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Technologie hilft Senioren

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21.12.2006
 

 
 

Auf neuen Ortungs- und Sensortechnologien basierende Lösungen ermöglichen es, die Bewegungen von Sensoren zu verfolgen und so die Sicherheit dieser Menschen zu erhöhen. Das Unternehmen Lahden tiede- ja yrityspuisto testet Innovationen in Senioren-Testwohnungen.

Eine von der Firma Mobile Safe Track international patentierte Innovation basiert auf drahtloser Kommunikation zwischen einem von der Zielperson mitgeführten Sensor und einem Netz von WLAN-Basisstationen. Das System wird automatisch aktiviert, sobald die Zielperson einen vorgegebenen Heimbereich verlässt, und alarmiert dann zum Beispiel Angehörige.

"Das System meldet, wenn die Zielperson den zulässigen Bereich verlassen hat und hilft sie schneller aufzufinden und in Sicherheit zu bringen. Solange sich die Person im Heimbereich befindet, werden keine Daten über ihre Bewegungen erfasst, d.h. das System bleibt still", schildert Jyrki Rautkivi, Programmkoordinator bei Lahden tiede- ja yrityspuisto.

Das System kann so eingestellt werden, dass es die Meldung automatisch per Telefon, SMS oder E-Mail an eine bestimmte Stelle, zum Beispiel an einen Angehörigen, die Polizei oder ein Servicecenter, schickt. Es handelt sich hier um eine einzigartige Lösung, die bisher sonst nirgends getestet worden ist. Der Versuch beginnt zur kommenden Jahrewende und dauert bis Herbst 2007.

Mehr Sicherheit

"Das System erhöht die Sicherheit der Zielperson erheblich und kann u.U. deren Leben retten. Ein großer Vorteil liegt auch darin, dass die Person länger in ihren eigenen vier Wänden wohnen und ein selbständiges Leben in Sicherheit führen kann", zählt Rautkivi auf.

Den Angehörigen gibt das System die Gewissheit, dass sich die Zielperson in ihrem Heimbereich aufhält. Geht Meldung über ein Verlassen dieses Bereichs ein, kann unverzüglich mit der Suche begonnen werden.

"Für die Angehörigen bedeutet das natürlich eine Erleichterung. Der Bedarf an störender, ´nur sicherheitshalber´ erfolgender Kontrolle verringert sich, und die Kontakte können mehr aus erfreulicheren Anlässen erfolgen.

Geht die Information über die Bewegungen der vermissten Personen unverzüglich an die zuständigen Behörden, ergeben sich auch für die Gesellschaft und das Gesundheitswesen erhebliche Vorteile.

Bewegungsverfolgender Sensor

In zwei Seniorenwohnungen wird bereits ab Herbst 2006 eine an der TU entwickelte und von Elsi Technologies gelieferte Sensor-Technologie getestet, die u.a. die Schlafqualität der Person testet und die Anzahl und Standorte der Personen in der Wohnung verfolgt.

Der Sensor besteht aus einer unter dem Fußbodenbelag oder am Bettboden anzubringenden dünnen Folie und einer damit verbundenen Elektronikeinheit. Das System schlägt Alarm, wenn jemand stürzt oder zur falschen Tageszeit die Wohnung verlässt. Die gleiche Technik kann zum Beispiel auch zur Steuerung der Beleuchtung und zur Ortung von Gegenständen eingesetzt werden.

Für diese Innovation besteht Nachfrage

- "In Finnland gibt es etwa 110 000 bis 120 000 - meist alte - Menschen, die unter Gedächtnisstörungen leiden. In Europa sind es im Bereich von 30 Staaten schätzungsweise etwa 5,4 Millionen.

- "In Finnland suchen die Ordnungshüter jährlich nach etwa 4000 Senioren. Die Kosten allein für die Polizei belaufen sich auf rund 250 000 Euro.

- "Angenommen, die Zahl der Suchfälle und die Kosten sind in den anderen europäischen Ländern relativ die gleichen, so kommt man in 30 Ländern unseres Kontinents auf insgesamt 25 Millionen Euro im Jahr.



>> www.innoellisenior.fi

 

 
 


Heikki Roilas, Leitender Oberarzt des Kurbads Lappeenranta (Lappeenrannan Kylpylä), steht während seiner Arbeitswoche regelmäßig online mit seinen Hauspatienten in Verbindung.

 

 
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