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Ein mobiles Messlabor erschnuppert in der City von Helsinki
im Verkehrsstrom die Staubmengen der Luft. Aus der hinter
dem linken Hinterrad gesammelten Probe ist ersichtlich, wann
eine Straßenwäsche angezeigt ist.
In der Fachhochschule Helsinki (Stadia) wurde für mobile
Messungen ein Schnupperauto (finn. Nuuskija-auto) konstruiert
und gebaut. Der Wagen stellt eine wirklich flotte Alternative
zu den stationären Messstationen dar. Mit diesem beweglichen
Labor gelangen die Messvorrichtungen schnell und leicht jeweils
dorthin, wo die Emissionen entstehen.
"Mit dem Wagen kommen wir direkt an die Staubquellen,
d.h. die Messungen können unter echten Verkehrsbedingungen
erfolgen. Der vom Autorad aufgewirbelte Straßenstaub
wird etwa 15 cm über Grund erfasst, und da erhält
man natürlich bedeutend größere Messwerte
als in den längs der Straßen befindlichen festen
Stationen", erläutert Dozentin und Projektleiterin
Liisa Pirjola.
Weniger Emissionen durch Straßenwäsche
Der Schnupperwagen erfasst den Gesamtgehalt an Feinstaub
und dessen Korngrößenverteilung, aber auch Kohlenmonoxid,
Kohlendioxid und Stickoxide. Eine Wetterstation auf dem Wagendach
registriert die meteorologischen Daten, die Fahrgeschwindigkeit
und die Ortskoordinaten. Bei Bedarf werden die Fahrsituationen
mit einer Web-Kamera festgehalten.
Seit April dieses Jahres wurden im Zentrum von Helsinki die
Straßenstaubemissionen mehrmals wöchentlich gemessen.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich die vom Verkehr aufgewirbelten
Staubmengen nach erfolgter Straßenreinigung radikal
verringern.
"Mit Beseitigung des winterlichen Streusandes und dem
Waschen der Straßen gingen die Schadstoffkonzentrationen
auf ein Fünftel ihres ursprünglichen Wertes zurück",
bestätigt Frau Pirjola.
Jede Menge Interessenten
Für Direktmessung des vom Verkehr aufgewirbelten Staubs
besteht Nachfrage im In- wie im Ausland. "Das für
den Schnupperwagen entwickelte und gebaute Stauberfassungssystem
ist fast einmalig in der Welt, lediglich in den USA gibt es
ein ähnliches Konzept", erläutert Liisa Pirjola.
Interessiert an solchen Straßenstaub-Messergebnissen
sind zum Beispiel Forschungsinstitute, für Umweltangelegenheiten,
Straßenunterhalt und Glättebekämpfung zuständige
Behörden, Straßenreinigungsgerät verkaufende
und benutzende Unternehmen sowie Firmen der Auto- und Reifenbranche.
"Die Feinstaubemissionen haben erhebliche gesundheitschädliche
Wirkung. Es liegen Schätzungen vor, nach denen in Europa
jährlich Hunderttausende Menschen wegen Feinstaubeinwirkung
vorzeitig sterben", konstatiert Liisa Pirjola abschließend.
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Feinstaub - ein Gesundheitsrisiko
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Der vom Verkehr verursachte Feinstaub, aus vielen
Quellen stammend aus geringer Höhe in die Luft
gewirbelt, bedeutet ein ernstes Gesundheitsrisiko.
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Die Atemluft kann große Mengen frischen Feinstaub
enthalten, der tief in die Lungenbläschen eindringt.
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Neben der Nahexposition werden die Menschen auch
oft aus großen Entfernungen angewehten Partikeln
ausgesetzt.
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Mit der Untersuchung der gesundheitlichen Auswirkungen
von Feinstaub wurde in den 1990er Jahren begonnen.
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Epidemiologische Untersuchungen zeigen, dass infolge
Feinstaubeinwirkung die Lungen-, Herz- und Allergiesymptome
zugenommen haben.
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www.stadia.fi
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