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Sauberes Wasser, bitte schön!

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10.11.2006
 

 
 

Das Geheimnis sauberen Trinkwassers liegt in gutem Rohwasser. "Die Helsinkier trinken ausgezeichnetes Wasser, das in seiner Qualität gutem Grundwasser entspricht", lobt Ari Nevalainen, Leiter Kommunikation beim Versorger Helsingin Vesi. Auch die Reinigung der Abwässer der Stadt ist Spitzenklasse.

Sowohl ans Trink- wie auch ans Abwasser werden von den finnischen Behörden wie auch von der EU Qualitätsanforderungen gestellt, erstere sind strenger als letztere. Außerdem hat sich Helsingin Vesi auch eigene, über die behördlichen hinausgehende Qualitätsanforderungen gesetzt.

Längster Wassertunnel der Welt

Das Trinkwasser der Bevölkerung im Großraum Helsinki wird aus dem mittelfinnischen Päijänne-See über den längsten zusammenhängenden Felstunnel der Welt in die Wasserwerke der Hauptstadt geleitet und dort gereinigt. Der etwa 120 Kilometer lange Tunnel ist seit 1982 in Betrieb.

Die ans Trinkwasser gestellten Qualitätsanforderungen betreffen u.a. die Gehalte an Nitrat, Eisen und organischem Gesamtkohlenstoff (TOC). "Das Päijänne-Wasser ist heute in jeder Beziehung von ausgezeichneter Beschaffenheit, so dass ein milder, naturkonformer Aufbereitungsprozess unter nur geringem Chemikalieneinsatz genügt", erläutert Nevalainen.

Abwasser und nachhaltige Entwicklung

Mit der Inbetriebstellung der Abwasserkläranlage Viikinmäki im Jahr 1994 begann in Finnland eine neu Ära der Abwasserreinigung. Das größtenteils in Fels gehauene Klärwerk gilt als eine der bedeutendsten Umweltschutzinvestitionen Finnlands.

"Die Anlage sichert die Reinigung der kommunalen und industriellen Abwässer der gesamten Hauptstadtregion bis weit in die Zukunft", konstatiert Nevalainen.

Im Klärwerk Viikinmäki sind die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung verwirklicht. Das aus dem Schlamm gewonnene Faulgas wird so genutzt, dass das Klärwerk in Bezug auf Wärme autark ist; bei Strom beträgt sein Autarkiegrad etwa 50 Prozent. Der anfallende Schlamm wird zu Erde u.a. für landschaftsgestalterische Zwecke verarbeitet.

Weniger Schadstoffeinleitung ins Meer

Die Ziele der Abwasserreinigung wurden, so Nevalainen, auf jene Nährstoffgehalte abgestimmt, die für den Zustand des Finnischen Meerbusens von Bedeutung sind. Abwasser enthält reichlich Phosphor- und Stickstoffverbindungen, die, ins Meer geleitet, eine starke Eutrophierung bewirken.

"Wir haben unsere Ziele gut erreicht. Im Klärwerk Viikinmäki werden die festen und Sauerstoff zehrenden Wasserinhaltsstoffe wie auch der Phosphor zu 95 Prozent abgeschieden. Bei Stickstoff erreichen wir einen Abscheidungsgrad von fast 90 Prozent."

Der Zustand des Seegebiets vor Helsinki und der Buchten hat sich in den letzten Jahrzehnten dank immer intensiverer Abwasserreinigung deutlich gebessert. Die Phosphoreinleitung ins Meer ist innerhalb von zehn Jahren auf ein Drittel, die organische Last auf unter die Hälfte gesunken.



>> www.helsinginvesi.fi

 

 
 


In Helsinki trinkt man vorzügliches Wasser.

 

 
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