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Finnland hat einen so vorzüglichen Ruf als Musterland
der Schulspeisung, dass Besucher aus aller Welt anreisen,
um dieses Phänomen zu bestaunen. Ausgebaut wird diese
Reputation nun durch das vom Nationalen Fonds für Forschung
und Entwicklung (Sitra) aufgelegte Schüler-Ernährungsprogramm
Järkipalaa - auf Deutsch etwa: Vernünftige Zwischenkost
-, das auf die Schaffung auch exportfähiger Konzepte
abzielt.
In allen europäischen Ländern hat der Anteil der
übergewichtigen Menschen zugenommen, und die Kosten der
Gesundheitsfürsorge sind gestiegen. Zur Lösung dieses
Problems hat man umfangreiche Projekte gestartet, deren Planer
Interesse an der finnischen smart-food-Kompetenz zeigen.
"Die Überlegenheit unserer Kompetenz basiert auf
einer nationalen Strategie in diesem Bereich. Wir haben da
eine gemeinsame Vorstellung, wir wollen ein Musterland gesunder
Ernährung sein", formuliert Anu Harkki, die
Leiterin des von Sitra aufgelegten Lebensmittel- und Ernährungsprogramms
(ERA).
Zusammenarbeit als Kraftquelle
Das von Sitra mit mehr als 1,5 Mio. Euro finanzierte Järkipalaa-Projekt
betrifft die Essgewohnheiten der Grundschüler verschiedenen
Alters in den Jahren 2006 - 2009. Man will damit u.a. dauerhafte
Veränderungen in den Ess- und Bewegungsgewohnheiten der
Kids bewirken und Übergewicht und daraus resultierende
Erkrankungen vermeiden. Auch die Zahngesundheit wird dabei
berücksichtigt.
Im Järkipalaa-Projekt kooperieren private und öffentliche
Stellen in vielgestaltiger Weise, um ein Heranwachsen gesunder
Kinder zu gesunden Erwachsenen zu sichern. Bei Sitra glaubt
man an die Kraft der Zusammenarbeit.
"Das Vorhaben fand begeisterte Aufnahme, führt
es doch die Akteure dieses Bereichs zusammen und initiiert
neue Zusammenarbeit. So entwickelt zum Beispiel die Industrie
schon jetzt smart food und gesunde Zwischenkost für Kinder.
Wir glauben, dass von dem Projekt die gesamte Branche profitieren
wird."
Exportfähige Zwischenkost
Finnland gilt als Musterland was Nahrungsmittelindustrie,
gesunde Produkte und Schulspeisung betrifft. Hinter dem Projekt
steht denn auch die Absicht, die finnische Nahrungsmittelindustrie
bei der Entwicklung schmackhafter, gesunder Zwischenkost,
für die auch draußen in der Welt Nachfrage besteht,
zu unterstützen.
"Ein komplettes Schulspeisungs-Konzept zu exportieren
ist schwierig, aber zum Beispiel die in finnischen Schulen
längst üblichen vollwertigen Zwischenmahlzeiten
sind besser als in vielen anderen Ländern. Und das gleich
Konzept könnte auch in Betriebskantinen eingeführt
werden", argumentiert Harkki.


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www.sitra.fi
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