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Ausgediente Fahrzeuge - und nun auch Boote - werden umweltfreundlich
recycelt und dienen als Rohstoff für neue Produkte. Die
Firma Kuusakoski Oy hat sich zum führenden Recyclingunternehmen
des Ostseeraums emporgearbeitet.
Die auf Recycling-Dienstleistungen und Metallverarbeitung
spezialisierte Firma Kuusakoski beschafft ihr Rohmaterial
aus dem Ostseeraum und aus Russland. Ihre Märkte haben
globales Ausmaß.
"Wir sind nicht nur in Finnland, sondern auch in Schweden,
Russland, Taiwan, Polen und den baltischen Ländern ein
beachtlicher Akteur. Unsere größten Kunden sitzen
in Fernost", berichtet Dienstleistungs-Direktor Risto
Pohjanpalo.
"Das Besondere an unserer Tätigkeit ist der Verarbeitungsgrad.
Das Aluminium etwa verarbeiten wir zu Barren, die wir vor
allem an die Automobil- und Elektronikindustrie verkaufen."
Schrott gehört nicht in die Wälder
Finnland führte Anfang September 2004 als erstes EU-Land
das auf Produzentenhaftung basierende Kraftfahrzeugrecycling
ein. Kuusakoski unterhält ein landesdeckendes Servicenetz,
das die ausgemusterten Fahrzeuge gemäß der so genannten
Altauto-Richtlinie kostenlos entgegennimmt und entsorgt.
"Wir behandeln täglich Hunderte Autos und liefern
die daraus gewonnenen Metalle wieder an die Industrie. Durch
unsere Anlagen gehen jährlich über 100.000 ausrangierte
Fahrzeuge, und die machen als Werkstoffmenge gerechnet rund
zehn Prozent unseres Gesamtvolumens aus", beschreibt
Pohjanpalo.
"Seit 1972 wurden bereits 2,5 Millionen Fahrzeuge dem
Recycling zugeführt. Hätten wir nicht diese Kreislaufwirtschaft,
lägen diese jetzt als Schrott an den Straßen und
in den Wäldern."
Saubere Strände
In diesem Sommer hat Kuusakoski mit dem Bootsbranchen-Zentralverband
Finnboat auch die Zusammenarbeit im Recycling ausgemusterter
Boote aufgenommen. In Finnlands Gewässern schwimmen rund
730.000 Freizeitboote, von denen jährlich etwa 4000 entsorgt
werden müssen.
Es handelt sich dabei um einen technisch aufwendigen Prozess.
Die Metalle und ein Teil des Kunststoffs werden der Industrie
wieder als Rohstoff zugeführt. Das Holz und ein Teil
des Kunststoffs lassen sich energetisch nutzen. Der Rest,
zum Beispiel Glasfaser, kann als Beton- und Asphaltzuschlag
oder für Deponie-Stützkonstruktionen verwendet werden.
"Recycling von Booten findet man selten in der Welt.
Finnland hat sich da zu den Pionieren gesellt. Außer
Japan kennen wir sonst kein Land, in dem Altboote systematisch
dem Recycling zugeführt werden."
Die sachgemäße Entsorgung der Altboote obliegt
vorläufig den Eigentümern. Man erwartet allerdings,
dass die Produzentenhaftungs-Richtlinie der EU zukünftig
auch diese Wasserfahrzeuge betreffen wird, und Kuusakoski
hat da die Nase bereits vorn.


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www.kuusakoski.fi
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