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Innovation für die Bleiche von Holzfaserstoff
Neue Lösungen von Kemira

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8.12.2003
 

 
 

Ein Forschungsteam der Firma Kemira hat einzigartige Lösungen zur Erleichterung der Bleiche von Holzfaserstoff mit Chemikalien auf Sauerstoffbasis entwickelt. Diese bahnbrechende Neuerung ist nicht nur umweltrelevant, sondern dürfte auch erhebliche Einsparungen bringen.

Kemira arbeitet schon seit fast zehn Jahren an der Entwicklung umweltverträglicher Lösungen, um die gegenwärtig bei der Zellstoffbleiche und in Düngemitteln eingesetzten, in der Natur schwer abbaubaren metallbindenden Stoffe zu ersetzen. Als Ergebnis dieser Bemühungen entstanden neue Moleküle und eine Reihe neuer Produkte.

Die für das so genannten Chelations-Projekt von Kemira verantwortliche Arbeitsgruppe wurde nun mit dem Innovationspreis der Chemieindustrie 2003 ausgezeichnet. Das neue Konzept dürfte zu einer echten Alternative werden: Der Stickstoff- und Abwasserausstoß der Holz verarbeitenden Industrie wird reduziert - unter gleichzeitig erheblichen Produktionskosteneinsparungen bei der Zellstoff- und Papierfabrikation.

Einzigartige Eigenschaften

Im Holzfaserstoff sind Mangan und Eisen enthalten, die das Bleichen des Zellstoffs mit sauerstoffhaltigen Chemikalien erschweren. Einem Kemira-Forschungsteam ist es nun gelungen, für die Bindung dieser Metallionen neue Moleküle mit einzigartigen Eigenschaften zu entwickeln.

Die neuen Verbindungen werden in den Gewässern besser als die gegenwärtigen Chelatbildner abgebaut, enthalten auch nur ein Drittel deren Stickstoffs und lassen sich zudem umweltfreundlich herstellen.

Als weitere Anwendung dieser Entwicklungsergebnisse ist der Einsatz der neuen Verbindungen in Düngemitteln ins Auge gefasst; Produktionsprozesse für neue Produkte befinden sich bei Kemira bereits in der Planung. Als internationales Chemieunternehmen bietet Kemira Produkte und Dienstleistungen u.a. für die Bereiche Zellstoff- und Papierherstellung, Wasseraufbereitung und Anstrichmittel.

Der mit 10 000 Euro dotierte Innovationspreis der Chemieindustrie wird in Finnland jährlich als Anerkennung für eine beachtliche, nutzbare Innovation der Branche vergeben. Der Beratende Wissenschaftliche Ausschuss der Chemieindustrie verweist in seinem Beschluss des Jahres 2003 auf die Einzigartigkeit der Ergebnisse des Kemira-Entwicklungsprojektes. Dem Forschungsteam wurden bereits zwei Molekülpatente erteilt; außerdem sind 14 Anwendungspatente beantragt, und die Innovation steht vor der Kommerzialisierungsphase. Bei dem Vorhaben wurde auch das breite Kooperationsnetz mit Universitäten in vorbildlicher Weise genutzt.

Sonstige links:

>> www.kemira.com

 

 
 


Foto: Stora Enso

 

 
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