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Der überwiegende Teil der Umweltinvestitionsmittel
der finnischen Zellstoff- und Papierfabriken floss im Jahr
2001 in den Gewässerschutz. Durch Erweiterung und Nachrüstung
wurde die Leistungsfähigkeit von Kläranlage erhöht.
Verbesserungen bei den Wasserkreisläufen der Prozesse
senkten den Frischwasserverbrauch.
Im vergangenen Jahr investierten die finnischen Zellstoff-
und Papierfabriken insgesamt 95 Mio. Euro in den Umweltschutz;
das waren 8 Prozent der Inlandsinvestitionen der Branche.
66 Prozent dieser Mittel flossen in den Gewässerschutz,
16 Prozent in die Abfallentsorgung, 13 Prozent in die Luftreinhaltung
und 5 Prozent in sonstige Schutzmaßnahmen.
Immer weniger Geruchsbelästigung
Bei der Luftreinhaltung räumte die finnische Holzverarbeitungsindustrie
der Verringerung der Geruchsbelästigungen Priorität
ein. Die Betriebe verbesserten ihre Anlagen zum Auffangen
und Behandeln der Geruchsgase und investierten auch in die
Lärmbekämpfung.
In der Abfallentsorgung standen die Verringerung der Deponiemüllmengen
und effektiveres Sortieren von Abfällen im Vordergrund.
Die Wiederverwendung von Abfällen beziehungsweise deren
Umwandlung in Produkte wurde gefördert, Betriebsdeponien
wurden in Stand gesetzt und Altdeponien weiter rekultiviert.
Neben den eigentlichen Investitionskosten verursachte der
Umweltschutz den Betrieben auch andere Ausgaben. So wurden
für Genehmigungs- und Gewässerschutzgebühren,
Emissionsmessungen und Grundwasserkontrolle in Deponiebereichen
insgesamt 79 Mio. Euro aufgewendet. Weiter zahlten die Holzkonzerne
zusammen rund 100 Mio. Euro Energie- und sonstige Umweltsteuern.
Schadstoffausstoß unter Kontrolle
Im Schadstoffausstoß der Holz verarbeitenden Industrie
Finnlands ist schon seit Jahrzehnten eine günstige Entwicklung
zu beobachten. 2001 nahm die mit dem Abwasser in die Gewässer
eingeleitete Sauerstoff zehrende Stoffmenge weiter ab, während
sich die Nährstofffracht allerdings geringfügig
erhöhte. Die mit Geruchsproblemen verbundenen Schwefelemissionen
wurden erheblich reduziert, aber der Schwefeldioxidausstoß
stieg etwas an. Die Emissionen bei der Energieerzeugung nahmen
durchweg ab.
Rekord bei der Altpapiererfassung
In Finnland wurden im vergangenen Jahr 739 000 Tonnen Altpapier-
und -karton gesammelt; die Erfassungsquote erhöhte sich
damit gegenüber Vorjahr um 7 Prozent auf 74 Prozent.
Im Weltdurchschnitt liegt die Quote bei nur 40 Prozent! Altpapier
ist ein wichtiger Rohstoff für die Papier- und Kartonindustrie.


>> Mikroben verzehren Abfälle
der Zellstoff- und Papierindust (26.7.2002)
>>Tellervo Kylä-Harakka-Ruonala: Von Umweltschutz
zur gesellschaftlichen Verantwortung (7.6.2002)
>> www.forestindustries.fi
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