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Bei den im August in Helsinki ausgetragenen Leichtathletik-WM
wurde nicht nur in sportlicher Hinsicht Geschichte gemacht,
hatte doch zum ersten Mal auch das Publikum eines solchen
Großwettkampfes vollen Durchblick durch das damit verbundene
Umweltprogramm.
"Es wurde wirklich höchste Zeit, dass der Internationale
Leichtathletikverband für die Veranstaltung auch ein
Umweltprogramm erstellte. Und es war zu erwarten, dass die
Initiative dazu von Finnland kommen und das Programm positiv
aufgenommen werden würde, fasst Salla Koivusalo, Projektleiterin
des ECOmass-Programms, die Kommentare ausländischer Medien
zusammen.
Aufgabe des Vorhabens ist es, den CO2-Ausstoß und die
Deponiemüllmenge zu reduzieren und nach ökoeffizienten
Aktionsmodellen zu suchen. Man war bestrebt, bei sämtlichen
mit den WM verbundenen Aktivitäten auch die Umweltgesichtspunkte
gebührend zu berücksichtigen, und die gesamte Organisation
hatte vor Beginn der Veranstaltung eine einschlägige
Unterweisung erfahren.
Grünes Helsinki
In der Praxis wurde das Programm in vielfältigster Weise
verwirklicht. "Das Publikum wurde angehalten, mit öffentlichen
Verkehrsmitteln oder zu Fuß ins Stadion zu kommen. Die
Eintrittskarten berechtigten zu verbilligten Fahrkarten, und
die insgesamt etwa 10.000 akkreditierten WM-Teilnehmer fuhren
in den öffentlichen Verkehrsmitteln gratis", zählt
Frau Koivusalo auf.
"Um den Kohlendioxidausstoß zu verringern, wurden
möglichst effektive Transportwege gewählt. Die Fahrer
erhielten eine Schnellausbildung in ökonomischem Fahren.
"In der WM-Kantine wurde bioabbaubares Einweggeschirr
benutzt. Für das Einsortieren des Mülls standen
Helfer bereit. Die Getränkeflaschen aus Kunststoff wurden
zur Materialrückgewinnung eingesammelt.
Das Stadion-Fernsehen zeigte Info-Spots über "Walk
in the Green Helsinki"-Routen. Als Baumaterial wurde
nach Möglichkeit recyclingtaugliches oder wiederverwendbares
Material eingesetzt. Sogar der Messeteppich war erneut verwendbar,
was sonst nicht üblich ist."
Wie wirkte sich dieses Programm nun auf die Umwelt aus? Aufschluss
darüber liefern während der Veranstaltung gemessene
Faktoren wie Strom- und Wasserverbrauch sowie Müll- und
Bioabfallmengen. Auch über die Eindrücke des Publikums
von diesem Umweltprogramm wurde eine Umfrage angestellt.
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Das ECOmass-Vorhaben
Eco-efficient Mass Event (ECOmass) ist ein von Dipoli
der Technischen Universität koordiniertes und von
der EU-Kommission finanziertes Projekt zur Entwicklung
und zum Testen eines Handbuchs für ökoeffektive
Massenveranstaltungen. Erstellt wird das Handbuch auf
der Basis der Verwirklichung der Weltmeisterschaften
und der geleisteten praktischen Arbeit; zur Anwendung
gebracht werden soll es bei zukünftigen Wettkämpfen
des Internationalen Leichtathletikverbandes (IAAF) und
in breitem Maße auch bei anderen Sportereignissen
und Großveranstaltungen. Das Vorhaben wurde Anfang
August 2004 gestartet und läuft bis Juli 2006.
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www.dipoli.tkk.fi/ecomass
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