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Nutzung von Biogasen
Grüner Strom von der Müllkippe

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25.10.2005
 

 
 

Das auf Deponien anfallenden Biogas lässt sich in Grünen Strom und Wärme umsetzen. "In Finnland würde der so erzeugte Strom für eine mittelgroße Stadt reichen", versichert Matti Malkamäki, Geschäftsführer der Firma Greenvironment Oy.

Das auf Müllkippen entstehende Biogas enthält hauptsächlich Methan und Kohlendioxid und ist als Brennstoff teilweise mit Erdgas vergleichbar. Die auf Umwelttechnologien und Bioenergieanwendungen spezialisierte Firma Greenvironment hat unter Mitwirkung des Zentrums für Technologische Entwicklung (TEKES) einen Brenner und eine Mikroturbinenanlage für die Nutzung von Biogas entwickelt.

"Das zum Beispiel auf einer Deponie anfallende Biogas wird unserer Anlage zugeleitet. Im Brenner wird das schädliche Treibhausgasemissionen bewirkende Methan in Kohlendioxid umgesetzt. In der Mikroturbine erfolgt dann die Nutzung des Biogases. Auf diese Weise erhält man Strom und Wärmeenergie", erläutert Malkamäki.

Biogas erregt Interesse

Die in Finnland gebaute erste mit Greenvironment-Technologie ausgestattete Biogasanlage hat, so Malkamäki, Interesse erregt und schon eine ziemliche Zahl Besucher angelockt. Im Sommer 2005 wurden zwei neue Anlagen dieser Art in Betrieb genommen, und weitere Projekte laufen in diesem Herbst an.

Die Firma Greenvironment will mit ihren Produkten an die internationalen Märkte vordringen, so etwa nach Schweden, Ungarn und Polen, wo bereits Handelsbeziehungen angebahnt wurden. "In Deutschland wird das erste Vorhaben diesen Herbst gestartet, und auch in Japan sind wir bereits aktiv. Die neuen EU-Länder gehören gleichfalls zu unseren Zielländern", zählt Malkamäki auf.

Lange Lebensdauer, niedrige Emissionen

Die Anlage von Greenvironment zeichnet sich durch lange Lebensdauer, geringe Wartungskosten, niedrige Emissionen und hohen Automatisierungsgrad aus.

"Einer der bedeutendsten Vorteile unseres Produkts ist die extrem hohe Verfügbarkeit, und wir können auch mit einer größeren Anlage magere und kleine Biogasquellen intensiv nutzen.

Sachgemäße Nutzung des Biogases bedeutet auch einen Beitrag zur Erfüllung der Auflagen des Emissionshandels im EU-Raum und des Abkommens von Kyoto."

Greenvironment hat weltweit Konkurrenten, aber die bieten im Allgemeinen noch alte Technologie. "Lieferanten, die mit neuer Technologie wie wir sie haben aufwarten können, haben wir nicht allzu oft angetroffen."


Biodiesel-Prozess

Im Rahmen der Produktentwicklung bei Greenvironment wurde auch der so genannte Biodiesel-Prozess geschaffen, der die im Prozess entstehende Abfallmenge auf ein Minimum reduziert.

"Zum Beispiel bei der Verarbeitung von Altspeiseöl zu Biodiesel bildet namentlich die Rückstandsmenge einen wesentlichen Faktor. Bei den herkömmlichen Prozessen kann der Abfall bis zur Hälfte des eingesetzten Rohstoffs betragen, während es bei unserem Prozess deutlich unter fünf Prozent sind", hebt Malkamäki hervor.

Die erste Referenzanlage dieser Art - von der finnischen Burger-Kette "Hesburger" betrieben - wird von Fachleuten in aller Welt mit Interesse verfolgt. "Bedeutende Absatzmöglichkeiten für dieses Produkt finden sich u.a. in Großbritannien und Japan", setzt Malkamäki hinzu.

Sonstige links:

>> www.greenvironment.com

 

 
 


Finnlands erste mit Greenvironment-Technologie arbeitende Biogasanlage steht im ostfinnischen Imatra.

 

 
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