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Drei finnische Universitäten sollen zu einer neuen
innovativen Universität zusammengefasst und ausgebaut
werden - zu einer Alma mater von Weltklasse, die mit den besten
ausländischen Universitäten zu konkurrieren vermag.
Die Initiative zur Zusammenlegung der Kompetenzen der Hochschule
für Kunst und Design, der Handelshochschule Helsinki
und der Technischen Universität ging im Herbst 2005 vom
Rektor des erstgenannten Instituts Yrjö Sotamaa
aus.
"Ich bin fest überzeugt, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit
Finnlands in der Zukunft darauf gründen kann, die Kompetenzen
verschiedener Bereiche zur Schaffung bisher nicht gekannter
Innovationen und erfolgreicher Zusammenarbeit auf souveräne
Weise zu vereinen", begründet Sotamaa seine Initiative.
"Zur Schaffung erfolgreicher Innovationen ist mehr erforderlich
als nur technische Überlegenheit. Benötigt werden
auch Design von Spitzenklasse und Businesskompetenz. Erlebnishaftigkeit
und Verfügbarkeit von Technologien gewinnen da weiter
an Gewicht."
Interesse für die innovative Uni ist vorhanden
"Wir Rektoren haben Gespräche über eine Vertiefung
der Zusammenarbeit und die Schaffung einer neuen Universität
geführt."
"Seitens der Wirtschaft wurden die Intensivierung der
Zusammenarbeit und die Idee einer innovativen Uni begrüßt,
und man hat uns ermutigt, die Sache rasch voranzutreiben."
Die Studentinnen und Studenten, so Sotamaa, sehen in dieser
Idee eine Verbesserung ihrer Ausbildungsmöglichkeiten.
Auch in Professorenkreisen wurde der Vorschlag positiv aufgenommen.
"Freilich wurden auch gegenteilige Meinungen laut, und
auch für die sollte man ein sensibles Ohr haben",
bekennt Sotamaa.
Fähigkeit zu kreativer Zusammenarbeit
Die Verwirklichung einer innovativen Universität erfordert
nach Meinung Sotamaas nicht unbedingt eine gemeinsame Verwaltung,
sondern es geht dabei eher um die Fähigkeit, eine kreative
und ambitiöse Zusammenarbeit aufzubauen.
"Das Zusammenlegen der Verwaltungen von Universitäten
ist ein derart aufwendiger Prozess, dass gründliche Ermittlungen
und ein breiter hausinterner Dialog erforderlich sind, ehe
das auch nur in Erwägung gezogen werden kann. Dagegen
könnte eine Vertiefung und Erweiterung der Zusammenarbeit
der Universitäten rasch erfolgen."
Die Rektoren haben eine Prorektoren-Arbeitsgruppe zur Erörterung
konkreter Gemeinschaftsvorhaben in den Bereichen Lehrtätigkeit,
Forschung und Innovationswesen eingesetzt. Die Rektoren stellen
auch Ermittlungen über die Gründung eines gemeinsamen
Innovations- und Produktentwicklungsinstituts an, das neue
Möglichkeiten zur Doktoren- und Magisterausbildung, zu
gemeinsamen Forscherausbildungsstätten und zu internationaler
Zusammenarbeit böte.
"Innovationsführung und -forschung wie auch Produktentwicklung
sind Bereiche, in denen sich international eine beachtliche
Tätigkeit entfalten ließe", meint Sotamaa.
"Wir wollen etwas schaffen, das es noch nicht gibt."
Der erste Schritt ist getan
Im Januar 2007 läuft das Programm Helsinki School
of Creative Entrepreneurship (HSCE) an, ein Programm über
Unternehmertum, das als erster Schritt in Richtung innovative
Uni gilt. Die Vermarktung des Programms beginnt im Frühjahr,
die Bewerbung im Herbst 2006.
"Diese neue Schule für kreatives Unternehmertum
hat breites Interesse erregt. Sie ist ein gutes Beispiel dafür,
was sich durch Zusammenlegen der Kompetenzen von Hochschulen
erreichen lässt. Das HSCE-Programm ist genau das, was
ich mit innovativer Uni meine: kreative und ambitiöse
Zusammenarbeit, die neue Kompetenz hervorbringt.

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