|
Auf neuen Ortungs- und Sensortechnologien basierende Lösungen
ermöglichen es, die Bewegungen von Sensoren zu verfolgen
und so die Sicherheit dieser Menschen zu erhöhen. Das
Unternehmen Lahden tiede- ja yrityspuisto testet Innovationen
in Senioren-Testwohnungen.
Eine von der Firma Mobile Safe Track international patentierte
Innovation basiert auf drahtloser Kommunikation zwischen einem
von der Zielperson mitgeführten Sensor und einem Netz
von WLAN-Basisstationen. Das System wird automatisch aktiviert,
sobald die Zielperson einen vorgegebenen Heimbereich verlässt,
und alarmiert dann zum Beispiel Angehörige.
"Das System meldet, wenn die Zielperson den zulässigen
Bereich verlassen hat und hilft sie schneller aufzufinden
und in Sicherheit zu bringen. Solange sich die Person im Heimbereich
befindet, werden keine Daten über ihre Bewegungen erfasst,
d.h. das System bleibt still", schildert Jyrki Rautkivi,
Programmkoordinator bei Lahden tiede- ja yrityspuisto.
Das System kann so eingestellt werden, dass es die Meldung
automatisch per Telefon, SMS oder E-Mail an eine bestimmte
Stelle, zum Beispiel an einen Angehörigen, die Polizei
oder ein Servicecenter, schickt. Es handelt sich hier um eine
einzigartige Lösung, die bisher sonst nirgends getestet
worden ist. Der Versuch beginnt zur kommenden Jahrewende und
dauert bis Herbst 2007.
Mehr Sicherheit
"Das System erhöht die Sicherheit der Zielperson
erheblich und kann u.U. deren Leben retten. Ein großer
Vorteil liegt auch darin, dass die Person länger in ihren
eigenen vier Wänden wohnen und ein selbständiges
Leben in Sicherheit führen kann", zählt Rautkivi
auf.
Den Angehörigen gibt das System die Gewissheit, dass
sich die Zielperson in ihrem Heimbereich aufhält. Geht
Meldung über ein Verlassen dieses Bereichs ein, kann
unverzüglich mit der Suche begonnen werden.
"Für die Angehörigen bedeutet das natürlich
eine Erleichterung. Der Bedarf an störender, ´nur
sicherheitshalber´ erfolgender Kontrolle verringert
sich, und die Kontakte können mehr aus erfreulicheren
Anlässen erfolgen.
Geht die Information über die Bewegungen der vermissten
Personen unverzüglich an die zuständigen Behörden,
ergeben sich auch für die Gesellschaft und das Gesundheitswesen
erhebliche Vorteile.
Bewegungsverfolgender Sensor
In zwei Seniorenwohnungen wird bereits ab Herbst 2006 eine
an der TU entwickelte und von Elsi Technologies gelieferte
Sensor-Technologie getestet, die u.a. die Schlafqualität
der Person testet und die Anzahl und Standorte der Personen
in der Wohnung verfolgt.
Der Sensor besteht aus einer unter dem Fußbodenbelag
oder am Bettboden anzubringenden dünnen Folie und einer
damit verbundenen Elektronikeinheit. Das System schlägt
Alarm, wenn jemand stürzt oder zur falschen Tageszeit
die Wohnung verlässt. Die gleiche Technik kann zum Beispiel
auch zur Steuerung der Beleuchtung und zur Ortung von Gegenständen
eingesetzt werden.
|
Für diese Innovation besteht Nachfrage
- "In Finnland gibt es etwa 110 000 bis 120 000
- meist alte - Menschen, die unter Gedächtnisstörungen
leiden. In Europa sind es im Bereich von 30 Staaten
schätzungsweise etwa 5,4 Millionen.
- "In Finnland suchen die Ordnungshüter jährlich
nach etwa 4000 Senioren. Die Kosten allein für
die Polizei belaufen sich auf rund 250 000 Euro.
- "Angenommen, die Zahl der Suchfälle und
die Kosten sind in den anderen europäischen Ländern
relativ die gleichen, so kommt man in 30 Ländern
unseres Kontinents auf insgesamt 25 Millionen Euro im
Jahr.
|


>>
www.innoellisenior.fi
|