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Das Geheimnis sauberen Trinkwassers liegt in gutem Rohwasser.
"Die Helsinkier trinken ausgezeichnetes Wasser, das in
seiner Qualität gutem Grundwasser entspricht", lobt
Ari Nevalainen, Leiter Kommunikation beim Versorger Helsingin
Vesi. Auch die Reinigung der Abwässer der Stadt ist Spitzenklasse.
Sowohl ans Trink- wie auch ans Abwasser werden von den finnischen
Behörden wie auch von der EU Qualitätsanforderungen
gestellt, erstere sind strenger als letztere. Außerdem
hat sich Helsingin Vesi auch eigene, über die behördlichen
hinausgehende Qualitätsanforderungen gesetzt.
Längster Wassertunnel der Welt
Das Trinkwasser der Bevölkerung im Großraum Helsinki
wird aus dem mittelfinnischen Päijänne-See über
den längsten zusammenhängenden Felstunnel der Welt
in die Wasserwerke der Hauptstadt geleitet und dort gereinigt.
Der etwa 120 Kilometer lange Tunnel ist seit 1982 in Betrieb.
Die ans Trinkwasser gestellten Qualitätsanforderungen
betreffen u.a. die Gehalte an Nitrat, Eisen und organischem
Gesamtkohlenstoff (TOC). "Das Päijänne-Wasser
ist heute in jeder Beziehung von ausgezeichneter Beschaffenheit,
so dass ein milder, naturkonformer Aufbereitungsprozess unter
nur geringem Chemikalieneinsatz genügt", erläutert
Nevalainen.
Abwasser und nachhaltige Entwicklung
Mit der Inbetriebstellung der Abwasserkläranlage Viikinmäki
im Jahr 1994 begann in Finnland eine neu Ära der Abwasserreinigung.
Das größtenteils in Fels gehauene Klärwerk
gilt als eine der bedeutendsten Umweltschutzinvestitionen
Finnlands.
"Die Anlage sichert die Reinigung der kommunalen und
industriellen Abwässer der gesamten Hauptstadtregion
bis weit in die Zukunft", konstatiert Nevalainen.
Im Klärwerk Viikinmäki sind die Grundsätze
der nachhaltigen Entwicklung verwirklicht. Das aus dem Schlamm
gewonnene Faulgas wird so genutzt, dass das Klärwerk
in Bezug auf Wärme autark ist; bei Strom beträgt
sein Autarkiegrad etwa 50 Prozent. Der anfallende Schlamm
wird zu Erde u.a. für landschaftsgestalterische Zwecke
verarbeitet.
Weniger Schadstoffeinleitung ins Meer
Die Ziele der Abwasserreinigung wurden, so Nevalainen, auf
jene Nährstoffgehalte abgestimmt, die für den Zustand
des Finnischen Meerbusens von Bedeutung sind. Abwasser enthält
reichlich Phosphor- und Stickstoffverbindungen, die, ins Meer
geleitet, eine starke Eutrophierung bewirken.
"Wir haben unsere Ziele gut erreicht. Im Klärwerk
Viikinmäki werden die festen und Sauerstoff zehrenden
Wasserinhaltsstoffe wie auch der Phosphor zu 95 Prozent abgeschieden.
Bei Stickstoff erreichen wir einen Abscheidungsgrad von fast
90 Prozent."
Der Zustand des Seegebiets vor Helsinki und der Buchten hat
sich in den letzten Jahrzehnten dank immer intensiverer Abwasserreinigung
deutlich gebessert. Die Phosphoreinleitung ins Meer ist innerhalb
von zehn Jahren auf ein Drittel, die organische Last auf unter
die Hälfte gesunken.


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www.helsinginvesi.fi
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