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Sich spezialisierende Unternehmen bedürfen der Anleitung

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9.10.2003
 

 
 

Das Ausfeilen und Modellieren von Prozessen gewinnt in der sich diversifizierenden Geschäftstätigkeit ständig an Bedeutung, werden doch jetzt nicht mehr einzelne Verrichtungen, sondern ganze Wertesysteme aneinander gefügt.

Kai Laamanen, Consulter bei der auf Unternehmensberatung und Entwicklung der Geschäftstätigkeit spezialisierten Firma Innotiimi Oy, sieht mit seiner 15-jährigen Erfahrung einen deutlichen Wandel in der finnischen Gesellschaft: Der Bedarf an Beratung ist gestiegen, die Substanz hat eine Vertiefung erfahren.

„Das ist die Folge des Übergangs von der Waren- zur Dienstleistungsproduktion, von Routine- zu Expertendienstleistungen. Gute Qualität des Produkts oder der Dienstleistung genügt nicht mehr, verlangt wird auch Emotionales. Der Erlebnisdrang der Menschen zwingt die Unternehmen ständig zur Schaffung neuartiger Lösungen.

Mit der Spezialisierung der Unternehmen hat sich der Anteil der leicht in Anweisungen zu fassenden Arbeit verringert, der Anteil der Expertenarbeit ständig erhöht. In den netzartigen Unternehmensclustern überschreitet die zum Endprodukt führende Wertekette mehrfach Organisationsgrenzen, was u.a. für die Qualitätssysteme ein neuartiges Anforderungsprofil bedeutet. Der Aufbau gemeinsamer Wertenetze stellt eine wirkliche Herausforderung dar.

„Die neue Arbeits- und Geschäftsweise erfordert gute Beziehungen und funktionierende Kommunikation. Wurden früher in den Unternehmen Operationspläne ausgearbeitet, nach denen man handelte, so macht man sich heute Gedanken über Strukturen, in denen die Tätigkeit in einer sich ständig wandelnden Umgebung geschieht. Selbst bei Zulieferungen schaut man nicht mehr so sehr auf den Preis, sondern auf die Fähigkeit zur Weiterentwicklung und schnellen Anpassung an Veränderungen.

Kai Laamanen hilft Firmen bei der Identifizierung ihrer Schlüsselprozesse, deren Beschreibung und der Abstimmung der Tätigkeit auf diese Prozesse und lenkt sie auf den Weg ständiger Verbesserungen. Das Ordnen der Prozesse hilft beim Verständnis des Funktionierens der Gesamtheit und der Rolle der einzelnen Mitwirkenden. Die Prozesse bewirken erhöhte Flexibilität und Fähigkeit zur Selbststeuerung. Der Vorteil vernetzter Tätigkeit besteht denn auch in der Kombination des durch Spezialisierung erzielbaren Nutzens mit flexiblem Arbeiten.

Nach Ansicht von Kai Laamanen liegen die finnischen Unternehmen, global gesehen, im Prozessdenken ganz vorn. Förderlich dabei ist eine nationale Eigenart der Finnen: „Wir sind an selbständiges Arbeiten gewöhnt und haben außerdem ein ausgesprochenes Faible für Informationstechnologie und datentechnische Lösungen."

 

Sonstige links:

>> In der Informations- und Expertengesellschaft hat jede Arbeit Unikatcharakter (9.10.2003)

 

 
 


 

 
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