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Der Bilder- und Videotagebuch-Dienst ermöglicht
Eltern zu verfolgen, was ihr Nachwuchs in der Kita so treibt.
Diese im vergangenen Jahr getestete und inzwischen kommerzialisierte
Dienstleistung wurde mit unerwartet großer Begeisterung
aufgenommen.
Der Bilder- und Videotagebuch-Dienst wurde im vergangenen
Jahr in vier Kindertagesstätten der Hauptstadtregion
getestet. Die vom Personal mit Multimediageräten aufgenommenen
Geschehnisse des Tages wurden automatisch ins Internet gestellt,
wo sie von den Eltern der Kinder abgerufen werden können.
Die an dem Test beteiligten Kindertagesstätten
nahmen täglich Dutzende von Fotos und Videos auf, und
die Eltern griffen begeistert zu. Das Treiben in der Kita,
der Alltag und die Stimmung dort wurde den Eltern so auf eine
völlig neue Art vermittelt", berichtet Entwicklungsleiterin
Pauliina Smeds von Forum Virium Helsinki, die das Vorhaben
koordinierte.
Passwortgeschützt
Bei diesem Internet-Dienst wurden für jede Kita
passwortgeschützte Bilderverzeichnisse eingerichtet,
und die Eltern erhielten jeweils eigene Benutzerkennzeichen",
sagt Produktleiter Hanno Nevanlinna von der Firma Futurice
Oy, die diesen Dienst verwirklichte.
Für wichtig hielt man, dass die Bilder und Videos von
den Kamerahandys automatisch in das Verzeichnis der Kita übertragen
wurden. Das Ganze wäre bedeutend umständlicher
gewesen, wenn man bei der Aufnahme auch Zeit für das
Übertragen der Fotos und Videos hätte vorsehen müssen."
Eine menschenfreundliche Lösung
Der von Forum Virium Helsinki und seinen Partnern entwickelte
Dienst wird nun von der Firma ConnectedDay Oy weiter ausgebaut,
u.a. durch Erweiterung der Einflussmöglichkeiten der
Kindertagesstätten und der Eltern.
Es handelt sich hier um einen ausgesprochen menschenfreundlichen,
dem Alltag dienenden Service. Die Interessen der Eltern und
der Kitas sind kongruent, und es werden mit diesem Dienst
kulturelle Grenzen überschritten", sagt Geschäftsführer
Timo Airisto.
Der Dienst ist auch im Ausland auf großes Interesse
gestoßen und soll in allernächster Zeit in den
USA sowie in Großbritannien, Australien und Singapur
lanciert werden.
Living Lab als Exportartikel
Helsinki Living Lab ist eine
Testumgebung, in der Unternehmen u.a. Dienste
testen und Dienstleistungskonzepte entwickeln
können. Das Living-Lab-Konzept wird nun
zu einem Exportartikel ausgebaut.
Das von der Finnish Funding Agency
for Technology and Innovation (Tekes) und von
Unternehmen finanzierte Projekt wird von Design
City Helsinki und Forum Virium Helsinki koordiniert.
An dem Vorhaben wirken fast 20 Akteure mit:
Case-Unternehmen, Verfahrensentwickler und Consulter.
Durch Vereinigen von Kompetenzen
der Beteiligten und durch Netzwerke wird ein
Weltklasse repräsentierendes Living-Lab-Konzept
geschaffen, das Unternehmen entweder als Dienstanbieter
oder Dienstnutzer in Anspruch nehmen können.
Gestützt auf dieses Konzept können
auch Hochschulen und Forschungsinstitute ihre
eigenen Forschungsmethoden entwickeln.
Living Lab - was ist das
eigentlich?
Das Living-Lab-Konzept wurde von
Professor William Mitchell entwickelt.
Es ermöglicht, mit Hilfe von benutzerorientierten
Untersuchungsverfahren unter echten Bedingungen
(Living Labs) multidimensionale Lösungen,
wie sie zunehmend in den sich evolutionär
verändernden Lebensumgebungen benötigt
werden, zu identifizieren, zu bewerten und zu
verifizieren.
Das Thema Living Lab bildet auch
im 7. Rahmenprogramm der EU (2007 - 2013) einen
Schwerpunktbereich.
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