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Das erfolgreiche Finnland braucht Reformen

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28.5.2004
 

 
 

Die Globalisierung verändert die internationale Arbeitsteilung und hat damit auch auf die Zukunft Finnlands große Auswirkungen. Was tun, um auch weiterhin als Gewinner aus der Globalisierung hervorzugehen? Erfolg setzt Reformen voraus.

Der Finnische Industrie- und Arbeitgeberverband (TT) nahm im April Stellung zum Abschneiden Finnlands unter den Bedingungen der immer hektischeren Globalisierung. Das unter dem Titel „Erfolgreiches Finnland" veröffentlichte Papier enthält die Vorstellung der Industrie vom Finnland der Zukunft. Die Vision gründet sich auf kräftiges Wirtschaftswachstum, rentables Geschäftsumfeld und Erneuerungsvermögen, aber auch auf Gleichberechtigung und Sicherheit aller Teile der Gesellschaft.

Weiteres Wachstum der Wirtschaft und des Wohlstandes setzt den Willen der Unternehmer und Geldgeber voraus, in Finnland zu investieren. Finnland muss auch im Wettbewerb um die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Unternehmen und um den Standort der Hauptgeschäftsstellen und Muttergesellschaften bestehen. Weiter muss Finnland ein aus der Sicht des Einzelnen attraktives Arbeitsland bleiben.

Mehr Arbeit, Unternehmungsgeist und Kompetenz

Ein neuralgischer Punkt ist die hohe strukturelle Arbeitslosigkeit des Landes, deren Kosten das Wohlfahrtssystem stark beanspruchen und eine anhaltend hohe Steuerlast bedingen. Druck bei den öffentlichen Ausgaben verursachen in Finnland auch die Bevölkerungsentwicklung und -alterung.

Die Lohnbildung muss auf eine erhebliche Steigerung der Beschäftigung abgestellt sein. Die Besteuerung ist reformbedürftig und muss so gesenkt werden, dass sich für die Arbeitnehmer Beschäftigung, für die Arbeitgeber die Einstellung von Arbeitskräften generell lohnt.

Zur Sicherung der Kompetenz müssen die Investitionen in Ausbildung, Forschung und Entwicklung erhöht werden. Weiter müssten, zum Beispiel über die Immigrationspolitik, die Möglichkeiten zum Konkurrieren um mobile Arbeitskräfte gesichert werden. Auch dem Unternehmungsgeist im Wege stehende Schranken sollten beseitigt werden.

Die Stellungnahme des Verbands sieht als beste Lösung eine Verwirklichung der Reformen im Einvernehmen mit allen Interessengruppen und sonstigen Stellen. Auch wenn ein Teil der Entscheidungen auf kurze Sicht politisch problematisch erscheinen mag, so wird sich doch deren Nutzen und Unvermeidlichkeit nach einigen Jahren klar zeigen.


Sonstige links:

>> Ein neuer Ton in der Interessenvertretung (28.5.2004)

 

 
 


 

 
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