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7.12.2005
 

 
 

Ethanol aus Abfällen der Nahrungsmittelindustrie

Die Energiegesellschaft St1 nimmt in Finnland die Produktion von Ethanol auf. Hergestellt wird dieser Alkohol nach einem neuen Verfahren aus Abfällen der einheimischen Lebensmittelindustrie am Entstehungsort. Die Gewinnung gestaltet sich auch in kleinem Maßstab rentabel.

Die Herstellung basiert auf einem vom Technischen Forschungszentrum von Finnland (VTT) entwickelten Prozess, der in Kombination mit der Transportlogistik die CO2-Emissionen und überhaupt die Umweltbelastung reduziert. Gleichzeitig bietet er eine neue Lösung zur Aufarbeitung von Reststoffen der Lebensmittelindustrie und damit zur Verringerung der definitiven Abfallmenge.

Hinter der Aufnahme der Ethanolproduktion steht das Bestreben nach verstärkter Nutzung regenerativer Energieformen. Die Ethanolerzeugung von St1 wird etwa zwei Prozent der in Finnland abgesetzten Benzinmenge betragen.

"Schon dieser Ausstoß allein macht über die Hälfte des vom Ministerium für Handel und Industrie gesteckten Ziels bezüglich des Einsatzes von Biotreibstoffkomponenten aus", sagt Juha Kokko, Geschäftsführer von St1.

St1 Biofuels Oy, ein Gemeinschaftsunternehmen von St1 und VTT, bereitet gegenwärtig die Aufnahme der Ethanolerzeugung vor. Die ersten Produktionsanlagen sollen bereits Ende dieses Jahres angefahren werden.

"Wegen des zu erwartenden Anstiegs der Weltmarktpreise für Ethanol und der Abfallentsorgungskosten findet die Nutzung dieses einzigartigen Produktionskonzepts auch im Ausland Interesse - besonders in Ländern mit großer Bevölkerung und damit auch hohem Abfallaufkommen", sagt Antti Pasanen, der Entwickler des Verfahrens und Geschäftsführer von St1 Biofuels.

>> www.st1.fi
>> www.vtt.fi


Innovationspreis für Biodiesel

Die von Neste Oil entwickelte Biodieseltechnologie gewann den vom Verband der Chemischen Industrie Finnlands gestifteten Innovationspreis 2006. Zuerkannt wurde die Auszeichnung für ein Verfahren, mit dem aus Pflanzenölen und tierischen Fetten hochwertiger Biodiesel hergestellt werden kann.

Diese Technologie von Neste Oil ermöglicht eine effiziente chemische Nutzung von Nebenprodukten der Industrie. Das Erzeugnis eignet sich entweder als solches oder als Treibstoffkomponente für die heutigen Autos. Der hochwertige Biotreibstoff bringt auch eine Reduzierung des Feinstaub- und Stickoxidgehalts der Auspuffgase.

Neste Oil kommt mit dieser Technologie dem Ziel der Europäischen Union entgegen, bis zum Jahr 2010 den Treibstoffbedarf des Euro-Raums zu 5,75 Prozent durch Biotreibstoffe zu decken.

Die erste mit der neuen NExBTL-Produktionstechnologie arbeitende Anlage soll im Sommer 2007 in der Ölraffinerie Porvoo, Finnland, den Betrieb aufnehmen. Konkurrenten dieser einzigartigen Innovation sind bisher nicht in Sicht.

Der mit 20 000 Euro dotierte Innovationspreis des Verbandes der Chemischen Industrie Finnlands wird alle zwei Jahre für eine hervorragende, nutzbare Innovation der Chemiebranche vergeben.

>> www.chemind.fi
>> www.nesteoil.fi


Neste Oil geht nach Österreich

Neste Oil hat zusammen mit der österreichischen Öl- und Gasgesellschaft OMV eine Absichtserklärung über den Bau einer Biodiesel-Produktionsanlage einer neuen Generation unterzeichnet. Die Anlage soll auf dem Gelände der OMV-Raffinerie in Schwechat hochgezogen werden.

Die auf einer neuen Biodiesel-Technologie von Neste Oil basierende Anlage soll frühestens Ende 2008 angefahren werden und bei voller Auslastung 200 000 Tonnen Biodiesel im Jahr liefern.

Wie Jyrki Ignatius, bei Nest Oil für Biotreibstoffe zuständig, versichert, besteht für den von seiner Firma entwickelten Bioprozess Nachfrage. Mehrere ähnliche Vorhaben wie die Kooperation mit OMV sind in Vorbereitung.

>> www.nesteoil.fi


Ausländisches Interesse an Finnischen Immobilien

Das Interesse ausländischer Immobilieninvestoren an finnischen Objekten scheint nicht nachzulassen, geht aus dem von KTI Kiinteistötieto erstellten neuen "Finnish Property"-Barometer hervor. Die Umfrage erfasste 30 ausländische Investoren, die zusammen finnische Immobilien im Gesamtwert von über zwei Milliarden Euro besitzen.

86 Prozent der Befragten erklärten, innerhalb der nächsten zwölf Monate wahrscheinlich weitere Investitionen in Finnland zu tätigen. Geplant ist für diesen Zeitraum ein Investitionsvolumen von fast 3,4 Milliarden Euro.

Nach Meinung der internationalen Investoren gehört Finnland, was die Ertragsaussichten anbelangt, nach wie vor zu den attraktivsten Immobilienmärkten Europas. Die Anleger schätzen die in Finnland herrschenden klaren Regeln, die Gegebenheiten der Finanzmärkte und die Transparenz der Märkte.

Die Markteinschätzungen und Zukunftspläne aus- und inländischer Immobilieninvestoren wurden nun zum vierten Mal ermittelt und im "Finnish Property"-Barometer veröffentlicht.

>> www.kti.fi


Riesenauftrag für Outokumpu

Die zum Metallkonzern Outokumpu gehörende Outokumpu Technology erhielt ihren bisher größten Auftrag. Die Firma liefert an Saudi-Arabien eine Schwefelsäurefabrik im Werte von 190 Millionen Euro. Mit dieser Order erreicht der Auftragsbestand des Unternehmens Rekordhöhe.

Wie Entwicklungsleiter Seppo Rantakari ausführt, war die Fähigkeit von Outokumpu, große Anlagen für schwierige Standortverhältnisse zu liefern, entscheidend für den Zuschlag. Durch diesen Abschluss wird die Rolle von Outokumpu Technology als Marktführer in der Schwefelsäure-Produktionstechnologie weiter gefestigt. Das Unternehmen hat mehr als 80 Jahre Erfahrung in der Planung und im Bau von Schwefelsäureanlagen und kann über 600 Referenzobjekte in aller Welt vorweisen.

Den Auftrag für diese größte Schwefelsäurefabrik der Welt erteilte das saudi-arabische Montanunternehmen Ma´aden. Benötigt wird die Säure zur Produktion von Düngemitteln. Die aus drei Fabriken bestehende Einheit wird in Ras al-Zour im Osten des Landes hochgezogen und soll im Jahr 2009 den Betrieb aufnehmen.

>> www.outokumpu.com




 

 
 


Neste Oil hat eine Technologie zur Erzeugung hochwertigen Biodiesels aus Pflanzenölen und tierischen Fetten entwickelt.
Foto: Juha Rahkonen

 

 
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