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Das auf Deponien anfallenden Biogas lässt sich in
Grünen Strom und Wärme umsetzen. "In Finnland
würde der so erzeugte Strom für eine mittelgroße
Stadt reichen", versichert Matti Malkamäki, Geschäftsführer
der Firma Greenvironment Oy.
Das auf Müllkippen entstehende Biogas enthält hauptsächlich
Methan und Kohlendioxid und ist als Brennstoff teilweise mit
Erdgas vergleichbar. Die auf Umwelttechnologien und Bioenergieanwendungen
spezialisierte Firma Greenvironment hat unter Mitwirkung des
Zentrums für Technologische Entwicklung (TEKES) einen
Brenner und eine Mikroturbinenanlage für die Nutzung
von Biogas entwickelt.
"Das zum Beispiel auf einer Deponie anfallende Biogas
wird unserer Anlage zugeleitet. Im Brenner wird das schädliche
Treibhausgasemissionen bewirkende Methan in Kohlendioxid umgesetzt.
In der Mikroturbine erfolgt dann die Nutzung des Biogases.
Auf diese Weise erhält man Strom und Wärmeenergie",
erläutert Malkamäki.
Biogas erregt Interesse
Die in Finnland gebaute erste mit Greenvironment-Technologie
ausgestattete Biogasanlage hat, so Malkamäki, Interesse
erregt und schon eine ziemliche Zahl Besucher angelockt. Im
Sommer 2005 wurden zwei neue Anlagen dieser Art in Betrieb
genommen, und weitere Projekte laufen in diesem Herbst an.
Die Firma Greenvironment will mit ihren Produkten an die
internationalen Märkte vordringen, so etwa nach Schweden,
Ungarn und Polen, wo bereits Handelsbeziehungen angebahnt
wurden. "In Deutschland wird das erste Vorhaben diesen
Herbst gestartet, und auch in Japan sind wir bereits aktiv.
Die neuen EU-Länder gehören gleichfalls zu unseren
Zielländern", zählt Malkamäki auf.
Lange Lebensdauer, niedrige Emissionen
Die Anlage von Greenvironment zeichnet sich durch lange Lebensdauer,
geringe Wartungskosten, niedrige Emissionen und hohen Automatisierungsgrad
aus.
"Einer der bedeutendsten Vorteile unseres Produkts ist
die extrem hohe Verfügbarkeit, und wir können auch
mit einer größeren Anlage magere und kleine Biogasquellen
intensiv nutzen.
Sachgemäße Nutzung des Biogases bedeutet auch
einen Beitrag zur Erfüllung der Auflagen des Emissionshandels
im EU-Raum und des Abkommens von Kyoto."
Greenvironment hat weltweit Konkurrenten, aber die bieten
im Allgemeinen noch alte Technologie. "Lieferanten, die
mit neuer Technologie wie wir sie haben aufwarten können,
haben wir nicht allzu oft angetroffen."
Biodiesel-Prozess
Im Rahmen der Produktentwicklung bei Greenvironment wurde
auch der so genannte Biodiesel-Prozess geschaffen, der die
im Prozess entstehende Abfallmenge auf ein Minimum reduziert.
"Zum Beispiel bei der Verarbeitung von Altspeiseöl
zu Biodiesel bildet namentlich die Rückstandsmenge einen
wesentlichen Faktor. Bei den herkömmlichen Prozessen
kann der Abfall bis zur Hälfte des eingesetzten Rohstoffs
betragen, während es bei unserem Prozess deutlich unter
fünf Prozent sind", hebt Malkamäki hervor.
Die erste Referenzanlage dieser Art - von der finnischen
Burger-Kette "Hesburger" betrieben - wird von Fachleuten
in aller Welt mit Interesse verfolgt. "Bedeutende Absatzmöglichkeiten
für dieses Produkt finden sich u.a. in Großbritannien
und Japan", setzt Malkamäki hinzu.


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www.greenvironment.com
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