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Schub durch nationale Lebensmittelstrategie und Forschung; Lebensmittelexport Finnlands im Aufwind

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10.12.2001
 

 
 

Die finnische Lebensmittelausfuhr steigt jetzt steiler als je zuvor und lag im Januar-Juli 2001 um 14 Prozent höher als vor Jahresfrist. Die Lebensmittelausfuhr Finnlands erhöhte sich auf 3,3 Mrd. FIM (0,56 Mrd. Euro). Bei Anhalten dieses Trends wird die Branche im Export auf einen Jahreswert von 6 Mrd. FIM (etwa 1 Mrd. Euro) kommen.

Dabei ist man bestrebt, die Wettbewerbsfähigkeit an den Exportmärkten durch eine ­ weltweit einzigartige ­ nationale Qualitätsstrategie der Nahrungsmittelwirtschaft zu stärken, die sich über die gesamte Produktionskette vom Acker bis zum Tisch erstreckt.

Im Jahr 2000 exportierte die finnische Lebensmittelindustrie im Werte von 5,2 Mrd. FIM (0,87 Mrd. Euro) und bestritt damit rund 2 Prozent der Gesamtausfuhr des Landes.

Die wichtigsten Exportartikel waren Käse, Zuckerprodukte, Schokolade, andere Süßwaren und Butter. Von den Abnehmern sind an erster Stelle die Nachbarländer Russland (20 %) und Schweden (15 %) zu nennen. Der Anteil Russlands hatte sich gegenüber dem Stand vor der dortigen Wirtschaftskrise 1998 um 10 Prozent reduziert, ist aber nun im Januar-Juli dieses Jahres um 15 Prozent gestiegen.

Mitbestimmend für den Anstieg der Exportzahlen war neben dem traditionellen russischen Markt auch die zunehmende Ausfuhr von Lebensmitteln in die EU-Länder.

Stärkung der Wettbewerbsposition durch nationale Qualitätsstrategie

Zur Gewährleistung der Qualität und Sicherheit der Lebensmittel haben sich die verschiedenen Glieder der Produktionskette einer von der Nahrungsgüterwirtschaft aufgestellten nationalen Qualitätskettenstrategie verschrieben, die in der Breite ihres Geltungsbereichs einzigartig in der Welt ist und seit 1997 unter der Leitung des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft verwirklicht wird. Diese Strategie dient u.a. dem Zweck, die Position der finnischen Lebensmittelbranche im internationalen Wettbewerb zu stärken. Konkret wird angestrebt, dass bis zum Jahr 2006 alle Landwirtschaftsbetriebe sowie alle Industrie- und Handelsbetriebe der Branche über funktionierende und dokumentierte Qualitätssicherungssysteme, etwa nach ISO 9001 oder ISO-9002, verfügen.

Functional-Food-Anteil der Ausfuhr im Steigen

Neben der einheitlichen Qualitätsstrategie investieren die finnischen Produzenten auch in die Weiterentwicklung bereits vorhandener Produkte und in die Schaffung neuer gesundheitswirksamer Lebensmittel. Zu den von finnischen Unternehmen geschaffenen diätischen Lebensmitteln zählen u.a. cholesterinsenkende Margarinesorten und Leinöle, karieshemmender Naturzucker und ein dem Magen förderliches Milchsäurebakterium. Innovationen auf diesem Gebiet entstanden oft durch enge Zusammenarbeit von Lebensmittelunternehmen mit Hochschulen und Forschungsinstituten und durch Anwendung moderner Bio- und Informationstechnologien auf eigene Produktionsprozesse. Der Lebensmittelsektor investiert jährlich rund 350 Mio. FIM (59 Mio. Euro) und damit 3 Prozent seiner Wertschöpfung in die Forschung und Entwicklung. Ein Siebentel dieser Summe fließt in den Functional-Food-Sektor.

Sonstige links:

>> www.etl.fi
>> www.finfood.fi

 

 
 


 

 
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