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Die Globalisierung verändert die internationale Arbeitsteilung
und hat damit auch auf die Zukunft Finnlands große Auswirkungen.
Was tun, um auch weiterhin als Gewinner aus der Globalisierung
hervorzugehen? Erfolg setzt Reformen voraus.
Der Finnische Industrie- und Arbeitgeberverband (TT) nahm
im April Stellung zum Abschneiden Finnlands unter den Bedingungen
der immer hektischeren Globalisierung. Das unter dem Titel
Erfolgreiches Finnland" veröffentlichte Papier
enthält die Vorstellung der Industrie vom Finnland der
Zukunft. Die Vision gründet sich auf kräftiges Wirtschaftswachstum,
rentables Geschäftsumfeld und Erneuerungsvermögen,
aber auch auf Gleichberechtigung und Sicherheit aller Teile
der Gesellschaft.
Weiteres Wachstum der Wirtschaft und des Wohlstandes setzt
den Willen der Unternehmer und Geldgeber voraus, in Finnland
zu investieren. Finnland muss auch im Wettbewerb um die Forschungs-
und Entwicklungstätigkeit der Unternehmen und um den
Standort der Hauptgeschäftsstellen und Muttergesellschaften
bestehen. Weiter muss Finnland ein aus der Sicht des Einzelnen
attraktives Arbeitsland bleiben.
Mehr Arbeit, Unternehmungsgeist und Kompetenz
Ein neuralgischer Punkt ist die hohe strukturelle Arbeitslosigkeit
des Landes, deren Kosten das Wohlfahrtssystem stark beanspruchen
und eine anhaltend hohe Steuerlast bedingen. Druck bei den
öffentlichen Ausgaben verursachen in Finnland auch die
Bevölkerungsentwicklung und -alterung.
Die Lohnbildung muss auf eine erhebliche Steigerung der Beschäftigung
abgestellt sein. Die Besteuerung ist reformbedürftig
und muss so gesenkt werden, dass sich für die Arbeitnehmer
Beschäftigung, für die Arbeitgeber die Einstellung
von Arbeitskräften generell lohnt.
Zur Sicherung der Kompetenz müssen die Investitionen
in Ausbildung, Forschung und Entwicklung erhöht werden.
Weiter müssten, zum Beispiel über die Immigrationspolitik,
die Möglichkeiten zum Konkurrieren um mobile Arbeitskräfte
gesichert werden. Auch dem Unternehmungsgeist im Wege stehende
Schranken sollten beseitigt werden.
Die Stellungnahme des Verbands sieht als beste Lösung
eine Verwirklichung der Reformen im Einvernehmen mit allen
Interessengruppen und sonstigen Stellen. Auch wenn ein Teil
der Entscheidungen auf kurze Sicht politisch problematisch
erscheinen mag, so wird sich doch deren Nutzen und Unvermeidlichkeit
nach einigen Jahren klar zeigen.



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Ein neuer Ton in der Interessenvertretung (28.5.2004)
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