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Wirkung, Schadwirkungen und passende Dosierung eines Medikaments
hängen zum Teil von den Erbfaktoren des Patienten ab.
Die finnische Firma Jurilab hat einen Gentest für Medikationsuntersuchungen
am Patienten entwickelt. Schon in naher Zukunft kann der Test
zeigen, welches Medikament für den Patienten passt.
Arzneimittel verlassen den Körper der Patienten mit
unterschiedlicher Geschwindigkeit, und das resultiert zum
Teil aus individuellen Strukturunterschieden bei den Genen
jener Enzyme, die am Medikamentenmetabolismus mitwirken. An
Hand des Gentests lassen sich die häufigsten und wichtigsten
Strukturunterschiede feststellen.
Die auf Medikamentabbau- und -ausscheidungstests sowie auf
Dispositionstests spezialisierte Jurilab hat diesen Gentest
in Zusammenarbeit mit der Uni Kuopio, Finnland, und dem Institut
für Klinische Pharmakologie, Stuttgart, entwickelt.
Leichteres Ermitteln der passenden Medikation
Der gegenwärtig am Markt angebotene Gentest ermöglicht
festzustellen, wie der Medikamentenmetabolismus des Patienten
funktioniert, und hilft so beim Ermitteln der passenden Arzneidosierung.
Weiter kann an Hand des Tests geprüft werden, ob das
genetische Profil des Patienten von Bedeutung für die
Wirkung des Medikaments ist. Zukünftig soll der Gentest
auch in der breiten Praxis eingesetzt werden, wobei dann für
den Patienten sofort das passende Medikament und die richtige
Dosierung gefunden werden können.
Jurilab arbeitet auch an einem auf das Infarktrisiko abgestellten
Dispositionstest. "Hat ein Mensch Bluthochdruck oder
einen hohen Cholesterinspiegel, gehört er bereits zur
Risikogruppe. Mit dem Test wird festgestellt, in welchem Maße
der genetische Hintergrund schon vor Auftreten dieser Symptome
auf die Erkrankungsdisposition wirkt. Kennt man die Ursache
der Erkrankung, lässt sich die richtige Medikation leichter
finden", erläutert Nora Kaarela, Leiterin Entwicklung
bei Jurilab.
Allgemeine Einführung innerhalb fünf Jahren
Medikamentenmetabolismus und genetisches Profil des Menschen
sind auch, so Nora Kaarela, mitbestimmend dafür, wie
gut sein Körper Medikamente nutzt oder verträgt
- ein wichtiger Punkt, denn allein in den USA sterben jährlich
etwa 120 000 Menschen an Schadwirkungen von Pharmaka.
Den Entwicklern von Medikamenten bieten die Gentests neue
Dimensionen. Mit der innovativen Technik lässt sich die
Produktentwicklung um Jahre beschleunigen, und im günstigsten
Fall führen die Tests zur Schaffung von gezielten Medikamenten.


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www.jurilab.com
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