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Weniger Emissionen, umfassendes Recycling
Leichtathletik-WM mit eigenem Umweltprogramm

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19.9.2005
 

 
 

Bei den im August in Helsinki ausgetragenen Leichtathletik-WM wurde nicht nur in sportlicher Hinsicht Geschichte gemacht, hatte doch zum ersten Mal auch das Publikum eines solchen Großwettkampfes vollen Durchblick durch das damit verbundene Umweltprogramm.

"Es wurde wirklich höchste Zeit, dass der Internationale Leichtathletikverband für die Veranstaltung auch ein Umweltprogramm erstellte. Und es war zu erwarten, dass die Initiative dazu von Finnland kommen und das Programm positiv aufgenommen werden würde, fasst Salla Koivusalo, Projektleiterin des ECOmass-Programms, die Kommentare ausländischer Medien zusammen.

Aufgabe des Vorhabens ist es, den CO2-Ausstoß und die Deponiemüllmenge zu reduzieren und nach ökoeffizienten Aktionsmodellen zu suchen. Man war bestrebt, bei sämtlichen mit den WM verbundenen Aktivitäten auch die Umweltgesichtspunkte gebührend zu berücksichtigen, und die gesamte Organisation hatte vor Beginn der Veranstaltung eine einschlägige Unterweisung erfahren.

Grünes Helsinki

In der Praxis wurde das Programm in vielfältigster Weise verwirklicht. "Das Publikum wurde angehalten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß ins Stadion zu kommen. Die Eintrittskarten berechtigten zu verbilligten Fahrkarten, und die insgesamt etwa 10.000 akkreditierten WM-Teilnehmer fuhren in den öffentlichen Verkehrsmitteln gratis", zählt Frau Koivusalo auf.

"Um den Kohlendioxidausstoß zu verringern, wurden möglichst effektive Transportwege gewählt. Die Fahrer erhielten eine Schnellausbildung in ökonomischem Fahren.

"In der WM-Kantine wurde bioabbaubares Einweggeschirr benutzt. Für das Einsortieren des Mülls standen Helfer bereit. Die Getränkeflaschen aus Kunststoff wurden zur Materialrückgewinnung eingesammelt.

Das Stadion-Fernsehen zeigte Info-Spots über "Walk in the Green Helsinki"-Routen. Als Baumaterial wurde nach Möglichkeit recyclingtaugliches oder wiederverwendbares Material eingesetzt. Sogar der Messeteppich war erneut verwendbar, was sonst nicht üblich ist."

Wie wirkte sich dieses Programm nun auf die Umwelt aus? Aufschluss darüber liefern während der Veranstaltung gemessene Faktoren wie Strom- und Wasserverbrauch sowie Müll- und Bioabfallmengen. Auch über die Eindrücke des Publikums von diesem Umweltprogramm wurde eine Umfrage angestellt.

Das ECOmass-Vorhaben

Eco-efficient Mass Event (ECOmass) ist ein von Dipoli der Technischen Universität koordiniertes und von der EU-Kommission finanziertes Projekt zur Entwicklung und zum Testen eines Handbuchs für ökoeffektive Massenveranstaltungen. Erstellt wird das Handbuch auf der Basis der Verwirklichung der Weltmeisterschaften und der geleisteten praktischen Arbeit; zur Anwendung gebracht werden soll es bei zukünftigen Wettkämpfen des Internationalen Leichtathletikverbandes (IAAF) und in breitem Maße auch bei anderen Sportereignissen und Großveranstaltungen. Das Vorhaben wurde Anfang August 2004 gestartet und läuft bis Juli 2006.

Sonstige links:

>> www.dipoli.tkk.fi/ecomass

 

 
 


Das WM-Maskottchen legte den Zuschauern die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nahe.

 

 
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