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Neste Oil und Stora Enso kooperieren
Aus Schlagabraum wird Biodiesel

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07.08.2007
 

 
 

Aus Holzabfällen wird schon in naher Zukunft Biotreibstoff gewonnen. Der Ölkonzern Neste Oil, der eine globale Spitzenposition als Biodiesel-Hersteller anstrebt, und der Forstindustriekonzern Stora Enso entwickeln gemeinsam Produktionstechnologie einer neuen Generation.

Die Zusammenarbeit dient dem Zweck, den Rohstoff Holz für die Produktion von Biotreibstoff einzusetzen und so fossile Energieträger zu ersetzen und die Emission von Treibhausgasen zu reduzieren. In dem Vorhaben wird Kompetenz von Neste Oil, Stora Enso und VTT zur Entwicklung und Kommerzialisierung von Biotreibstoff-Herstellungsverfahren auf Holzbasis genutzt.

Alles was das Holz hergibt

Stora Enso liefert Holzbiomasse als Rohstoff für die Anlage und nutzt die von ihr erzeugte Wärmeenergie. Neste Oil verarbeitet den gewonnenen Biotreibstoff zu einem Endprodukt und bringt dieses auf den Markt.

„Wir verfolgen das Ziel, eine betriebswirtschaftlich rentable neue Produktion zu schaffen", berichtet Direktor Jorma Westlund von Stora Enso. „Die industrielle Erzeugung eines für Biodiesel passenden Rohstoffs in Verbindung mit der Zellstoffherstellung bringt sowohl im Produktionsprozess als auch in der Rohholz-Logistik Synergievorteile. Sind die Bäume einmal gefällt, sollte ihre Biomasse so umfassend wie möglich genutzt werden."

„Hinter neuen Innovationen müssen Spitzenkönner stehen. Durch diese Zusammenarbeit haben wir bessere Chancen, Lösungen für noch offene technische Probleme zu finden und auf diese Weise etwas wirklich Neues und Bedeutsames zu schaffen", bestätigt Osmo Kammonen, Kommunikations-direktor bei Neste Oil.

Gasreinigung als Herausforderung

Die beiden Partner errichten vorerst auf Fifty-fifty-Basis im Stora-Enso-Betrieb Varkaus eine Versuchsanlage. Um Holzbiomasse in der Treibstoffherstellung nutzen zu können, müssen zunächst die mit der Gewinnung reinen Synthesegases verbundenen Fragen geklärt werden.

„Das bei der Vergasung von Biomasse gewonnene Gas enthält Verunreinigungen, die der Herstellung hochwertigen Treibstoffs im Wege stehen. Unsere größte Herausforderung besteht nun darin, ein Verfahren zum Reinigen des Gases zu finden", schildert Kammonen.

Sobald der Prozess in der Versuchsanlage wie erwartet läuft, werden Produktionsanlagen im vollen Maßstab errichtet. „Wir rechnen damit, dass uns die Versuchsanlage relativ schnell wesentliche Informationen liefert, um zur Produktion in größerem Maßstab übergehen zu können", wirft Westlund ein.

Ein natürlicher Schritt vorwärts

Für Neste Oil und Stora Enso bieten die wachsenden Biotreibstoffmärkte Europas gute Perspektiven, denn die Nachfrage nach hochwertigen, aus verschiedenen Rohstoffen hergestellten Treibstoffen steigt ständig.

Die Europäische Union hat das Ziel vorgegeben, bis zum Jahr 2010 5,75 Prozent der fossilen Treibstoffe durch Biokraftstoffe zu ersetzen. Bis zum Jahr 2020 soll dieser Anteil sogar auf 10 Prozent steigen. Das aber macht eine erhebliche Erweiterung der Biotreibstoffproduktion erforderlich.

Für Neste Oil ist die Verarbeitung von Holzsubstanz in der Biotreibstofferzeugung ein logischer Schritt nach vorn. „Durch diese Zusammenarbeit können wir unsere Biodieselproduktion erweitern ohne auf Nahrungspflanzen als Rohstoffbasis zurückgreifen zu müssen", argumentiert Kammonen.

 



>> www.nesteoil.com
>> www.storaenso.com

 

 
 

Netti-Nysse
In der Zusammenarbeit zwischen Neste Oil und Stora Enso werden traditionelle Industrie-branchengrenzen überschritten.
Foto: Neste Oil

 

 
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