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Spitzenforschungseinheit schafft Synergie und Innovationen

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8.12.2003
 

 
 

Eine als nationale wissenschaftliche Spitzeneinheit bezeichnete Bio- und Nanopolymer-Forschungsgruppe ist gegenwärtig mit einem von hohen Erwartungen geprägten Projekt befasst. Für die im Gefolge der Forschungsarbeit entstehenden Anwendungen und Durchbrüche finden sich mehrere Einsatzbereiche in der Medizin und Zahnmedizin.

In der von der Akademie Finnlands berufenen Spitzeneinheit ist die Kompetenz von vier Forschungsgruppen auf dem Gebiete der Bio- und Nanopolymere vereint. Beteiligt sind etwa 60 Wissenschaftler von den Fakultäten für Chemietechnik und Technische Physik der TU, vom Chemischen Institut der Uni Helsinki und vom Institut für Zahnheilkunde der Uni Turku.

Zusammenarbeit als kreative Kraft

Die Zusammenfassung und Wechselwirkung von vier Kompetenzbereichen ist die tragende Kraft dieser Einheit obgleich das Forschungsgebiet, so Professor Jukka Seppälä, Leiter der Gruppe, sonst wissenschaftlich heiß umkämpft wird.

„Über Biopolymere und Polymer-Nanostrukturen wird seit langem geforscht. Das Einzigartige an unserer Einheit ist die Vereinigung des Wissens von vier verschiedenen Kompetenzbereichen. Wir bedienen uns einer modernen, anspruchsvollen Herangehensweise, und die ist auch erforderlich, um zu Ergebnissen zu gelangen", betont der Prof.

„Diese Spitzeneinheit repräsentiert mehr als die Summe ihrer Teile. Zusammen erreichen wir Durchbrüche wie sie im Alleingang nicht möglich waren."

Hochgesteckte Ziele

Die Einheit untersucht mit Hilfe der neuen Polymerkatalyse die Synthese strukturmäßig kontrollierter Polymere mit dem Ziel, kontrollierte Polymerstrukturen zu schaffen, die im günstigsten Fall „intelligent" auf Umweltveränderungen zu reagieren vermögen.

Es handelt sich dabei im Prinzip um Grundlagenforschung, die jedoch auf nutzbare Ergebnisse ausgerichtet ist. Anwendungen für die Elektronik und IT bis hin zur Biomedizin befinden sich in der Entwicklung oder schon im Handel. In der Gewebetechnologie spricht man von Gewebereparatur, vom Züchten neuer Gewebe und vom exakt gezielten Einsatz von Aktivstoffen im menschlichen Organismus. „In diesem Bereich ist noch viel Arbeit notwendig, ehe wir zu Anwendungen kommen", sagt Professor Seppälä.

Zu erwarten stehen beachtliche Durchbrüche, wie zum Beispiel neue Behandlungsformen zur Ausnutzung körpereigener Heilungsmechanismen und zur Reparatur von Gewebedefekten. „Wir wollen lernen, aus eigenen Zellen des Patienten dort neues Gewebe zu schaffen, wo es zum Beispiel infolge eines Unfalls oder einer Erkrankung fehlt", erläutert Professor Seppälä.

„Diese Arbeit ist herausfordernd und hoffnungserweckend zugleich. Wir lernen allmählich das zu tun, was die Natur schon lange kann."

Spitzeneinheit, was ist das?

Die Akademie Finnlands hat ein Forschungsprogramm aufgelegt, in dem in den Jahren 2000-2005 26 und in den Jahren 2002-2007 16 Teams, so genannte Spitzeneinheiten, tätig sind.

Die Spitzeneinheit kann aus einer oder mehreren hochqualifizierten Forschungs- und Forscherausbildungsgruppen bestehen, die auf ihrem Gebiet internationale Spitzenklasse sind, klare gemeinschaftliche Forschungsziele haben und unter gemeinsamer Leitung stehen.

An der Finanzierung der Spitzeneinheiten sind neben der Akademie Finnlands auch andere Stellen wie das Zentrum für Technologieentwicklung (TEKES), Universitäten, Forschungsinstitute, Unternehmen und Stiftungen beteiligt.

 

Sonstige links:

>> http://bionanopolymers.hut.fi
>> Nanostrukturen stark im Kommen (8.12.2003)

 

 
 


Die 2002 gebildete Bio- und Nanopolymer-Forschungsgruppe ist eine jener von der Akademie Finnlands berufenen nationalen Spitzeneinheiten, deren Arbeit bis zum Jahr 2007 andauert.

 

 
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