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Bilder- und Videotagebuch-Dienst per Internet
Väter und Mütter „kiebitzen" in der Kita

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07.08.2007
 

 
 

Der Bilder- und Videotagebuch-Dienst ermöglicht Eltern zu verfolgen, was ihr Nachwuchs in der Kita so treibt. Diese im vergangenen Jahr getestete und inzwischen kommerzialisierte Dienstleistung wurde mit unerwartet großer Begeisterung aufgenommen.

Der Bilder- und Videotagebuch-Dienst wurde im vergangenen Jahr in vier Kindertagesstätten der Hauptstadtregion getestet. Die vom Personal mit Multimediageräten aufgenommenen Geschehnisse des Tages wurden automatisch ins Internet gestellt, wo sie von den Eltern der Kinder abgerufen werden können.

„Die an dem Test beteiligten Kindertagesstätten nahmen täglich Dutzende von Fotos und Videos auf, und die Eltern griffen begeistert zu. Das Treiben in der Kita, der Alltag und die Stimmung dort wurde den Eltern so auf eine völlig neue Art vermittelt", berichtet Entwicklungsleiterin Pauliina Smeds von Forum Virium Helsinki, die das Vorhaben koordinierte.

Passwortgeschützt

„Bei diesem Internet-Dienst wurden für jede Kita passwortgeschützte Bilderverzeichnisse eingerichtet, und die Eltern erhielten jeweils eigene Benutzerkennzeichen", sagt Produktleiter Hanno Nevanlinna von der Firma Futurice Oy, die diesen Dienst verwirklichte.

Für wichtig hielt man, dass die Bilder und Videos von den Kamerahandys automatisch in das Verzeichnis der Kita übertragen wurden. „Das Ganze wäre bedeutend umständlicher gewesen, wenn man bei der Aufnahme auch Zeit für das Übertragen der Fotos und Videos hätte vorsehen müssen."

Eine menschenfreundliche Lösung

Der von Forum Virium Helsinki und seinen Partnern entwickelte Dienst wird nun von der Firma ConnectedDay Oy weiter ausgebaut, u.a. durch Erweiterung der Einflussmöglichkeiten der Kindertagesstätten und der Eltern.

„Es handelt sich hier um einen ausgesprochen menschenfreundlichen, dem Alltag dienenden Service. Die Interessen der Eltern und der Kitas sind kongruent, und es werden mit diesem Dienst kulturelle Grenzen überschritten", sagt Geschäftsführer Timo Airisto.

Der Dienst ist auch im Ausland auf großes Interesse gestoßen und soll in allernächster Zeit in den USA sowie in Großbritannien, Australien und Singapur lanciert werden.

 

Living Lab als Exportartikel

Helsinki Living Lab ist eine Testumgebung, in der Unternehmen u.a. Dienste testen und Dienstleistungskonzepte entwickeln können. Das Living-Lab-Konzept wird nun zu einem Exportartikel ausgebaut.

Das von der Finnish Funding Agency for Technology and Innovation (Tekes) und von Unternehmen finanzierte Projekt wird von Design City Helsinki und Forum Virium Helsinki koordiniert. An dem Vorhaben wirken fast 20 Akteure mit: Case-Unternehmen, Verfahrensentwickler und Consulter.

Durch Vereinigen von Kompetenzen der Beteiligten und durch Netzwerke wird ein Weltklasse repräsentierendes Living-Lab-Konzept geschaffen, das Unternehmen entweder als Dienstanbieter oder Dienstnutzer in Anspruch nehmen können. Gestützt auf dieses Konzept können auch Hochschulen und Forschungsinstitute ihre eigenen Forschungsmethoden entwickeln.

Living Lab - was ist das eigentlich?

Das Living-Lab-Konzept wurde von Professor William Mitchell entwickelt. Es ermöglicht, mit Hilfe von benutzerorientierten Untersuchungsverfahren unter echten Bedingungen (Living Labs) multidimensionale Lösungen, wie sie zunehmend in den sich evolutionär verändernden Lebensumgebungen benötigt werden, zu identifizieren, zu bewerten und zu verifizieren.

Das Thema Living Lab bildet auch im 7. Rahmenprogramm der EU (2007 - 2013) einen Schwerpunktbereich.

 



>> www.forumvirium.com
>> www.connectedday.com

 

 
 

Forum Virium
Der Bilder- und Videotagebuch-Dienst führt den Eltern Tagesabläufe ihrer Kinder, die sie selbst nicht miterleben, vor Augen.

 

 
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