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Aufbruch ins Nanozeitalter
Nano - Potenzial für eine Revolution

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8.6.2005
 

 
 

Die Nanotechnologie wird oft mit dem Siegeszug der IT verglichen. "Daraus könnte sich durchaus eine revolutionierende Branche entwickeln, aber warten wir ab. Auf jeden Fall handelt es sich dabei um eine bedeutsame neue Technologie", meint Professor Päivi Törmä vom Nanoscience Center.

Die Professorin warnt davor, unrealistische Hoffnungen in die Kommerzialisierung der Nanotechnologien zu setzen - trotz deren gewaltigen Potentials. "Zu hohe Erwartungen und Seifenblasen sollte man tunlichst vermeiden."

Ein weiter Weg

Von der Nanotechnologie erhofft man sich Verbesserungen zum Beispiel bei Werkstoffen, Elektronik und der Entwicklung von Medikamenten. Produkte sind angefangen von der Verbrauchselektronik bis hin zu Baustoffen, Textilien und neuen Arzneimitteln zu erwarten. Die Nanotechnologie deckt ein sehr weites Feld.

"Einige Anwendungen sind bereits auf dem Markt; auf Produkte vieler Bereiche der Nanowissenschaft müssen wir aber noch lange warten", gibt Frau Törmä zu bedenken. "In vielen Technologiebereichen dauert die Entwicklung von den im Forschungslabor erarbeiteten wissenschaftlichen Grundlagen bis zum Gewinn bringenden Produkt an die 20 Jahre."

Alle Nanowissenschaften unter einem Dach

Jyväskylä gilt als Mekka der finnischen Nanoforschung. Im Nanoscience Center (NSC) der Universität mit seinen neuen Forschungslabors und seinem Unternehmensinkubator sind zehn Professoren und an die hundert wissenschaftliche Mitarbeiter tätig.

Wie Professor Törmä, die das Institut bis Ende Februar leitete, ausführt, befasst sich das NSC hauptsächlich mit fachübergreifender Nanoforschung. Das Institut vereint in einzigartiger Weise Forscher aus den drei eng mit der Nanotechnologie verbundenen Naturwissenschaften - Physik, Biologie und Chemie - unter einem Dach und in den gleichen Labors.

"Unsere Ziele sind Spitzenforschung in der Nanowissenschaft, einschlägige Ausbildung von Akademikern für Forschungsinstitute und die Industrie und Schaffung einer auch für Unternehmen günstigen Umgebung zur Nutzung dieser jungen Wissenschaft."

Wissenschaft und Praxis im gleichen Komplex

Eine Etage des NSC-Gebäudes ist für Unternehmen reserviert. Büro- und Laborräume werden nicht nur an Nanotechnologiefirmen, sondern auch an Unternehmen, die von der Nähe zur Uni und zu den Naturwissenschaften und von den Spezialeinrichtungen der Räumlichkeiten profitieren, vermietet.

Platz ist für etwa zehn Firmen vorhanden, und die ersten Mieter sind bereits eingezogen. Start-ups bietet sich die Möglichkeit zur Produktentwicklung und sogar zur Serienfabrikation in kleiner Stückzahl. An der Entwicklung der Branche interessierten Unternehmen bietet das Center sozusagen ein Fenster zur Nanotechnologie", schildert Professor Törmä.

Immer kleiner und leistungsfähiger

Professor Päivi Törmä forscht auf den Gebieten der Nano- und der Molekularelektronik. Es geht dabei um die Verwirklichung von Elektronik unter Einsatz immer winzigerer Komponenten, zum Beispiel um die Leitfähigkeit von DNA unter Einsatz nanoelektronischer Verfahren.

"Die Welt ruft nach immer leistungsfähigerer Datenverarbeitung, nach neuen Speichern und Sensoren. In der Molekularelektronik sind die Baugrößen gegenüber den jetzigen um das 10- bis 100-fache verkleinert. Große Packungsdichte und geringer Energieverbrauch können in Zukunft zu immer fortschrittlicherer Datenverarbeitung in den verschiedensten Anwendungen führen."

Sonstige links:

>> www.chem.jyu.fi/nanoscience

 

 
 


Mit dem Vakuumverdampfer können zum Beispiel hauchdünne Metallfilme aufgedampft werden. (Foto: Nanoscience Center)

 

 
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