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Leena Palotie - Verfechterin der Grundlagenforschung
Innovationen verändern unsere Welt

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28.3.2006
 

 
 

"Bei der Schaffung von Innovationen spielt die Grundlagenforschung eine entscheidende Rolle. Ohne Grundlagenforschung gäbe es bald auch keine Anwendungen mehr, wie zum Beispiel neue Diagnostikmittel oder Behandlungsformen", sagt Professorin Leena Palotie.

Leena Palotie, Leitfigur der finnischen Krankheitsgenforschung, Akademieprofessorin und Professorin für Genetik und Molekularmedizin an der Uni Helsinki und in der Volksgesundheitsanstalt (National Public Health Institute), hat breite Erfahrung und gründliche Vorstellungen über die Forschung und deren Bedeutung. Und namentlich aus diesem Grunde wurde sie als einziges finnisches Mitglied in den kürzlich gegründeten wissenschaftlichen Rat des Europäischen Forschungsrates (ERC) gewählt.

Finnland hat, so Palotie, guten Chancen, aus Innovationen zusätzliche Wettbewerbskraft zu schöpfen wenn es nur versteht, klare Prioritäten zu setzen, eine anspornende Atmosphäre für neue Forschergenerationen zu schaffen und die verschiedenen Akteure und Finanziers der Innovationskette zu engerer Zusammenarbeit zu bewegen.

"Wir brauchen mutigere Finanzierungsentscheidungen, und wir müssen internationale Sachverständige zu unseren Entscheidungsprozessen hinzuziehen, nur so können wir auf europäischer Ebene in eine führende Stellung vorrücken. Wenn es darum geht, im Weltmaßstab um Spitzenkräfte und Innovationen zu konkurrieren, genügt es nicht, in Finnland die Nummer eins zu sein."

Herausforderungen in Stärken verwandeln

"Mit Blick auf die Zukunft ist es ganz entscheidend, dass wir in unsere starken Bereiche investieren und leistungsfähige nationale Kompetenzzentren schaffen, die international wettbewerbsfähig und glaubhaft und somit auch für ausländische Spitzenkräfte attraktiv sind."

Als Stärken Finnlands zählt Palotie auf: solides Grundausbildungsniveau, ausgezeichnete Infrastruktur des Landes, hoher Bildungsstand, nationale Bereitschaft zu Investitionen in die Forschung und hohe nordische Arbeitsmoral.

"Unsere Herausforderungen bestehen darin, die Könner im Lande zu halten und internationale Spitzenkräfte nach Finnland zu locken, die erstklassigen Ergebnisse unserer Grundlagenforschung in Produkte umzusetzen und die verfügbaren finanziellen Forschungs- und Entwicklungsmittel möglichst klug einzusetzen."

Sicherung der Grundlagenforschung in Europa

Palotie gehört zu den 22 europäischen Spitzenwissenschaftlern des von der EU gegründeten Forschungsrates (ERC). Sie vertritt die biomedizinische Grundlagenforschung, ist Verfechterin einer starken Grundlagenforschung und macht sich Gedanken über die zukünftige Sicherung der europäischen Innovationskette.

Aufgabe des Rates ist es, die Finanzierung und Wettbewerbsfähigkeit der Spitzengrundlagenforschung zu sichern und die Wissenschaftler in Europa zu halten. "In Europa mangelte es bisher an einem System zur Finanzierung von Einzelforschungsvorhaben der Spitzenklasse, die keine Vernetzung über den Kontinent hinaus oder keine schnellen kommerziellen Anwendungen erfordern", stellt Palotie fest.

Ziel ist ein neues strategisch wohl durchdachtes Finanzierungsinstrument, mit dem jährlich 1 bis 1,2 Mrd. Euro in die europäische Grundlagenforschung gelenkt werden "Damit werden wir hoffentlich auch in die USA abgewanderte Wissenschaftler zur Rückkehr nach Finnland bewegen können."

Sonstige links:

>> www.ncoedg.org
>> www.genomeutwin.org

 

 
 


Forschungsgebiet von Prof. Leena Palotie sind die Krankheitsgene. Neben einer Genforschungs-Spitzeneinheit der Akademie Finnlands leitet sie eine Spitzeneinheit der Krankeitsforschung der nordischen Länder und eine EU-finanzierte Genomforschungs-Spitzeneinheit.

 

 
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