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Das von Orion Pharma geschaffene Originalpräparat
Entacapon bringt eine erhebliche Besserung in der Therapie
der Parkinson-Krankheit. Die Projektgruppe, die dieses Medikament
entwickelte, erhielt den Innovationspreis der Chemieindustrie
2004.
Die Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende Atrophie
im Bereich des Stammhirns; ihre Symptome sind u.a. Zittern
und Starre der Körpermuskulatur. Weltweit leiden etwa
6,3 Millionen Menschen an dieser Krankheit.
Das vor allem alternde Menschen befallende Leiden führt
zur Verringerung des Botenstoffs Dopamin im Hirn. Die patentgeschützte
Innovation von Orion Pharma verstärkt, zusammen mit dem
Basismedikament Levodopa eingenommen, dessen Wirkung erheblich
und verbessert die Lebensqualität des Patienten.
"Entacapon repräsentiert eine völlig neue
pharmakologische Herangehensweise an die Behandlung von Parkinson
und hat sehr schnell eine anerkannte Stellung in der Behandlung
dieses Leidens erlangt. Das Präparat ist nicht nur wirksam,
sondern auch sicher", unterstreicht Esa Heinonen, Leiter
F&E.
Vom Molekül zur Innovation
Entacapon wurde bei Orion ausgehend von einem Arzneimolekül
durch chemische und Bioforschung zu einer echten Innovation
entwickelt. Dazu war jahrelange Kooperation hunderter Spezialisten
aus dem Bereich der Naturwissenschaften und der Medizin erforderlich,
und die Arbeit geht weiter. Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung
entstanden 15 Dissertationen, über 900 internationale
wissenschaftliche Publikationen und über 100 veröffentlichte
Artikel.
"Die bisher letzte Stufe der Innovationskette bestand
in der Schaffung eines Präparats, in dem Levodopa und
Entacapon kombiniert sind. Das unter der Handelsbezeichnung
Stalevo bekannte Medikament steht im EU-Raum und den USA bereits
in den Regalen der Apotheken", sagt Heinonen.
Die Entacapon-Präparate sind in ihrem Sektor marktführend
und die wichtigste Produktgruppe von Orion Pharma, die im
vergangenen Jahr auf einen Umsatz von rund hundert Millionen
Euro kam.
Die Vergabe des Innovationspreises obliegt dem Beratenden
Ausschuss der Chemieindustrie. Ausschlaggebend für die
Zuerkennung waren die Einzigartigkeit der Innovation der Projektgruppe,
ihre vielseitige und umfangreiche Forschungstätigkeit
auf verschiedenen Gebieten der Medikamentenentwicklung und
die inzwischen beachtliche Marktstellung des Produkts.
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Innovationspreis der Chemieindustrie
Der Innovationspreis der finnischen Chemieindustrie
wird jährlich an eine Person, ein Team oder ein
Unternehmen als Anerkennung für eine beachtliche,
nutzbare Innovation in der Chemiebranche verliehen.
Diese Auszeichnung ist mit 10 000 Euro dotiert und soll
zu forschungsorientierter, innovativer Tätigkeit
ermutigen und zu Kommerzialisierung von Produkten und
zu neuen Unternehmeraktivitäten in der Chemiebranche
anregen.
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