Finnfacts
Suchen
EnglishFrancaisChineseRussian

Nacrichten Medienreignisse
Mediendienst Innovationen und Industrie
Finnland-Story
Wir über Uns
Kontaktaufnahme


Aktuelles
 

Kreislaufwirtschaft erfasst Altautos und -boote

Feedback über den Artikel.
19.9.2005
 

 
 

Ausgediente Fahrzeuge - und nun auch Boote - werden umweltfreundlich recycelt und dienen als Rohstoff für neue Produkte. Die Firma Kuusakoski Oy hat sich zum führenden Recyclingunternehmen des Ostseeraums emporgearbeitet.

Die auf Recycling-Dienstleistungen und Metallverarbeitung spezialisierte Firma Kuusakoski beschafft ihr Rohmaterial aus dem Ostseeraum und aus Russland. Ihre Märkte haben globales Ausmaß.

"Wir sind nicht nur in Finnland, sondern auch in Schweden, Russland, Taiwan, Polen und den baltischen Ländern ein beachtlicher Akteur. Unsere größten Kunden sitzen in Fernost", berichtet Dienstleistungs-Direktor Risto Pohjanpalo.

"Das Besondere an unserer Tätigkeit ist der Verarbeitungsgrad. Das Aluminium etwa verarbeiten wir zu Barren, die wir vor allem an die Automobil- und Elektronikindustrie verkaufen."

Schrott gehört nicht in die Wälder

Finnland führte Anfang September 2004 als erstes EU-Land das auf Produzentenhaftung basierende Kraftfahrzeugrecycling ein. Kuusakoski unterhält ein landesdeckendes Servicenetz, das die ausgemusterten Fahrzeuge gemäß der so genannten Altauto-Richtlinie kostenlos entgegennimmt und entsorgt.

"Wir behandeln täglich Hunderte Autos und liefern die daraus gewonnenen Metalle wieder an die Industrie. Durch unsere Anlagen gehen jährlich über 100.000 ausrangierte Fahrzeuge, und die machen als Werkstoffmenge gerechnet rund zehn Prozent unseres Gesamtvolumens aus", beschreibt Pohjanpalo.

"Seit 1972 wurden bereits 2,5 Millionen Fahrzeuge dem Recycling zugeführt. Hätten wir nicht diese Kreislaufwirtschaft, lägen diese jetzt als Schrott an den Straßen und in den Wäldern."

Saubere Strände

In diesem Sommer hat Kuusakoski mit dem Bootsbranchen-Zentralverband Finnboat auch die Zusammenarbeit im Recycling ausgemusterter Boote aufgenommen. In Finnlands Gewässern schwimmen rund 730.000 Freizeitboote, von denen jährlich etwa 4000 entsorgt werden müssen.

Es handelt sich dabei um einen technisch aufwendigen Prozess. Die Metalle und ein Teil des Kunststoffs werden der Industrie wieder als Rohstoff zugeführt. Das Holz und ein Teil des Kunststoffs lassen sich energetisch nutzen. Der Rest, zum Beispiel Glasfaser, kann als Beton- und Asphaltzuschlag oder für Deponie-Stützkonstruktionen verwendet werden.

"Recycling von Booten findet man selten in der Welt. Finnland hat sich da zu den Pionieren gesellt. Außer Japan kennen wir sonst kein Land, in dem Altboote systematisch dem Recycling zugeführt werden."

Die sachgemäße Entsorgung der Altboote obliegt vorläufig den Eigentümern. Man erwartet allerdings, dass die Produzentenhaftungs-Richtlinie der EU zukünftig auch diese Wasserfahrzeuge betreffen wird, und Kuusakoski hat da die Nase bereits vorn.

Sonstige links:

>> www.kuusakoski.fi

 

 
 


Das von Reifen und Flüssigkeiten befreite Altfahrzeug kommt im Recyclingwerk von Kuusakoski in die Schredderanlage.

 

 
Sitemap