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Mehr Sicherheit durch Intelligenz
Ihr Wagen will Sie sprechen

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17.3.2005
 

 
 

Das Auto lernt jetzt sprechen - durch Sensoren an den Felgen und Sitzen. Ihr Wagen macht Sie darauf aufmerksam, dass der Reifendruck nachlässt oder Sie am Einschlafen sind. "Intelligente" Felgen und Sitze bedeuten sichereres Fahren.

Die neuen Technologien sind teils bereits im Einsatz, teils noch im Prototyp-Stadium. Weitere zukünftige Anwendungen werden laufend entwickelt. Das Technische Forschungszentrum von Finnland (VTT) und die Firmen Nokian Renkaat und Emfit Oy zum Beispiel verschmelzen Bekanntes und Neues der Informationstechnologie zu Innovationen, die unseren Alltag erleichtern und die Verkehrssicherheit erhöhen.

Funksignale vom Reifen

Der Reifendruck hat erheblichen Einfluss auf die Fahreigenschaften und -sicherheit der Pneus. Der RoadSnoop-Druckwächter von Nokian Renkaat ist eines der Ergebnisse der Entwicklung von "intelligenten" Reifen einer neuen Generation.

"An den Felgen angebrachte Sensoren messen Druck und Temperatur und senden bei rollendem Fahrzeug Funksignale an den Empfänger des Fahrers. Ein Handy ist nicht nötig, denn der RoadSnoop hat einen eigenen Empfänger. Die leicht in den Wagen einzubauende Anlage macht sich bei Nachlassen des Reifendruckes durch Lichtsignal und Ton bemerkbar", erläutert Entwicklungsleiter Jukka Hakanen.

In den USA, so Hakanen, hat man ausgerechnet, dass es im Jahr etwa 80 Verkehrstote und 10 000 Verletzte weniger gäbe, wenn alle Autos solche Druckwächter hätten. Und dort wird dieses System in den nächsten Jahren auch zur Pflicht gemacht. Erhebungen haben ergeben, dass in den USA Reifendrucküberwachung schon seit Jahren zu den drei meistgefragten Eigenschaften bei Neuwagen gehört.

Die Idee des "auf dem Handy anklingelnden Reifens" entstand Ende der 1990er Jahre in der Produktentwicklungsabteilung von Nokian Renkaat. "Nun konzentrieren wir uns auf die Entwicklung von RoadSnoop-Produkten der nächsten Generation, die für die Erstausstattung der Wagen vorgesehen sind", sagt Hakanen.

"Intelligente" Reifen betreffende Forschungsarbeit betreibt Nokian Renkaat zusammen mit VTT in dem EU-Projekt "Apollo", an dem auch mehrere andere Kooperationspartner mitwirken.

Sitz hält wach

Ein im Sitz angeordneter Sensor überwacht Stellung, Puls und Atmung des Fahrers. Auf diese Weise verfolgt man Stress- und Ermüdungserscheinungen und verringert so Gefahrensituationen im Verkehr.

Der von VTT und dem Sensorhersteller Emfit entwickelte Drucksensor besteht aus einer dünnen und porigen, aber stabilen Kunststofffolie, die sich in permanentem elektrischem Ladungszustand befindet. Mit der Folie wird die Presskraft als elektrische Ladung der einander entgegengesetzten Flächen gemessen.

"Die erforderlichen physiologischen Größen wie Stellung, Puls, Atmung und Muskelspannung der Person lassen sich durch Signalverarbeitung ermitteln. Auf der Basis dieser Werte wird ein Wachheits-Monitoring entwickelt um z.B. ein drohendes Einschlafen des Fahrers zu erkennen", beschreibt Juha M. Kortelainen, wissenschaftlicher Mitarbeiter im VTT.

In dem Forschungsprojekt werden auch Alarmmechanismen, wie z.B. eine Rüttelvorrichtung entwickelt, die ein Einschlafen des Fahrers verhindert.

Ein erster Prototyp des Sitzsensors wurde bereits in einen Testwagen eingebaut. Die nächste Version geht demnächst zu Testzwecken an Partner in der EU. In den Jahren 2006-2007 erfolgt das Testen des Sensors, danach die Umsetzung in Produkte.

"Diese Vorrichtungen werden für normale PKWs geschaffen, aber es finden sich dafür auch andere Anwendungsobjekte. Aus der Emfit-Folie entwickelt man u.a. einen so genannten Matratzensensor zur Ermittlung der Schlafqualität", verrät Kortelainen.

Sonstige links:

>> www.vtt.fi
>> www.sensation-eu.org
>> www.emfit.com

 

 
 


An den Felgen angeordnete Sensoren messen Reifendruck und -temperatur und senden Funksignale an den Empfänger des Fahrers.

 

 
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