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Gesundheitsfördernde Wirkstoffe
Fichtenzweige habens in sich

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12.2.2007
 

 
 

Innere Fichtenzweige, so hat man gefunden, enthalten reichlich gesundheitsfördernde Wirkstoffe, die sich für Medikamente, Functional Food und Chemikalien nutzen lassen. Das erste Fichtenprodukt ist bereits im Handel.

Das aus Fichtenzweigen isolierte Hydroxymatairesinol (HMR), ein Lignan, verzögert nachweislich die Entwicklung hormonaler Krebsarten wie Brust-, Prostata- und Darmkrebs erheblich.

HMR ist ein starkes Antioxydans und ein mildes Östrogen und könnte somit auch günstige Wirkung bei Herz- und Gefäßerkrankungen wie auch anderen von weiblichen Hormonen beeinflussten gesundheitlichen Problemen, etwa klimakterische Beschwerden und Knochenschwund, haben.

Fichtenzweige als HMR-Quelle

Über Lignane des Holzes wurde an der Åbo Akademi in Turku seit den 1970er Jahren geforscht. Eine bemerkenswerte Wende trat Anfang der 90er Jahre ein, als die Åbo Akademi und die Uni Turku mit Untersuchungen über eventuelle hormonale Wirkungen der Lignane begannen.

Zunächst wurden nur geringe Wirkungen festgestellt. Als man aber dann einige Jahre später Lignane in einem neuen Krebstest testete, erhielt man positive Ergebnisse. Das Biopharmaunternehmen Hormos Medical begann sich an der Forschungsarbeit zu beteiligen, und 1998 wurde eine Patentanmeldung eingereicht.

Die Entwicklungsarbeit beschleunigte sich als man feststellte, dass innere Fichtenzweige HMR in ungewöhnlich hoher Konzentration enthalten. Fichtenzweige wiederum gab es auf den Holzplätzen der Forstindustrie in Massen. 1999 fand man ein Verfahren, solche Zweige auf relativ einfache Weise im großen Maßstab aus Hackschnitzeln zu isolieren.

Zahlreiche Anwendungen

HMR kam im vergangenen Frühjahr in den USA als Lebensmittelzusatz in den Handel. Voraussetzung dafür war die Zulassung durch die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA, die Hormos Medical nach einem aufwendigen Beantragungsprozess im Frühjahr 2004 erhalten hatte. Im Jahr 2005 verkaufte Hormos Medical die Urheberrechte an den Schweizer Reformkosthersteller Linnea SA.

Gegenwärtig wird nun untersucht, ob man HMR auch Lebensmitteln, wie zum Beispiel Brot oder Crisps, zusetzen kann. Auch die Kosmetikindustrie zeigt Interesse an den Lignanen, u.a. als Aktivbestandteil von Sonnen- und Hautcremes.

Weiter sucht man intensiv nach natürlichen Alternativen zu synthetischen Stoffen. In Zweigen enthaltene Polyphenole können als technische Antioxidationsmittel zum Beispiel in Ölen und Kunststoffen eingesetzt werden.





 

 
 


Innere Zweige von Bäumen sind die ergiebigste natürliche Lignanquelle. Als besonders lignanreich haben sich die nordfinnischen Fichten erwiesen.

 

 
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