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Ethanol aus Abfällen der Nahrungsmittelindustrie
Die Energiegesellschaft St1 nimmt in Finnland die Produktion
von Ethanol auf. Hergestellt wird dieser Alkohol nach einem
neuen Verfahren aus Abfällen der einheimischen Lebensmittelindustrie
am Entstehungsort. Die Gewinnung gestaltet sich auch in kleinem
Maßstab rentabel.
Die Herstellung basiert auf einem vom Technischen Forschungszentrum
von Finnland (VTT) entwickelten Prozess, der in Kombination
mit der Transportlogistik die CO2-Emissionen und überhaupt
die Umweltbelastung reduziert. Gleichzeitig bietet er eine
neue Lösung zur Aufarbeitung von Reststoffen der Lebensmittelindustrie
und damit zur Verringerung der definitiven Abfallmenge.
Hinter der Aufnahme der Ethanolproduktion steht das Bestreben
nach verstärkter Nutzung regenerativer Energieformen.
Die Ethanolerzeugung von St1 wird etwa zwei Prozent der in
Finnland abgesetzten Benzinmenge betragen.
"Schon dieser Ausstoß allein macht über die
Hälfte des vom Ministerium für Handel und Industrie
gesteckten Ziels bezüglich des Einsatzes von Biotreibstoffkomponenten
aus", sagt Juha Kokko, Geschäftsführer von
St1.
St1 Biofuels Oy, ein Gemeinschaftsunternehmen von St1 und
VTT, bereitet gegenwärtig die Aufnahme der Ethanolerzeugung
vor. Die ersten Produktionsanlagen sollen bereits Ende dieses
Jahres angefahren werden.
"Wegen des zu erwartenden Anstiegs der Weltmarktpreise
für Ethanol und der Abfallentsorgungskosten findet die
Nutzung dieses einzigartigen Produktionskonzepts auch im Ausland
Interesse - besonders in Ländern mit großer Bevölkerung
und damit auch hohem Abfallaufkommen", sagt Antti Pasanen,
der Entwickler des Verfahrens und Geschäftsführer
von St1 Biofuels.
>> www.st1.fi
>> www.vtt.fi
Innovationspreis für Biodiesel
Die von Neste Oil entwickelte Biodieseltechnologie gewann
den vom Verband der Chemischen Industrie Finnlands gestifteten
Innovationspreis 2006. Zuerkannt wurde die Auszeichnung für
ein Verfahren, mit dem aus Pflanzenölen und tierischen
Fetten hochwertiger Biodiesel hergestellt werden kann.
Diese Technologie von Neste Oil ermöglicht eine effiziente
chemische Nutzung von Nebenprodukten der Industrie. Das Erzeugnis
eignet sich entweder als solches oder als Treibstoffkomponente
für die heutigen Autos. Der hochwertige Biotreibstoff
bringt auch eine Reduzierung des Feinstaub- und Stickoxidgehalts
der Auspuffgase.
Neste Oil kommt mit dieser Technologie dem Ziel der Europäischen
Union entgegen, bis zum Jahr 2010 den Treibstoffbedarf des
Euro-Raums zu 5,75 Prozent durch Biotreibstoffe zu decken.
Die erste mit der neuen NExBTL-Produktionstechnologie arbeitende
Anlage soll im Sommer 2007 in der Ölraffinerie Porvoo,
Finnland, den Betrieb aufnehmen. Konkurrenten dieser einzigartigen
Innovation sind bisher nicht in Sicht.
Der mit 20 000 Euro dotierte Innovationspreis des Verbandes
der Chemischen Industrie Finnlands wird alle zwei Jahre für
eine hervorragende, nutzbare Innovation der Chemiebranche
vergeben.
>>
www.chemind.fi
>>
www.nesteoil.fi
Neste Oil geht nach Österreich
Neste Oil hat zusammen mit der österreichischen Öl-
und Gasgesellschaft OMV eine Absichtserklärung über
den Bau einer Biodiesel-Produktionsanlage einer neuen Generation
unterzeichnet. Die Anlage soll auf dem Gelände der OMV-Raffinerie
in Schwechat hochgezogen werden.
Die auf einer neuen Biodiesel-Technologie von Neste Oil basierende
Anlage soll frühestens Ende 2008 angefahren werden und
bei voller Auslastung 200 000 Tonnen Biodiesel im Jahr liefern.
Wie Jyrki Ignatius, bei Nest Oil für Biotreibstoffe
zuständig, versichert, besteht für den von seiner
Firma entwickelten Bioprozess Nachfrage. Mehrere ähnliche
Vorhaben wie die Kooperation mit OMV sind in Vorbereitung.
>>
www.nesteoil.fi
Ausländisches Interesse an Finnischen
Immobilien
Das Interesse ausländischer Immobilieninvestoren an
finnischen Objekten scheint nicht nachzulassen, geht aus dem
von KTI Kiinteistötieto erstellten neuen "Finnish
Property"-Barometer hervor. Die Umfrage erfasste 30 ausländische
Investoren, die zusammen finnische Immobilien im Gesamtwert
von über zwei Milliarden Euro besitzen.
86 Prozent der Befragten erklärten, innerhalb der nächsten
zwölf Monate wahrscheinlich weitere Investitionen in
Finnland zu tätigen. Geplant ist für diesen Zeitraum
ein Investitionsvolumen von fast 3,4 Milliarden Euro.
Nach Meinung der internationalen Investoren gehört Finnland,
was die Ertragsaussichten anbelangt, nach wie vor zu den attraktivsten
Immobilienmärkten Europas. Die Anleger schätzen
die in Finnland herrschenden klaren Regeln, die Gegebenheiten
der Finanzmärkte und die Transparenz der Märkte.
Die Markteinschätzungen und Zukunftspläne aus-
und inländischer Immobilieninvestoren wurden nun zum
vierten Mal ermittelt und im "Finnish Property"-Barometer
veröffentlicht.
>> www.kti.fi
Riesenauftrag für Outokumpu
Die zum Metallkonzern Outokumpu gehörende Outokumpu
Technology erhielt ihren bisher größten Auftrag.
Die Firma liefert an Saudi-Arabien eine Schwefelsäurefabrik
im Werte von 190 Millionen Euro. Mit dieser Order erreicht
der Auftragsbestand des Unternehmens Rekordhöhe.
Wie Entwicklungsleiter Seppo Rantakari ausführt, war
die Fähigkeit von Outokumpu, große Anlagen für
schwierige Standortverhältnisse zu liefern, entscheidend
für den Zuschlag. Durch diesen Abschluss wird die Rolle
von Outokumpu Technology als Marktführer in der Schwefelsäure-Produktionstechnologie
weiter gefestigt. Das Unternehmen hat mehr als 80 Jahre Erfahrung
in der Planung und im Bau von Schwefelsäureanlagen und
kann über 600 Referenzobjekte in aller Welt vorweisen.
Den Auftrag für diese größte Schwefelsäurefabrik
der Welt erteilte das saudi-arabische Montanunternehmen Ma´aden.
Benötigt wird die Säure zur Produktion von Düngemitteln.
Die aus drei Fabriken bestehende Einheit wird in Ras al-Zour
im Osten des Landes hochgezogen und soll im Jahr 2009 den
Betrieb aufnehmen.
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www.outokumpu.com

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