemie. Ganz besonders wird in die Herstellung hochreiner und „maßgeschneiderter" Produkte investiert. Dem Kooperationsnetz gehören Unternehmen, Fachschulen, Universitäten, Forschungsinstitute, Dienstleistungslabors und institutionelle Akteure wie zum Beispiel Finanziers an. Gemanagt wird das Ganze vom Technologiezentrum Ketek.

Kopplung von Spitzenvorhaben

Technologie-Spitzenprojekte wie „Prozess" und „Polymer" werden eng mit Hauptvorhaben zur Weiterentwicklung von Kompetenz und Unternehmen verlinkt. Mit dem Vorhaben „Chemistry Studies at multi disciplinary campus (MUC)" sollen eine Studienumgebung für Fachleute verschiedener Chemiebereiche geschaffen und Technologieprojekten zusätzliche Kompetenz und Könner zugeführt werden. Das Vorhaben „Pro Chemistry" wiederum dient dazu, in Technologieprojekten geschaffene Kompetenz den Unternehmen zugänglich zu machen. Dies geschieht durch Förderung der Umsetzung von Innovationen in kommerzielle Produkte, der Gründung von Start-ups und des Wachstums kleiner Unternehmen.

Als Kern des Chemie-Kompetenzzentrums Kokkola soll nun ein Zwecken der Industrie und der Ausbildung dienendes neues Forschungs-, Schulungs- und Dienstleistungslabor-Zentrum gebaut werden, das auch als Unternehmensinkubator fungieren wird. Generell hat man im Raum Kokkola die Vision, zu einem national und international bedeutsamen Forschungs- und Entwicklungszentrum des Bereichs chemische Produktionstechnologien zu werden.

Kompetenzzentrumsprogramm - finnisches Modell

Das Landes-Kompetenzzentrumsprogramm dient der Förderung von Regionen, wobei die Ressourcen auf die Weiterentwicklung gewisser international wettbewerbsfähiger Kompetenzbereiche konzentriert werden. Bezweckt wird, die in der gleichen Region und im gleichen Kompetenzbereich tätigen Experten der Forschung, Ausbildung und Unternehmen zu noch engerer Zusammenarbeit zu bringen. Durch Synergie und Entwicklung der Arbeitsumgebung sollen die Voraussetzungen für das Wirken kompetenzintensiver Branchen in den verschiedenen Teilen des Landes verbessert werden. Die in den einzelnen Regionen erfolgende Programmarbeit wird von einer nationalen „Arbeitsgruppe Kompotenzzentren" koordiniert, der Sachverständige aus den zuständigen Ministerien, der Wirtschaft, Forschung, Ausbildung, Kultur sowie der Stadt- und Regionalverwaltungen angehören.

Mit der Verwirklichung des Programms wurde in elf Kompetenzzentren begonnen. Auf Grund guter Erfahrungen erweiterte die Regierung das Vorhaben durch Nominierung neuer Bereiche und Zentren für ein zweites Programm dieser Art. Für die Periode 2003-2006 sind nun 19 regionale Kompetenzzentren und drei landesweite Netzkompetenzzentren benannt.

Bei der Verwirklichung des Programms gilt u.a. das Wettbewerbsprinzip. Voraussetzungen für eine Beteiligung sind: Konzentration international hoher Kompetenz, Innovativität und Wirksamkeit der Maßnahmen des vorgeschlagenen Programms, effektive Organisation und Verpflichtung der potenziellen Teilnehmer zu dem Programm. Die Kompetenzzentren konkurrieren auch um die jährlich vom Staat bereitgestellte Grundfinanzierung.

www.intermin.fi/

Sonstige links:

>> www.tekel.fi
>> www.ketek.fi

 

 
 


 

 
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