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Passende Medikation durch Gentest

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10.9.2004
 

 
 

Wirkung, Schadwirkungen und passende Dosierung eines Medikaments hängen zum Teil von den Erbfaktoren des Patienten ab. Die finnische Firma Jurilab hat einen Gentest für Medikationsuntersuchungen am Patienten entwickelt. Schon in naher Zukunft kann der Test zeigen, welches Medikament für den Patienten passt.

Arzneimittel verlassen den Körper der Patienten mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, und das resultiert zum Teil aus individuellen Strukturunterschieden bei den Genen jener Enzyme, die am Medikamentenmetabolismus mitwirken. An Hand des Gentests lassen sich die häufigsten und wichtigsten Strukturunterschiede feststellen.

Die auf Medikamentabbau- und -ausscheidungstests sowie auf Dispositionstests spezialisierte Jurilab hat diesen Gentest in Zusammenarbeit mit der Uni Kuopio, Finnland, und dem Institut für Klinische Pharmakologie, Stuttgart, entwickelt.

Leichteres Ermitteln der passenden Medikation

Der gegenwärtig am Markt angebotene Gentest ermöglicht festzustellen, wie der Medikamentenmetabolismus des Patienten funktioniert, und hilft so beim Ermitteln der passenden Arzneidosierung. Weiter kann an Hand des Tests geprüft werden, ob das genetische Profil des Patienten von Bedeutung für die Wirkung des Medikaments ist. Zukünftig soll der Gentest auch in der breiten Praxis eingesetzt werden, wobei dann für den Patienten sofort das passende Medikament und die richtige Dosierung gefunden werden können.

Jurilab arbeitet auch an einem auf das Infarktrisiko abgestellten Dispositionstest. "Hat ein Mensch Bluthochdruck oder einen hohen Cholesterinspiegel, gehört er bereits zur Risikogruppe. Mit dem Test wird festgestellt, in welchem Maße der genetische Hintergrund schon vor Auftreten dieser Symptome auf die Erkrankungsdisposition wirkt. Kennt man die Ursache der Erkrankung, lässt sich die richtige Medikation leichter finden", erläutert Nora Kaarela, Leiterin Entwicklung bei Jurilab.

Allgemeine Einführung innerhalb fünf Jahren

Medikamentenmetabolismus und genetisches Profil des Menschen sind auch, so Nora Kaarela, mitbestimmend dafür, wie gut sein Körper Medikamente nutzt oder verträgt - ein wichtiger Punkt, denn allein in den USA sterben jährlich etwa 120 000 Menschen an Schadwirkungen von Pharmaka.

Den Entwicklern von Medikamenten bieten die Gentests neue Dimensionen. Mit der innovativen Technik lässt sich die Produktentwicklung um Jahre beschleunigen, und im günstigsten Fall führen die Tests zur Schaffung von gezielten Medikamenten.

Sonstige links:

>> www.jurilab.com

 

 
 


Kernstück des einfachen und schnellen Tests ist ein Mikrochip, der das gleichzeitige Testen dutzender Proben ermöglicht.

 

 
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