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Japaner begeisterten sich für Hafer

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19.1.2004
 

 
 

Zu einer Info-Veranstaltung des finnischen Zentrums für Technologieentwicklung (TEKES) über die gesundheitsfördernde Wirkung von Lebensmitteln hatten sich in Tokyo 40 Journalisten eingefunden. Besonders interessiert zeigten sie sich an den rohfaserhaltigen Hafer- und Roggenprodukten.

Die im Oktober in Tokyo stattgefundene Veranstaltung stand im Zeichen des TEKES-Technologieprogramms „Lebensmittel und Gesundheit", das u.a. auf die Erweiterung der internationalen Zusammenarbeit auf diesem Gebiet abzielt. Im Rahmen dieses Programms wird untersucht, wie sich durch functional Food das Risiko, an Krebs, Herzleiden, Darmbeschwerden oder Infektionskrankheiten zu erkranken, reduzieren lässt.

Das erste finnische funktionelle Lebensmittel in Japan war Xylit. Auch darmfreundliche Getränke und Joghurtsorten sind den japanischen Konsumenten bereits bekannt. Nun drängen die rohfaserhaltigen Hafer- und Roggenerzeugnisse auf den Markt - mit durchaus guten Chancen, weil die typische japanische Kost nur wenig für den Organismus wichtige Rohfaser enthält.

Zum Beispiel der finnische Industriekonzern Raision Yhtymä plante ursprünglich, sich mit seinen rohfaserhaltigen Produkten am japanischen Pasta-Markt zu etablieren. Überraschenderweise zeigten die Japaner tatsächlich Interesse für Haferbrei, obgleich das Land überhaupt keine „Breikultur" kennt. Zur Zeit startet der Konzern zusammen mit einer japanischen Firma ein Testmarketing mit Haferschnellflocken. Auch die Firma Suomen Viljava Oy beginnt zusammen mit japanischen Partnern an der Entwicklung von Snackriegeln und Getränken zu arbeiten.

Es ist heute wissenschaftlich gesichert, dass Roggen und Hafer günstige Wirkung auf die Cholesterin- und die Blutzuckerkontrolle, das Wohlbefinden des Magens und bei Zöliakie haben. Man hat ferner festgestellt, dass Getreiderohfaser auch das Risiko verringert, an Darm-, Brust- oder Prostatakrebs zu erkranken.

Roggen im Internet

Eine Roggenforschungsgruppe der nordischen Länder untersucht seit 1994 aktiv die gesundheitsfördernde Wirkung des Roggens. Interessantes darüber finden Sie auf den englischsprachigen Homepages: http://rye.vtt.fi

 



 

 
 


Brot gibt es auch als Ökoprodukt. Der ökologische Anbau ist eine traditionelle, umweltfreundliche Methode zur Erzeugung sauberer, schmackhafter Lebensmittel.
Foto: Leipätiedotus ry

 

 
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