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Mikroben verzehren Abfälle der Zellstoff- und Papierindustrie

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25.7.2002
 

 
 

Nützliche Bakterien verzehren bei Myllykoski Paper Oy schon seit über zehn Jahren Abwasserinhaltsstoffe. Die biologische Reinigung ist heute eines der effektivsten Klärverfahren der Zellstoff- und Papierindustrie.

Die im südlichen Finnland am Ufer des Kymijoki liegende Papierfabrik von Myllykoski Paper Oy pumpt ihre Abwässer zur Reinigung in eine biologische Kläranlage auf der anderen Seite des Flusses.

In dem biologischen Klärprozess werden dem Abwasser zunächst die Feststoffe wie Rinden- und Faserteilchen, Füllstoff und Streichpaste entzogen. Danach kommen lebende Mikroben zum Zug. Sie nutzen die im Abwasser enthaltenen organischen Stoffe als Nahrung und beseitigen so die Sauerstoff zehrenden Komponenten. Auf diese Weise werden bis zu 95 Prozent der bei der Halbstoffherstellung ins Wasser in Lösung gehenden Sauerstoff verbrauchenden Last eliminiert. Gelangen mit dem Abwasser stark Sauerstoff zehrende Komponenten in die Gewässer, kann es infolge O2-Mangels für die Fische eng werden.

In der letzten Stufe der Anlage erfolgt das Abscheiden der entstandenen Mikrobenmasse, und das nun klare Abwasser wird zurück in den Kymijoki geleitet. Dem Abwasser zugesetzter flüssiger Sauerstoff verhindert eventuelle Geruchsbelästigungen. Der getrocknete Klärschlamm wird mit Lkw auf die Deponie gebracht.

Weniger Wasser

In den neunziger Jahren stieß Myllykoski Paper Oy jährlich rund 10 Millionen Kubikmeter Abwasser aus. Diese Menge konnte inzwischen durch Einengung von Wasserkreisläufen und sparsameren Wassereinsatz um fast eine Million Kubikmeter reduziert werden - und das bei gleichzeitiger Erweiterung der Produktion.

Der Phosphorausstoß von Myllykoski Paper Oy hat sich in den neunziger Jahren auf ein Viertel des früheren Wertes reduziert, und diese Tendenz hält weiter an. Der mit dem Abwasser in die Vorfluter gelangende Phosphor verursacht da Eutrophierung.

Biologische Kläranlagen reduzieren den chemischen Sauerstoffbedarf (CSB) um 50 bis 80 Prozent und die organischen Chlorverbindungen um 50 bis 75 Prozent. Von den im Abwasser enthaltenen Nährstoffen wird der Phosphor zu 40 bis 70 Prozent abgeschieden, in den leistungsfähigsten Klärwerken sogar zu 90 Prozent. Der Stickstoffgehalt wird um 30 bis 50 Prozent reduziert.

 

Sonstige links:


>> Gewässerschutz - wichtiges Investitionsobjekt der Holzkonzerne (26.8.2002)

>> Tellervo Kylä-Harakka-Ruonala: Vom Umweltschutz zur gesellschaftlichen Verantwortung


>> www.myllykoski.com

 

 
 


 

 
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