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In der westfinnischen Küstenstadt Kokkola hat sich
eine regionale Chemie- und Chemieindustrie-Kompetenzkonzentration
profiliert, deren Programm auf systematische Weiterführung
der Entwicklungsarbeit ausgerichtet ist.
Im Raum Kokkola wirken mehrere Spitzenunternehmen der Chemiebranche:
Kemira Chemicals Oy betreibt dort die größte Calciumchlorid-Fabrik
der EU-Region, OMG Kokkola Chemicals Oy ist der weltgrößte
Kobaltproduzent, und das Werk Kokkola von Outokumpu Zinc Oy
verfügt über die zweithöchste Zinkproduktionskapazität
in Europa. Auf Chemie stützen sich im benachbarten Pietarsaari
auch der Kunststofffolienhersteller KHW Plast Oy und die Holz
verarbeitenden Betriebe von UPM-Kymmene, dem größten
Druckpapierhersteller der Welt und auch bedeutendsten Arbeitgeber
der Stadt. Weiter ist der Bau finnischer Glasfiberboote zu
85 Prozent in dieser Region konzentriert.
Das Programm des Kompetenzzentrums Kokkola ist auf den Einsatz
von Chemie in der Industrie abgestellt und vernetzt verschiedenen
Produktionszweigen gemeinsame chemische Technologien, chemisches
Grundkönnen und Kompetenz von Einzelbetrieben. Schwerpunktbereiche
sind die Chemie der anorganischen Salze, Metallchemie, organische
Chemie und Polymerchemie. Ganz besonders wird in die Herstellung
hochreiner und maßgeschneiderter" Produkte
investiert. Dem Kooperationsnetz gehören Unternehmen,
Fachschulen, Universitäten, Forschungsinstitute, Dienstleistungslabors
und institutionelle Akteure wie zum Beispiel Finanziers an.
Gemanagt wird das Ganze vom Technologiezentrum Ketek.
Kopplung von Spitzenvorhaben
Technologie-Spitzenprojekte wie Prozess" und Polymer"
werden eng mit Hauptvorhaben zur Weiterentwicklung von Kompetenz
und Unternehmen verlinkt. Mit dem Vorhaben Chemistry
Studies at multi disciplinary campus (MUC)" sollen eine
Studienumgebung für Fachleute verschiedener Chemiebereiche
geschaffen und Technologieprojekten zusätzliche Kompetenz
und Könner zugeführt werden. Das Vorhaben Pro
Chemistry" wiederum dient dazu, in Technologieprojekten
geschaffene Kompetenz den Unternehmen zugänglich zu machen.
Dies geschieht durch Förderung der Umsetzung von Innovationen
in kommerzielle Produkte, der Gründung von Start-ups
und des Wachstums kleiner Unternehmen.
Als Kern des Chemie-Kompetenzzentrums Kokkola soll nun ein
Zwecken der Industrie und der Ausbildung dienendes neues Forschungs-,
Schulungs- und Dienstleistungslabor-Zentrum gebaut werden,
das auch als Unternehmensinkubator fungieren wird. Generell
hat man im Raum Kokkola die Vision, zu einem national und
international bedeutsamen Forschungs- und Entwicklungszentrum
des Bereichs chemische Produktionstechnologien zu werden.
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Kompetenzzentrumsprogramm - finnisches Modell
Das Landes-Kompetenzzentrumsprogramm dient der Förderung
von Regionen, wobei die Ressourcen auf die Weiterentwicklung
gewisser international wettbewerbsfähiger Kompetenzbereiche
konzentriert werden. Bezweckt wird, die in der gleichen
Region und im gleichen Kompetenzbereich tätigen
Experten der Forschung, Ausbildung und Unternehmen zu
noch engerer Zusammenarbeit zu bringen. Durch Synergie
und Entwicklung der Arbeitsumgebung sollen die Voraussetzungen
für das Wirken kompetenzintensiver Branchen in
den verschiedenen Teilen des Landes verbessert werden.
Die in den einzelnen Regionen erfolgende Programmarbeit
wird von einer nationalen Arbeitsgruppe Kompotenzzentren"
koordiniert, der Sachverständige aus den zuständigen
Ministerien, der Wirtschaft, Forschung, Ausbildung,
Kultur sowie der Stadt- und Regionalverwaltungen angehören.
Mit der Verwirklichung des Programms wurde in elf Kompetenzzentren
begonnen. Auf Grund guter Erfahrungen erweiterte die
Regierung das Vorhaben durch Nominierung neuer Bereiche
und Zentren für ein zweites Programm dieser Art.
Für die Periode 2003-2006 sind nun 19 regionale
Kompetenzzentren und drei landesweite Netzkompetenzzentren
benannt.
Bei der Verwirklichung des Programms gilt u.a. das
Wettbewerbsprinzip. Voraussetzungen für eine Beteiligung
sind: Konzentration international hoher Kompetenz, Innovativität
und Wirksamkeit der Maßnahmen des vorgeschlagenen
Programms, effektive Organisation und Verpflichtung
der potenziellen Teilnehmer zu dem Programm. Die Kompetenzzentren
konkurrieren auch um die jährlich vom Staat bereitgestellte
Grundfinanzierung.
www.intermin.fi/
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www.tekel.fi
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